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Aichach-Friedberg

16.05.2015

Schäden im Wald: 5000 Festmeter Holz liegen flach

An der Salzbergkapelle bei Anwalting wurde gestern auch schon im Wald aufgeräumt. Teilweise war schweres Gerät im Einsatz.
Bild: Erich Echter

Besonders schlimm wütet der Wirbelsturm in einem schmalen Korridor zwischen Aichach und Allenberg.

Der Tornado in der Nacht auf Christi Himmelfahrt hat nicht nur riesige Schäden in den Wohngebieten in der Gemeinde Affing und zum Teil auch in Aichach angerichtet. Auch in den Wald hat die Naturkatastrophe Schneisen geschlagen – das Schadensgebiet ist aber eng eingrenzbar. Laut Waldbesitzervereinigung Aichach (WBV) geht der Korridor in der West-OstLinie von Stettenhofen über Gebenhofen, Affing, Haunswies ins Stadtgebiet Aichach (Hiesling), weiter nach Untergriesbach, Allenberg, Gundertshausen (Gemeinde Schiltberg) bis Buxberg. Danach seien die Schäden minimal. Am schlimmsten wütete der Tornado zwischen Aichach und Allenberg. WBV-Geschäftsführer Bernhard Breitsameter spricht von einer „50 bis 100 Meter breiten Schneise der Verwüstung“. Stark betroffen seien auch die Wälder bei Hiesling und nördlich von Oberschneitbach. Der Wirbelsturm hat den Wald auf dem Salzberg bei Anwalting mehr oder weniger abrasiert. Abgesprengte Bäume liegen laut Breitsameter dann erst wieder östlich von Affing und dem Ortsteil Haunswies.

Die WBV Aichach geht nach ersten Schätzungen von rund 5000 Festmeter Schadholz aus. Der Wind sei so heftig gewesen, dass die Bäume im unteren Drittel abgebrochen wurden. Dabei spielte die Baumart keine Rolle. Selbst das stabilere Laubholz wurde mit dem vielen Laub in der Krone umgerissen.

Erst vor einem guten Monat fegte der Orkan „Niklas“ durch das Wittelsbacher Land. Doch damals hielten sich die Schäden nach Einschätzung von Breitsameter in Grenzen. Die Geschwindigkeit des Sturms war mit 105 bis 120 Stundenkilometern aber auch nur halb so hoch wie der Tornado am Mittwochabend. Einem Orkan mit bis zu 100 Stundenkilometern halten die Bäume erfahrungsgemäß stand. Die schlimmsten Waldschadensfälle im Landkreis liegen schon ein Vierteljahrhundert zurück. Am schlimmsten trafen 1990 „Vivian“ und „Wiebke“ den Landkreis. Etwas milder, aber in den Auswirkungen vergleichbar, war dann „Lothar“ zwei Tage nach Weihnachten 1999. Dagegen hat „Kyrill“ acht Jahre später kaum Schäden angerichtet.

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Schadensmeldung Die WBV ruft die betroffenen Waldbesitzer dazu auf, nicht sofort mit der Aufarbeitung zu beginnen. Zuerst solle der entstandene Schaden beim Bayerischen Landesamt für Steuern in München gemeldet werden. Dazu soll das Formblatt „Mitteilung über Schäden infolge höherer Gewalt“ verwendet werden. Das gibt es bei der Geschäftsstelle der WBV, Werner-von-Siemens-Straße, 86551 Aichach, oder auf der Homepage www.wbvaichach.de (cli)

Info-Abend Die Waldbesitzervereinigung veranstaltet kurzfristig für alle betroffenen Waldbesitzer einen Info-Abend am Mittwoch, 20. Mai, im Gasthof Wagner im Aichacher Stadtteil Untergriesbach. Beginn ist um 19.30 Uhr.

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