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Aichach

27.11.2017

Sagenhaftes, Natürliches, Aktbilder und Alltägliches

Bei der Eröffnung der Ausstellung waren auch die Künstler anwesend: (von links) Ulrike Schiele, Konrad Hunger, Viktor Scheck, Jutta Körner, Carin E. Stoller.
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Bei der Eröffnung der Ausstellung waren auch die Künstler anwesend: (von links) Ulrike Schiele, Konrad Hunger, Viktor Scheck, Jutta Körner, Carin E. Stoller.
Bild: Gerlinde Drexler

Weihnachtsausstellung: Fünf Künstler präsentieren ihre Werke bis Ende Januar in der Galerie Schiele in der Aichacher Altstadt

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten ist die Weihnachtsausstellung in der Werkstatt-Galerie Schiele in Aichach. Fünf Künstler, die dort alle schon einmal Einzelausstellungen hatten, zeigen, dass ihre Arbeiten auch zusammen sehr gut harmonieren. Für den Besucher ist es wie das Eintauchen in eine kleine Welt der Kunst mit Bildern und Skulpturen. Bei der Eröffnung am Freitagabend waren auch die Künstler anwesend.

Ganz alltägliche Gegenstände wie ein Topf oder eine Thermoskanne sind die Motive von Carin E. Stoller. Die Arbeiten der im Allgäu geborenen Künstlerin sind trotzdem keine sanften Stillleben, sondern pulsieren vor Lebendigkeit. Man hat den Eindruck, die Chips auf dem Teller noch schmecken zu können oder die Geräusche in der Küche zu hören. Stoller studierte Kunsterziehung an der Universität München sowie Malerei an der Akademie der bildenden Künste in München.

Der 2009 gestorbene japanische Künstler Masa Kawase schafft es, mit feinen Linien Lebendigkeit auszudrücken. Drei Jahrzehnte lang hatte er ein Lieblingsmotiv: Aktbilder von Frauen. Was alle seine Bilder gemeinsam haben, ist die Natürlichkeit, mit der seine Modelle posieren. Und egal, ob sie völlig nackt oder leicht bekleidet sind – sie wirken zwar erotisch, aber nie vulgär. Verspielt und feminin scheinen sie mal mit dem Betrachter zu flirten, mal völlig in Gedanken versunken zu sein.

„Mein Thema ist die Abstraktion“, sagt Jutta Körner. In ihrem Atelier in Gauting bei München stellt sie Kunst aus Ton her und arbeitet dabei gerne in Serien, um die Vielfältigkeit eines Themas darstellen zu können. Ihre Skulpturen baut sie dickwandig auf, um sich dann mit Schlingen und Sägeblättern der Abstraktion anzunähern. Stimmen Form, Linien und Bewegung, beschäftigt Körner sich mit Struktur und Oberfläche. Die unter dem Titel „Flamenco“ ausgestellten Frauentorsi sind mit Oxiden behandelte Keramiken.

Die Skulpturen des Bildhauers Konrad Hunger, einem häufigen Gast in der Galerie Schiele, erzählen eine ganz andere Geschichte. Seine Figuren kommen aus der Welt der Mythen und Sagen. Mit frechen Glubschaugen schauen die „sitzende Nubierin“ aus Sandstein und das aus Eiche geschaffene „Einhorn“ auf die Besucher. Von oben herab scheinen die bronzenen Figuren seiner „Europagruppe“ auf die Welt zu schauen. Hunger arbeitet bevorzugt mit Materialien wie Holz, Stein, Bronze oder Horn.

Ein Wanderer durch Landschaft und Natur ist der Maler Viktor Scheck. Die Malerei ist für ihn ein Werkzeug, um sich die Welt zu erklären. Der gebürtige Schrobenhausener beschreibt es so: „Wenn ich beim Wandern bin, habe ich das Gefühl, der gesamte Naturraum durchwandert meine Sinne bis zu einem inneren Speicher, wird dort gesammelt und verwahrt.“ Um später in seinen Landschaftsmotiven verarbeitet zu werden. Neu angeordnet wird aus dem Gesehenen und Erlebten so seine eigene Bildrealität.

Die Ausstellung ist ab sofort bis zum 27. Januar während der üblichen Öffnungszeiten der Werkstatt-Galerie Schiele in Aichach, Bauerntanzgasse 3, zu sehen.

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