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Ausstellung

24.06.2017

Sein ganz eigener Stil ist farbenfroh

Der Künstler John Lewis im Gespräch mit einer Besucherin. Im Hintergrund sein Bild „Berggeist“.
2 Bilder
Der Künstler John Lewis im Gespräch mit einer Besucherin. Im Hintergrund sein Bild „Berggeist“.
Bild: Gerlinde Drexler

Ein Künstler aus der Dominikanischen Republik präsentiert seine Werke zum ersten Mal in Deutschland. Warum es Aichach ist

Aichach Es sind farbenfrohe und eigenwillige Bilder, die derzeit in der Sparkassen-Galerie Aichach ausgestellt sind. Zum ersten Mal zeigt der Künstler John Lewis, der in der Dominikanischen Republik geboren wurde, in Deutschland einen Querschnitt seiner Arbeiten. Lewis, der seit rund zwei Jahren in Augsburg lebt, hat seinen eigenen Stil gefunden, den er in Aichach unter dem Motto „Vision einer Verwandlung“ noch bis Anfang September präsentiert.

Die lebhaften Farben der Bilder fallen als Erstes auf, erst dann fällt der Blick des Betrachters auf das Motiv – und wird dort wahrscheinlich erst einmal verharren. Denn die Bilder von Lewis sind nur auf den ersten kurzen Blick eindeutig. Der 48-Jährige schafft es, mehrere kleine Motive zu einem großen zu kombinieren. Birgit Cischek, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen, drückte es bei der Vernissage am Donnerstag so aus: „Er hat die Fähigkeit, Dinge so zu kombinieren, dass am Ende aus vielen verschiedenen Elementen ein harmonisches Ganzes entsteht.“

Schon von klein auf zeigte Lewis großes Interesse an der Bildenden Kunst – speziell am Zeichnen. Bevor er sich jedoch ganz der Kunst widmete, machte er in der Dominikanischen Republik an der Schule seinen Abschluss in Naturwissenschaften. Mit viel Elan und autodidaktisch entwickelte er dann sein künstlerisches Talent. Auf Wunsch fertigt er Porträts oder Wandgemälde an, bemalt zum Beispiel Spiegel, Hauswände oder sogar Swimmingpools. Der vielseitige Künstler dekoriert Wohnungen und arbeitete auch schon als Dekorateur fürs Theater. Das alles stellte ihn jedoch nicht zufrieden. Lewis fühlte sich nicht ausgelastet. Er suchte seinen eigenen Stil, der ihn unverwechselbar macht. Eben sein Markenzeichen, das ihn von anderen Künstlern seines Heimatlandes unterscheidet. Die Ideen für seine Bilder seien alle bei ihm im Kopf, hatte Lewis Cischek erzählt. Kleinigkeiten, wie ein Wasser- oder Schmutzfleck an der Wand, könnten ihn dabei schon inspirieren. Sein Ziel ist, die Fantasie der Menschen zu aktivieren, um seine Bilder und seine Gedanken für jeden ersichtlich zu machen. Der Betrachter ist also gefordert, die Botschaften der Kunstwerke zu erforschen.

Und wie kam die Verbindung nach Aichach zustande? Über Claudia Herguth, eine Freundin von Lewis’ Frau. Sie machte den Künstler auf die Sparkassen-Galerie aufmerksam. Bisher hatte er seine Arbeiten nur in der Dominikanischen Republik ausgestellt. 2010 war er einer der Künstler einer erfolgreichen Gemeinschaftsausstellung im Dominico-Amerikanischen Kulturinstitut in Santo Domingo, der Hauptstadt des Landes.

Ausstellung „Vision einer Verwandlung“ ist bis 1. September während der Öffnungszeiten in der Sparkassen-Galerie, Donauwörther Straße, zu sehen.

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