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05.06.2009

Schlösser vertreiben Elternsorgen

Aichach (ck/kar) - Zwei Türen in der neuen Lärmschutzwand entlang der B 300 sorgen im Wohngebiet am Plattenberg für Gesprächsstoff. Eltern machen sich Sorgen, dass ihre Kinder aus Neugierde die Türen öffnen und auf die Straße laufen. In Absprache mit dem Straßenbauamt Augsburg hat Bürgermeister Klaus Habermann daher entschieden: Die Durchgänge, die für Wartungsarbeiten an der Straße vorgesehen sind, bekommen ein Schloss.

Eine Anwohnerin, die glaubt, dass die zu den Türen führende Treppe Kinder dazu einlädt, mal eben schnell einen Blick auf die B 300 zu werfen oder rauszulaufen, ist Heidi Kos. "Heute habe ich schon drei kleine Kinder gesehen, die hinter der Tür verschwanden" erzählt Heidi Kos besorgt. Im letzten Winter hätten zum Beispiel spielende Kinder Schneebälle auf einen vorbeifahrenden Lastwagen geworfen. Der Brummifahrer sei so erschrocken gewesen, dass er von der B 300 abfuhr und den Vorfall der Polizei meldete, erzählt die Mutter.

Sie wohnt in unmittelbarer Nähe dieser Tür und hat schon einigen Kindern vom Garten aus den Zutritt verboten. Es sei eben so, dass viele Kinder am Plattenberg in den Stichstraßen miteinander spielen, weil dort wenig Verkehr ist. Das mache dieses Wohngebiet für Familien auch so interessant. Heidi Kos: "Türen, die unverschlossen sind, werden geöffnet, weil Kinder neugierig sind - gerade weil es verboten ist."

"Diese Türen sind keine Fluchttüren," betont Frank Frischeisen vom Straßenbauamt. Bei einer Lärmschutzwand ab einer gewissen Länge würden Türen in etwa 200-Meter-Abstand eingebaut. Sie seien für Arbeiten zum Straßenunterhalt vorgesehen, wie zum Beispiel die Pflege der Böschung.

Die Sorgen der Eltern werden aber auf jeden Fall ernst genommen: Auf kurzem Dienstweg zwischen Aichacher Rathaus und Straßenbauamt wurde beschlossen, dass die Türen abgesperrt werden.

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