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Polizeireport

09.11.2018

Schon wieder ein Auto in Dasing-Wessiszell verkratzt

Bereits zum 14. Mal ist im Dasinger Ortsteil Wessiszell ein Auto verkratzt worden.
Bild: Symbolfoto: Wolfgang Widemann

Schon wieder wurden Autos im Dasinger Ortsteil Wessiszell verkratzt. Dort ist es bereits der 14. Fall dieser Art. Die Beamten rätseln über das Motiv des Täters.

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat ein bisher unbekannter Täter in Dasing-Wessiszell ein Auto zerkratzt. Wie die Polizei mitteilte, machte sich der Unbekannte in der Nacht auf Mittwoch an der Hauptstraße an einem schwarzen Kleinwagen zu schaffen und richtete rund 1000 Euro Schaden an. Am 1. November hatte zuletzt ein Unbekannter nachmittags ein Auto an der Ringstraße mutwillig beschädigt. Doch das war nicht der erste Fall dieser Art in Wessiszell: Innerhalb der vergangenen zwei Jahre wurden insgesamt 14 Wagen von einem Unbekannten zerkratzt. Die Polizei geht davon aus, dass ein Serientäter verantwortlich ist.

Wie kommen die Beamten zu dieser Schlussfolgerung? Peter Zimmermann, stellvertretender Leiter der Friedberger Dienststelle, erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung: „Wessiszell ist ein kleiner, beschaulicher Ort. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dort mehrere Personen gibt, die mutwillig Autos zerkratzen, ist nicht hoch.“

Polizei erkennt kein Muster bei den Fällen

Auffallend sei bei den Fällen, dass kein Muster zu erkennen sei. „Es ist kein Autohasser, der eine bestimmte Marke bevorzugt“, sagt Zimmermann. Dazu seien die Autos immer korrekt geparkt gewesen. Man könne also auch ausschließen, dass der Täter Falschparker bestrafen will. Der Beamte glaubt ebenfalls nicht, dass Jugendliche die Autos verkratzt haben. Die würden vielleicht mal ein Graffiti an die Wand sprühen, so Zimmermann. 14 Autos zu zerkratzen, das sei jedoch noch einmal eine ganz andere Stufe.

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Zum ersten Mal schlug der Täter im Winter 2016 in Wessiszell zu. Immer wieder wurden dann bis zum Frühjahr 2017 Autos zerkratzt. Im Sommer legte der Unbekannte eine Pause ein. Im Winter setzte er seine Serie dann fort. „Jetzt geht es anscheinend wieder los“, resümiert der Beamte. Der Gesamtschaden liegt mittlerweile im fünfstelligen Bereich. Zimmermann ist seit Dezember 2016 in Friedberg. Seitdem habe es im Zuständigkeitsbereich der Dienststelle keine vergleichbare Serie gegeben, berichtet der Polizeibeamte.

Sein Auto auf öffentlichen Straßen zu schützen, ist schwer

Auf öffentlichen Straßen, wo der Täter bisher die Autos verkratzte, sei es schwer, den eigenen Wagen zu schützen, so Zimmermann. Auf Privatgrund könne man eine Videokamera installieren. Doch dabei gebe es eine Menge Datenschutzvorschriften zu beachten. Aber greift für die Betroffenen in so einem Fall wenigstens die Versicherung?

„In der Regel ja, wenn der Geschädigte eine Vollkasko-Versicherung hat“, sagt Sascha Straub. Er ist Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern. Wenn einem das Auto zerkratzt wird, gilt das als Vandalismusschaden. Auch manche Teilkasko-Policen würden solche Fälle abdecken. Straub warnt davor, aus Angst nun eine teurere Versicherung abzuschließen. Bevor man das tue, solle man als Besitzer durchrechnen, ob sich das wirklich lohnt, so der Experte. Von speziellen Zusatzversicherungen gegen Vandalismus rät Straub ab. Falls man die Schäden abdecken lassen wolle, seien eine Vollkasko oder eine andere Teilkasko-Police günstiger.

Polizei bittet Anwohner um erhöhte Aufmerksamkeit

Um den Täter in Wessiszell zu ermitteln, bittet die Polizei die Anwohner um erhöhte Aufmerksamkeit. Bisher hat der Unbekannte spätnachmittags und abends im Schutz der Dunkelheit sein Unwesen getrieben. Die Tatorte lagen in der Hauptstraße, Ringstraße, Sonnenstraße, Südstraße und der St.-Florian-Straße. (maikö)

Hinweise Die Polizei bittet Zeugen, die etwas beobachtet haben oder auch in Zukunft etwas Auffälliges bemerken, sich unter Telefon 0821/323-1710 zu melden.

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