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Werkstattfest

25.02.2019

Schreiner werben für sich

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Fachlehrer Jürgen Engels erläuterte Bürgermeister Klaus Habermann die Arbeit der Schüler, Zweiter von rechts: Innungsobermeister der Zimmerer, Rudolf Reich, links: Cornelia Nieberle-Schreiegg, Leiterin der Beruflichen Schulen.

Berufsschüler der Schreiner und Zimmerer zeigen in Aichach ihr Können. Die Branche sucht dringend Nachwuchs

Im Schreiner- und Zimmererhandwerk werden dringend Auszubildende gesucht. Das war am Samstag beim Werkstattfest der Abteilung Holztechnik der Berufsschule Wittelsbacher Land ein wichtiges Thema. Die Schüler des Berufsgrundschuljahres zeigten dabei in Aichach ihr handwerkliches Geschick an Material und Maschinen. 27 Schreinern und 16 Zimmerern konnten die Besucher während der Arbeit über die Schulter sehen.

Auch Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann informierte sich vor Ort. In seinem Grußwort erinnerte er an die lange Tradition der Holzverarbeitung in Aichach und an zahlreiche Arbeiten der Beruflichen Schulen: „Wir profitieren von der Schule. Immer wieder werden Projekte von der Schule in Angriff genommen wie unten am Flugplatz, in städtischen Kindergärten oder Schulen.“

Die neue Leiterin Cornelia Nieberle-Schreiegg ging auf das Holz als Naturprodukt ein. Gerade die Eiche sei ein besonders hartes Naturprodukt, sagte sie und erinnerte daran, dass Aichach die Eiche im Wappen haben. Sie ging auf die verschiedenen Ausstellungsstücke der Zimmerer und Schreiner ein. Lob gab es von der Chefin für das Lehrerkollegium. Nieberle-Schreiegg äußerte beim Werkstattfest ihre Hoffnung, dass der ein oder andere Lust auf den Beruf bekommt.

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Für den Innungsobermeister der Zimmerer, Rudolf Reich, gibt es nichts Schöneres, als mit Holz zu arbeiten. Die Lehrlinge erinnerte er daran, dass jeder für sich lernen müsse. Qualifizierter Nachwuchs werde dringend gesucht, so Reich. Er forderte, die angehenden Handwerker sollten später Verantwortung übernehmen und auch „ihr Hirn einschalten“. Konrad Sedlmeyr, Obermeister der Schreinerinnung, legte den Auszubildenden nahe, das Fest zu nutzen und mit ihren zukünftigen Meistern Kontakt aufzunehmen. Den jungen Leuten gab er mit auf den Weg: „Wir brauchen gute Leute – nicht nur Akademiker.“

Beim Rundgang durch die verschiedenen Stationen konnten die Besucher den Lehrlingen über die Schulter schauen. Anja und Elias von den Schreinern zeigten, wie genau eine CC-Fräse arbeitet und wie die Programmierung funktioniert. Anja erläuterte die Arbeitsschritte und sagte: „Es macht Spaß, per Bildschirm die Daten auf das System zu übertragen.“ Bei den Zimmerern erklärten Tim, Max und Thomas ihr Werk: eine verstellbare Sitzbank, für deren Planung und Produktion sie verantwortlich waren.

Fachlehrer Jürgen Engels berichtete, dass die Lehrlingszahl der Schreiner von 36 im Vorjahr auf heuer 27 gesunken sei. Auch Stefan Kienle, Fachlehrer der Zimmerer, wünscht sich mehr Zimmereilehrlinge. Die Nachfrage aus den Betrieben sei groß. Aber der Zimmererberuf sei nicht einfach, sagte Kienle.

Das Werkstattfest der Schreiner und Zimmerer erfreut sich stets großer Beliebtheit. Am Samstag waren auch viele ehemalige Schüler unter den Besuchern in Aichach. (ech)

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