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04.08.2018

Schiltberg will seine Grundschule erweitern - nur wie?

An der Schiltberger Grundschule könnte im Bereich des Pausenhofs ein Anbau entstehen.
Bild: Sabrina Rauscher

Noch lassen die Gemeinderäte offen, ob es auf einen Anbau oder Umbau hinausläuft. Der Architekt hingegen gibt eine klare Empfehlung ab und nennt Gründe dafür.

Dass die Grundschule in Schiltberg zwangsläufig erweitert werden muss, ist in der Holzlandgemeinde schon länger bekannt. Nun gilt es, die Art und den Umfang des Projektes zu beschließen. Hierfür hatte sich der Gemeinderat bereits in der vergangenen Woche getroffen, um mit Architekt Josef Obeser die Situation bei einem Ortstermin in Augenschein zu nehmen.

Obeser resümierte in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag noch mal die Ergebnisse dieses Termins – auch in Anbetracht der zu erwartenden Fördergelder. Zunächst stehen zwei Möglichkeiten der Erweiterung zur Auswahl: ein Umbau der bestehenden Räume oder ein Anbau in Richtung Osten, dem Standort des jetzigen Pausenhofs.

Der Architekt sprach sich klar für einen Anbau aus. In einem Gespräch mit der Regierung von Schwaben war ermittelt worden, dass die Schiltberger Schule über zu wenig Nutzfläche verfügt. Würde sie mit einem Anbau geschaffen, würde die Regierung einen Zuschuss von 50 Prozent geben.

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Anbau würde im Erdgeschoss östlich an Schule anschließen

Das neue Gebäude würde als erdgeschossiger Bau östlich an die Schule im Bereich des Pausenhofs anschließen. Da das Gelände hier in Richtung Weilachtal abfällt, könnte sich die Gemeinde die Hanglage zunutze machen und dafür sorgen, dass das jetzige Kellergeschoss von der östlichen Seite aus ebenerdig zugänglich wäre.

Der Pausenhof würde gen Osten verlegt. Das ganze Areal bis hinunter zur Weilach ist ohnehin in gemeindlichem Besitz. Eine Förderung in ähnlicher Höhe könne bei einem Umbau nicht eingestrichen werden, stellte Oberser klar: „Entscheiden wir uns für einen Umbau, würden wir ein großes Geschenk liegen lassen.“

Ökonomischer als den Anbau könne die Gemeinde die Schulerweiterung nicht kriegen, so Obeser. Ganz zu schweigen von den sonstigen Tücken eines Umbaus, denn die Schule ist beim Brandschutz und bei der Barrierefreiheit längst nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Um hier Unterstützung der Regierung zu bekommen, müssen in diesen beiden Bereichen zunächst mindestens 125000 Euro investiert werden.

Für die neuen Unterrichtsräume würde auch das Untergeschoss einbezogen, was mit Arbeiten an Belichtung, Raumhöhe und der Errichtung eines zweiten Fluchtweges einherginge. Das Gremium beauftragte den Architekten zunächst damit, beide Möglichkeiten als Entwurf auszuarbeiten. Bürgermeister Josef Schreier schlug vor: „Lasst uns unsere Grobplanungen doch erst einmal ausarbeiten, bevor wir weitere Entscheidungen treffen.“

Gute Neuigkeiten hatte Schreier, was das neue Baugebiet „Schiltberg-Nord“ angeht. Zum einen wurde der in der vorangegangenen Sitzung nochmals überarbeitete Bebauungsplan von den Behörden durchgewunken, zum anderen kam von den Grundstückseigentümern bereits der erste Bauantrag. „Das alles lief natürlich wegen des Bebauungsplanes im Genehmigungsfreistellungsverfahren, aber der Anfang ist gemacht“, so der Bürgermeister.

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