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Architektouren

24.06.2015

Sehen, wie's drinnen aussieht

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4 Bilder
Das Haus der Familie Hofmann in Obergriesbach ist bei den Architektouren 2015 dabei. Am 27. und 28. Juni können es sich Interessierte von Innen und Außen ansehen und mit dem Bauherren und Architekten sprechen.

Interessierte können am Wochenende auch das besondere Hanghaus der Familie Hofmann in Obergriesbach besichtigen

Obergriesbach 284 Architekturprojekte hat ein Beirat der Bayerischen Architektenkammer ausgewählt. Sie werden im Rahmen der „Architektouren 2015“ präsentiert. Interessierte können sich die Gebäude und Grünanlagen ähnlich wie an einem Tag der offenen Tür ansehen und mit Bauherren und Architekten sprechen. Neben öffentlichen Gebäuden sind auch Privathäuser dabei, die sonst nicht ohne Weiteres besichtigt werden können.

Mit ihren Werken konnten sich neben klassischen Architekten auch Innen- und Landschaftsarchitekten mit jeweils drei Projekten bewerben. Unter den Gewinnern ist auch ein Haus im Wittelsbacher Land.

Es gehört der Familie Hofmann und steht in Obergriesbach. Fertiggestellt wurde es 2012, die Hofmanns zogen damals zu zweit ein. 2013 kam ihr erstes Kind auf die Welt. Ab August wird die Familie zu viert in dem Haus wohnen.

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Der Entwurf stammt aus dem Architekturbüro Fußner und Kühne in Friedberg. Christian Fußner freut sich, dass das Haus jetzt bei den „Architetouren“ auch für die Öffentlichkeit zugänglich wird. „Für uns als Architekten ist das eine tolle Auszeichnung. Man sieht, dass es sich gelohnt hat.“

Das findet auch Bauherr Thomas Hofmann. „Super war, dass das Architekturbüro wissen wollte, welche Bedürfnisse und Vorschläge wir haben“, erzählt er. Ihm war zum Beispiel besonders die Aussicht von der Terrasse wichtig. „Das ist einfach ein sehr schöner Blick Richtung Berge.“ Nach den Vorschlägen der Familie stellten die Architekten einen Entwurf vor. Ungewöhnlich daran war, dass keine einzige der Außenmauern einen 90-Grad-Winkel bildet.

Das ist wohl einer der Gründe, warum es das Haus in die Liste der „Architektouren“ geschafft hat. Der Beirat der Bayerischen Architektenkammer war auf der Suche nach besonderen Projekten, die innerhalb der vergangenen drei Jahre fertiggestellt wurden. Doch neben den Winkeln der Außenwände gibt es noch andere Besonderheiten. „Es ist vor allem die Lage am Hang“, erklärt Architekt Fußner. „Es ging uns darum, sich mit dem Bau auf den Hang einzulassen.“

Vor Ort wird schnell klar, was Fußner damit meint: Über eine Treppe gelangen Besucher von der Straße zur Eingangstür und damit ins Erdgeschoss. Sie betreten eine moderne Küche und ein offen gestaltetes Wohnzimmer. Auf der Rückseite des Hauses führt eine Tür, dieses Mal ohne Treppe, in den Garten. So ist das Haus direkt in den Hang eingebaut. Im Garten gibt es einen Schwimmteich und ein Spielgerüst für den Nachwuchs. Im Keller sind die Garage und ein Büro mit natürlicher Beleuchtung untergebracht. Vom Oberschoss aus kommt Hofmann auf die Dachterrasse mit der beeindruckenden Aussicht.

Hofmanns Heim ist zudem ein Niedrigenergiehaus: „Für die Zukunft war es uns wichtig, dass das Haus wenig Energie verbraucht. Die fossilen Brennstoffe werden weniger, wir sind davon unabhängig.“

Bei den „Architektouren“ haben Interessierte die Möglichkeit, das Haus von außen und innen anzusehen. Architekt Fußner ist am Samstag vor Ort, am Sonntag führt eine Mitarbeiterin aus seinem Büro die Besucher herum. Die Hofmanns stehen für Fragen zur Verfügung.

Für Kinder gibt es zum Jubiläum der Aktion einen Wettbewerb: Wenn ihnen bei der Besichtigung etwas Besonderes auffällt, sollen sie Fotos machen und diese per Mail an matzig@byak.de schicken. Die besten Fotografen erhalten einen Buchpreis, die Gewinnerfotos werden im Deutschen Architektenblatt abgedruckt. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Jeder Teilnehmer darf bis zu drei Fotos einschicken.

Adresse Das Haus der Familie Hofmann, Hochblick 3, in Obergriesbach steht den Besuchern am Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni, jeweils zwischen 14 und 16 Uhr offen.

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