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Aichach-Friedberg

03.01.2019

Schulen und Straßen: Dafür gibt der Kreis 2019 Geld aus

Der Landkreis investiert 2019 rund 18 Millionen Euro in Hoch- und Tiefbau.
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Der Landkreis investiert 2019 rund 18 Millionen Euro in Hoch- und Tiefbau.
Bild: Symbolfoto/Alexander Kaya

Plus Das Wittelsbacher Land investiert in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro. Wo die Investitionen zunehmen und wo weniger ausgegeben wird.

Der Landkreis nimmt so viele Geld ein wie nie zuvor, er gibt aber auch viel Geld aus. Die Personalkosten für 2019 liegen laut Etatansatz bei 20 Millionen. In etwa genauso hoch sind die Investitionen des Wittelsbacher Landes in Hoch- und Tiefbau, beziehungsweise in die Ausstattung – vor allem für die Digitalisierung der Kreisschulen . Im Zuge der Etatberatungen stellten die Sachgebiete ihre aktuellen Projekte, aber auch das Programm für die nächsten Jahre in den Ausschüssen des Kreistags vor.

Aus der Steuerquelle sprudelt (noch) sehr viel Geld. Die sogenannte Umlagekraft des Landkreises (das sind die Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen aller 24 Kommunen) liegt heuer bei rund 150 Millionen Euro – das ist Zweieinhalbmal so viel wie vor 20 Jahren. Etwas weniger als die Hälfte davon fließt seit Jahren als Umlage in die Kasse des Landkreises. So gut können die Steuereinnahmen aber gar nicht sein, wie neue Aufgaben für den Kreis aus dem Boden wachsen. Dazu kommen Projekte, die im vergangenen Jahr geschoben wurden, um die mühevoll über Jahre hinweg reduzierte Verschuldung nicht gleich wieder nach oben zu treiben.

Im Hochbau werden heuer laufende Projekte wie die Sanierung des Friedberger Gymnasiums und der Sporthalle fortgeführt. Auch was schon nahezu (Gymnasium Mering) oder komplett fertig ( Klinikneubau Aichach ) ist, steht noch mit Millionenbeträgen im Investitionsplan. Gleichzeitig laufen heuer Planungen für die neuen Aufgaben an: Der Erweiterungsbau am Landratsamt, die Generalsanierung des Erweiterungsbaus der Aichacher Realschule, die Erweiterung der Beruflichen Oberschule in Friedberg und als größtes Projekt der Neubau der Vinzenz-Pallotti-Förderschule in Friedberg. Baubeginn soll dann jeweils ab 2020 sein.

Zur Münchner Straße hin (Vordergrund) soll das Landratsamt in Aichach erweitert werden.
Bild: Erich Echter

Aichach-Friedberg: Kreis investiert in Bildung

Die Ausgaben für die Kreisstraßen liegen im Vergleich zu den Bildungsinvestitionen seit Jahren auf niedrigem Niveau. Das Wittelsbacher Land hat im vergangenen Jahrzehnt sehr viel Geld in Asphalt angelegt – vor allem in den Bau des Friedberger Autobahnzubringers AIC 25 neu, aber auch in die Sanierung einer Reihe von Kreisstraßen. 2019 stehen nur zwei Projekte ganz im Landkreissüden im Programm: Zum einen der mehrmals geschobene Bau eines Kreisverkehrs an der unfallträchtigen Kreuzung der AIC12 mit der Straße zum Merchinger Lechstausee und der Ausbau der weiteren Strecke in Richtung Unterbergen (Gemeinde Schmiechen). In Schmiechen selbst soll heuer die Ortsdurchfahrt neu gemacht werden.

Zu diesen großen Investitionen kommen viele meist kleinere in den Gebäudebestand. Größter Brocken des Sachgebiets Gebäudewirtschaft ist in diesem Jahr die Sanierung der Tartan-Laufbahn und der weiteren Allwetteranlagen für Leichtathletik und Basketball im Josef-Bestler-Sportstadion am Aichacher Schulzentrum für 0,6 Millionen Euro. Dazu kommen in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Euro für den laufenden Bauunterhalt der Kreisgebäude. Zum Beispiel der Austausch des Bodens in der Aichacher Vierfachsporthalle (250000) Euro.

Insgesamt steuert das Wittelsbacher Land beim Bauvolumen weiter auf Rekordkurs. Noch nie in seiner 45-jährigen Geschichte hat der Landkreis so viel Geld in Gebäude und Straßen investiert wie in den vergangenen Jahren. Das lag vor allem an der zeitlichen Überschneidung der Großprojekte Klinik Aichach und Gymnasium Mering. In den Jahren 2015 und 2016 wurden jeweils rund 27 Millionen Euro verbaut. 2017 waren es 32 Millionen, im vergangenen Jahr belief sich das Baubudget auf 20 Millionen und heuer sind es laut Plan rund 18 Millionen (ohne Ausstattungen) – macht zusammen in etwa 125 Millionen Euro in fünf Jahren. Allein in den Schulbau hat das Wittelsbacher Land seit dem Jahr 2000 über 130 Millionen Euro gesteckt – ein Ende ist übrigens nicht in Sicht.

