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Aichach

17.05.2017

Schwertransporter-Unfall auf B300: Bald wieder Tempo 100 erlaubt

Beim Unfall mit einem Schwertransporter auf der B 300 bei Aichach wurde die Brücke über der Ecknach beschädigt.
Bild: Erich Echter

Nach dem Schwertransporter-Unfall bei Aichach wird die Leitplanke auf der Bundesstraße 300 bis zum Mittwochabend erneuert. Wie hoch fallen die Kosten aus.

Der spektakuläre Unfall mit einem Schwertransporter auf der Bundesstraße 300 bei Aichach wirkt sich immer noch auf den Verkehr dort aus. Weil Leitplanke und Geländer der Ecknachbrücke beschädigt wurden, gilt dort seitdem Tempo 60. Spätestens am Mittwochabend soll sich das ändern, teilt Uwe Fritsch, Leiter des Bereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Augsburg, mit.

Wie berichtet, war in der Nacht auf den 3. Mai der Nachläufer eines Schwertransporters zwischen den Anschlüssen Aichach-Süd und Aichach-West bei der Brücke von der Fahrbahn abgekommen. Seine Ladung – ein 70 Tonnen schwerer Brückenträger für die Ackermann-Brücke in Augsburg – rutschte vom Fahrzeug – teils auf die Straße, teils neben die Ecknachbrücke. Deren Statik war glücklicherweise nicht beeinträchtigt, wie Fachleute am Tag nach dem Unfall feststellten. Die Brücke hätte sonst für längere Zeit gesperrt bleiben müssen.

Ecknachbrücke: Bald darf wieder 100 gefahren werden

Das Geländer und Teile der Schutzplanken wurden jedoch stark beschädigt. Bereits am Tag nach dem Unfall hat die Straßenmeisterei die Schutzplanken provisorisch ergänzt. Ohne vollständiges Geländer ist die Konstruktion aber nur für Geschwindigkeiten bis 60 Stundenkilometer zugelassen, erläutert Fritsch. Das heißt: Bis zu diesem Tempo kann sie einen Absturz von der Brücke verhindern.

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Wie Fritsch berichtete, wird an der Unfallstelle jetzt ein neues Schutzplankensystem installiert, das auch ohne Geländer für Tempo 100 zugelassen ist. Die Arbeiten haben bereits in der Nacht auf Dienstag begonnen und sollen heute, spätestens bis heute Abend, abgeschlossen werden.

Dann kann das Tempolimit dort wieder aufgehoben werden. Das fehlende Geländer muss noch angefertigt werden. Spätestens bis Ende Juni soll aber auch das erneuert sein, so Fritsch. Das Geländer sei trotz der neuen Schutzplanke für die Sicherheit notwendig, für den Fall, dass Mitarbeiter der Straßenmeisterei oder Menschen, zum Beispiel nach einer Autopanne, den Notgehweg dort benutzen.

Die Kosten für das neue Schutzplankensystem belaufen sich auf 15.000 Euro

Die Alternative zu dem neuen Schutzplankensystem wäre wie berichtet eine komplette Sanierung der Brückenoberfläche gewesen. Die wäre auf jeden Fall frühestens im Jahr 2018 möglich gewesen und soll nun erst in ein paar Jahren in Angriff genommen werden, so Fritsch.

Das neue Schutzplankensystem soll übrigens nicht nur an der Ecknachbrücke ausgetauscht werden. Nach und nach wird das auch an den weiteren vier Brücken der B300 im Bereich zwischen Dasing und der Grenze zum Landkreis Neuburg-Schrobenhausen hinter Kühbach geschehen, berichtet Fritsch. Die Ecknachbrücke sei nun wegen des Unfalls die erste. Für sie belaufen sich die Kosten dafür auf 15.000 Euro, für alle fünf Brücken werden es rund 100.000 Euro sein.

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