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Jubiläum

13.08.2019

Schleppjagdverein hat viel bewegt

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Die Jubiläumsfeierlichkeiten rund um den Schleppjagdverein mit Sitz in Koppenzell bei Gundelsdorf waren nicht nur für den Vorsitzenden Toni Wiedemann eine emotionale Angelegenheit. Er führt den Verein seit über 30 Jahren. Im Hintergrund spielt der bayerische Parforcehornkreis Anjagd.

Das dreifache Jubiläum des Schleppjagdvereins von Bayern feiern Mitglieder und Freunde an der Kennelanlage in Koppenzell bei Gundelsdorf. Den Schlussakkord des Tages setzt die Foxhoundmeute bei der Schau-Schleppjagd

Vom Schafstall auf dem Gumppenberg zur mustergültigen Kennelanlage in Koppenzell – der Schleppjagdverein von Bayern hat in den vergangenen 33 Jahren eine lange Wegstrecke zurückgelegt. Am Sonntag ließ Präsident Toni Wiedemann in aller Kürze im Beisein vieler Mitglieder und Freunde die Geschichte des Vereins Revue passieren.

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Das dreifache Jubiläum – die Vereinsgründung vor 33 Jahren, das 30-jährige Bestehen der Hundemeute wie auch der Anlage in Koppenzell bei Gundelsdorf – geriet bei herrlichem Sommerwetter zur entspannten, familiären Feier. Man speiste im Freien, die Musikkapelle Pukas war zugange, zwei Bläsergruppen stießen ins Parforcehorn, vom nahen Kennel machte sich die Foxhoundmeute bemerkbar. In den Boxen scharrten die Pferde. Der Blick ging auf die Koppenzeller Fluren, auf denen eine verkürzte Schau-Schleppjagd samt quirliger Hundemeute den sehenswerten Schlusspunkt setzte.

Seit über 30 Jahren leitet Toni Wiedemann den Verein. Auch nach seinem schweren Reitunfall im Oktober 2015 übte er das Amt weiter aus. „Der Schleppjagdverein schreibt viele Geschichten und hat viel bewegt“, sagte er. Der rund 400 Mitglieder zählende Verein hat auf den Koppenzeller Fluren seit 30 Jahren den für ihn optimalen Standort gefunden. Was 1988 mit einem Leihpack aus der Cappenberger Meute begann, ist längst in eine eigene Aufzucht der besonderen Foxhoundrasse übergegangen. Der Festschrift ist zu entnehmen, dass der Kennelbestand derzeit bei 60 Foxhounds liegt.

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Mit dem Kauf und der Anpacht etlicher Flächen rund um die Anlage verfügen die Reiter und ihre Hundemeute über gute Trainingsmöglichkeiten. Wiedemann dankte ausdrücklich den örtlichen Vereinen für die gute Mit- und Zusammenarbeit. „Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt“, sagte er.

Für die Meute und ihre Reiter beginnt die nahe Zukunft bereits im September: Dann startet die alljährliche Jagdsaison mit den Foxhounds, die bis in den November hinein bayernweit unterwegs sein werden. Das Vereinsanliegen, auf diese Art und Weise die jahrhundertealte Tradition und das Brauchtum der Schleppjagd zu bewahren und zu erhalten, sei auch als Botschaft für das Wittelsbacher Land zu verstehen, betonte Master Wiedemann.

Gleich zu Beginn seiner Ansprache hatte er die Grußworte einer ganzen Reihe Ehrengäste übermittelt, die leider verhindert waren. Dazu gehörten unter anderem der Schirmherr Luitpold Prinz von Bayern, Roland Weigert, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Landrat Klaus Metzger, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Bürgermeister Franz Schindele, Jürgen Vocke vom Bayerischen Landesjagdverband sowie Karl Walch, Bundesvorsitzender des Jagdgebrauchshundverbands.

Im Anschluss hatten die Besucher die Gelegenheit, an einer Führung durch die Koppenzeller Kennelanlage teilzunehmen. Die geplante Patenschaftsfeier für einen Fünfer-L-Wurf aus einer Meute aus Niedersachsen, die eigentlich Landrat Klaus Metzger übernehmen sollte, wurde vertagt. Vertagt wurde auch die Ballonfahrt, die dem Sieger der Verlosung zugedacht war. Man warte auf einen windstillen Tag, hieß es.

Die Meute konnte nicht mehr länger warten. Angefeuert durch ein mehrfaches „Ho-rido-joho – Hund voran, packen wir’s an“, stürmten sie nach dem offiziellen Teil los und bekamen am Ende ihres schweißtreibenden Parcours zur Belohnung einen Rinderpansen serviert.

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