Diese Bauprojekte werden 2019 finanziert

Hochbau-Investitionen 2019

Insgesamt 8,8 Millionen Euro für bereits begonnene Projekte, bzw. Planungs- und Grundstückskosten (ohne Krankenhaus Aichach)

Zuschüsse 3,3 Millionen Euro

Landratsamt Aichach Erweiterung (Kostenschätzung: 8,6 Millionen Euro, 2019: 250000 Euro, Baubeginn: ab 2020)

Realschule Aichach Generalsanierung Erweiterungsbau (Gesamtkosten: 5,1 Millionen Euro, Ansatz 2019: 50000 Euro, Baubeginn ab 2020)

Gymnasium Friedberg Teilgeneralsanierung Schulgebäude und Sporthalle (Gesamtkosten: 13,8 Millionen Euro, 2019: 4 Millionen Euro)

FOS/BOS Friedberg Erweiterung (Gesamtkostenschätzung: 3,7 Millionen Euro, 2019: 200000 Euro, Baubeginn: ab 2020)

Vinzenz-Pallotti-Schule Friedberg Neubau Schule, Sporthalle, Freisportanlage (Gesamtkosten-Schätzung: 28,8 Millionen Euro, 2019: 2,1 Million vorrangig für den Grundstückskauf, dazu Planungskosten)

Gymnasium Mering Neubau (Gesamtkosten: 32,6 Millionen Euro, Ansatz 2019: 1,1 Millionen Euro für Mensa und Ausstattung)

Realschule Mering Sanierung WCs und Heizzentrale (Gesamtkosten: 1,9 Millionen, 2019: 1,2 Millionen Euro)

Hochbau-Programm bis 2023

Realschule Friedberg Sporthalle Generalsanierung (Gesamtkostenschätzung: 1,9 Millionen Euro, Baubeginn: ab 2023)

Berufsschule Friedberg Generalsanierung Haus 3+3a (Gesamtkosten: 6,1 Millionen Euro, ab 2022)

Gymnasium Mering Sporthalle Teilkauf und Sanierung Ambérieu-Halle (Gesamtkosten: 4,6 Millionen Euro, ab 2020)

Bauprogramm Kliniken an der Paar

Krankenhaus Aichach Ersatz-Neubau (Gesamtkosten mit Grundstück: 50 Millionen Euro, Restansatz 2019: 6,9 Millionen Euro). Projekt wird über Kliniketat des Kreises finanziert.

Tiefbau-Investitionen 2019

Insgesamt 2,2 Millionen Euro

Zuschüsse 1 Million Euro

Beteiligung Kommunen 200000 Euro

AIC 2 Höfarten – Kreisgrenze Neubau Geh- und Radweg und Ausbau von Schilberg-Höfarten bis Kreisgrenze Dachau über 1,5 Kilometer (Kosten: 3 Millionen Euro, 2019: 100000 Euro für Planung, Baubeginn 2020)

AIC 12 Mering – Unterbergen Kreisverkehr Abzweigung Mandichosee, Kurvenausbau und Sanierung mit begleitendem Radweg zum Schmiechener Ortsteil über 2,7 Kilometer (Gesamtkosten 3,3 Millionen Euro, 2019: 500000 Euro)

AIC 12/17 Unterbergen Ausbau Ortsdurchfahrten auf insgesamt 0,7 Kilometer (Gesamtkosten: 1,5 Millionen Euro, 2019: 100 000 Euro Planungskosten, Baubeginn: 2021)

AIC 17 Schmiechen Ausbau Ortsdurchfahrt auf ein Kilometer, Gesamtkosten: 2,1 Millionen Euro, 2019: 1,3 Millionen Euro)

AIC 18 Steindorf Ausbau Ortsdurchfahrt auf ein Kilometer Länge (Gesamtkosten: 2,1 Millionen Euro, 2019: 50 000 Euro Planungskosten)

Tiefbau-Investitionen bis 2023

AIC 9 Aindling – Lechbrücke Neubau Geh- und Radweg auf 2,5 Kilometer (Kosten: 1,5 Millionen Euro, Baubeginn: ab 2021)

AIC 21 Wessiszell – Weinsbach Ausbau Ortsdurchfahrt Wessiszell (Dasing) bis Einmündung AIC 10 auf zwei Kilometer (Kosten: 4,5 Millionen Euro, Baubeginn: ab 2022)

AIC 27 Reicherstein Ausbau Ortsdurchfahrt im Pöttmeser Ortsteil auf 0,6 Kilometer Länge (Gesamtkosten: 1,1 Millionen Euro, Baubeginn ab 2021)

Straßensanierungen bis 2022

Insgesamt 2019 400000 Euro

2019 AIC 12 (Ottmaring – Kissing, drei Kilometer), AIC 14 (Ried-Baindlkirch – Kreisgrenze Fürstenfeldbruck, 0,5 Kilometer), AIC 20 (Laimering – Rieden, 1,2 Kilometer)

2020 AIC 18 (Steindorf - Kreisgrenze Fürstenfeldbruck, drei Kilometer)

2021 AIC 18 (Schiltberg - Kreisgrenze Neuburg, 1 Kilometer), AIC 7 (Paar – Radersdorf, bd. Kühbach), Neubau Radweg 0,5 Kilometer)

2022 AIC 13 (Eurasburg-Hergertswiesen – Kreisgrenze Dachau, 2 Kilometer, AIC 12 (Kissing – Mering, 2,5 Kilometer)

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