1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Schüler machen Kunst aus Holzkisten und Traktorteilen

Aichach

05.03.2018

Schüler machen Kunst aus Holzkisten und Traktorteilen

St%c3%bchle1.JPG
2 Bilder
Auf diesen Stühlen sitzt jeder bequem. Das wurde von den Konstrukteuren versichert.
Bild: Manuela Rieger

Schüler des Kunst-Wahlfachs am Deutschherren-Gymnasium in Aichach zeigen ihre Werke aus eineinhalb Jahren.

Die Schüler des Kunst-Wahlkurses des Deutschherren-Gymnasiums haben in ihrer zweiten Vernissage – die erste war 2015 – ihre Werke vorgestellt, die im Laufe der Oberstufe unter der Führung von Kunsterzieherin Claudia Anderl entstanden sind.

Die Vernissage am Freitagabend wurde durch die neue Schulleiterin des Gymnasiums, Renate Schöffer, eröffnet. Sie hielt eine begrüßende und einleitende Rede, um die zahlreichen Gäste willkommen zu heißen. Anschließend führte Claudia Anderl die Gäste in die Ausstellung ein und lieferte Erklärungen zu den gezeigten Werken.

Nach der Eröffnung konnten sich die Gäste einen Überblick über eineinhalb Jahre kreativer Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen und Gestaltungsrichtungen aus der Kunstgeschichte verschaffen. Malerei, Skulpturen, Objekte oder Arbeiten mit Stanniol sind ein paar der vielen Kunstrichtungen, mit denen sich die Schüler auseinandergesetzt haben. In den bildnerischen Werken haben sie unterschiedliche Bildauffassungen verwirklicht – und dies mit allen Maltechniken, sogar Kugelschreiberzeichnung und Bleistiftarbeiten wurden zu Papier gebracht. Im Zentrum der Ausstellung stehen Hochstühle, die noch bis Ende des Schuljahres zu sehen sind. Aus den verschiedensten Materialien, größtenteils Recycling-Produkten, entstanden unterschiedlichste Sitzgelegenheiten, sei es aus beleuchteten Holzkisten, dünnen Ästen oder knorrigen Stämmen, Autoreifen oder anderen Autoteilen, einem Snowboard oder alten Traktorteilen – mit pfiffigen Zusatzelementen, wie Leuchtmitteln, bekamen die Arbeiten ihren eigenen Reiz. Diese Werke standen im Zentrum der Vernissage und zogen mit ihrer gestalterischen Gewalt die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich. Zudem wurden zu den einzelnen Arbeiten Skizzenblätter angefertigt, die Aufschluss über die Entstehung geben. Begeistert zeigte sich der Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann vom Schaffen der Schüler und beteiligte sich überzeugend an der Arbeit mit Stanniol. Vor allem das große Engagement für das Additum Kunst beeindruckte ihn, das nur einen kleinen Teil im Notenspiegel darstellt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Wichtig für Claudia Anderl war die praktische Erfahrung der Präsentation. Wie wird ein Bild gerahmt oder die Zusammenstellung einer Hängung gewählt? Welche Skulpturen und Objekte können nebeneinander bestehen? Oder sollte doch lieber nach Themen präsentiert werden?

Während der Dauer der jeweils halben Schulsemester wurden Themen erarbeitet, zu denen die Schüler etwas beizutragen hatten, die dann auf Papier gebracht oder mit anderen Materialien umgesetzt wurden, egal ob Mensch und Design, Verpackung, Form und Plastizität, Architektur oder Natur. Auch das Miteinander und die Kommunikation fanden Einzug in die Auswahl. Die Gäste waren sich alle sicher, dass die Damen und beiden Herren des Additums Kunst ihre ersten Erfolge verbuchen können und auf einem guten Weg seien, ihr Talent weiter auszubauen.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%202017Dorf(1)(1).tif
Ausstellung

Der Unschärfe Konturen geben

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen