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Wittelsbacher Land

06.09.2019

Schwebebahn-Umfrage: Schon 850 haben mitgemacht

Ist die Schwebebahn das Verkehrsmittel der Zukunft? (Symbolbild)

Bis Ende Oktober können vor allem Pendler ihr Interesse an einer Schwebebahn zwischen Augsburg und München-Pasing bekunden. Was dafür verlost wird.

Würden Sie in eine Magnetschwebebahn-Linie einsteigen, die über dem Mittelstreifen der Autobahn A8 zwischen der Auffahrt bei Gersthofen und dem Bahnhof im Münchner Stadtteil Pasing in kurzen Zeitabständen verkehrt) Seit Sonntag läuft die Online-Befragung des Lehrstuhls für Verkehrstechnik der Universität der Bundeswehr München. Bis Ende Oktober können alle, die im Einzugsbereich der untersuchten Strecken wohnen oder arbeiten, daran teilnehmen – und damit helfen, das Fahrgastpotenzial für so eine innovative Verbindung zu ermitteln.

In der ersten Woche war das Interesse schon außergewöhnlich hoch, freut sich Michaela Tießler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl. Bis Freitag Nachmittag ist der Fragebogen über 850 mal beantwortet worden. Bei einer vergleichbaren Online-Befragung zu einem Verkehrsprojekt der Stadt München (Gondel entlang des Frankfurter Rings) seien es über den ganzen Befragungszeitraum nur rund 700 Teilnehmer gewesen. Klar ist, je größer die Beteiligung umso aussagekräftiger ist das Ergebnis.

Aichach-Friedberg: Vor allem genervte München-Pendler machen wohl mit

Vor allem genervte München-Pendlern aus der Region sind potenzielle „Kunden“ für die Umfrage. Wer regelmäßig mit dem Auto im Stau auf der Autobahn steht, hat Interesse an Alternativen und innovativen Nahverkehrskonzepten für den Großraum. Im Kern steht folgende grundsätzliche Fragestellung: Könnten Sie sich vorstellen, ihr Fahrzeug an einem Park-and-ride-Platz zum Beispiel in Dasing oder Adelzhausen abzustellen, um dort in ein anderes Transportmittel wie zum Beispiel eine Magnetschwebebahn einzusteigen und über der A8 mit 150 Kilometern in der Stunde in Richtung Landeshauptstadt zu düsen? Ein Magnetbahn-Transportsystem (TSB), wie es das Bayerische Bauunternehmen Max Bögl konzipiert hat (wir berichteten, siehe Bild), könnte bei maximaler Ausnutzung bis zu 30000 Menschen pro Fahrtrichtung und Stunde befördern.

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Auftraggeber für die Studie der Uni ist der Nachbarlandkreis Dachau. Dabei soll das Fahrgastpotenzial für innovative Verkehrsmittel auf drei Verbindungen untersucht werden. Neben einer A-8-Parallele geht es auch um die Strecken zwischen Dachau und München-Nord sowie zwischen Haimhausen und Lohhof. Während hier auch deutlich langsamere Verkehrsmittel wie Seil- und Pendelbahnen oder sogenannte Minimetros (Spezialform einer Standseilbahn) in Betracht kommen, ist für die etwa 60 Kilometer lange Verbindung auf der Autobahn zwischen Augsburg-West und Pasing eigentlich nur ein Schienen- oder Schwebebahnsystem sinnvoll. Die Fahrzeit liegt bei etwa 45 Minuten. Für eine leistungsfähige und attraktive Verbindung braucht es dreizehn Haltestellen mit Park-and-ride-Plätzen vorrangig an den A-8-Auffahrten, so die Universität in einer Projektvorstellung vor Kreistagsgremien im Landkreis Dachau. Im Wittelsbacher Land wäre das in Derching (Friedberg), Dasing, Adelzhausen und weiter in Richtung Osten im Kreis Dachau in Odelzhausen, Sulzemoos und Bergkirchen-Gewerbepark.

Schwebebahn: Das neue Verkehrsmittel verbraucht kaum Fläche

Eine schnelle Verbindung nach München zwischen den bestehenden S-Bahn-Ästen S2 (Altomünster, Kreis Dachau) und S3 (Mammendorf, Kreis Fürstenfeldbruck) wird seit Jahrzehnten in den westlichen Umlandkreisen der Metropole gefordert. Die von der Uni jetzt vorgeschlagenen innovativen Verkehrsmittel haben gemein, dass sie kaum Flächen verbrauchen, vollautomatisch und fahrerlos funktionieren und mit Strom betrieben werden können. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse sollen bis März nächsten Jahres vorliegen.

Die Befragung läuft zwei Monate bis Ende Oktober unter https://survey.unibw.de/dachau.

Unter allen Teilnehmern der Befragung werden vom Landkreis Dachau ein Tagesausflug zur Zugspitze inklusive Bayernticket und Seilbahnfahrt zum Gipfel für zwei Erwachsene und zwei Kinder, sowie zwei Mal ein Tagesausflug zum Wendelstein inklusive Bahnticket und Seilbahnfahrt zum Gipfel für zwei Erwachsene und zwei Kinder verlost.

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