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31.05.2010

Seit 125 Jahren als Helfer in der Not für die anderen da

Zur Prominenz im Festumzug zählten nebst Bürgermeister Franz Schindele (links) samt Gattin auch der stellvertretende Landrat Rupert Reitberger und Gattin sowie die zweiten und dritten Bürgermeister, Sisi Veit-Wiedemann (2.v.r.) und Thomas Huber.
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Zur Prominenz im Festumzug zählten nebst Bürgermeister Franz Schindele (links) samt Gattin auch der stellvertretende Landrat Rupert Reitberger und Gattin sowie die zweiten und dritten Bürgermeister, Sisi Veit-Wiedemann (2.v.r.) und Thomas Huber.

Pöttmes-Schnellmannskreuth Wenn's brennt, holt man die Feuerwehr, wenn's regnet, holt man den Schirm! Den benötigte man auch, um den kurzen, aber heftigen Regenguss abzuwehren, der am Sonntag über dem Festumzug in Schnellmannskreuth niederging. Das trübte die Begeisterung der Beteiligten jedoch nur geringfügig. Tapfer wurde weitermarschiert und gespielt.

Nur die schönen Fahnen mussten in der Plastikschutzhülle bleiben, doch die hatten die Männer ja bereits beim Festeinzug schwingen lassen. So war das Fest mit jeweils fast 1000 Gästen am Samstag und Sonntag doch ein voller Erfolg und die viele Arbeit vor und während der Festtage hat sich gelohnt.

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Musik unterschiedlicher Qualität und Lautstärke bestimmte einen Großteil der Festivitäten: Der Auftakt am Freitagabend war eine lautstarke Rockparty mit DJ "J-Go", samstags stieg man mit der Show- und Partyband Chari-Vari auf Tische und Bänke, und den Ausklang bildeten am Sonntag die "Westendorfer Musikanten".

Besinnlicher war der Gottesdienst am Samstagvormittag, den Herta Huber mit ihrem Jugendchor umrahmte, während die Jugendkapelle Pöttmes den Festgottesdienst im Zelt mitgestaltete. Wilfried Schimmels Idee, all diejenigen einzuladen, die sich in irgendeiner Weise mit Kreuth verbunden fühlten, fand großen Anklang. Gute 100 "Ehemalige" kamen und ließen die lang zurückliegenden Erlebnisse am Samstag bei Schweinebraten, Kaffee und Kuchen wiederaufleben (siehe Artikel unten). Währenddessen knatterten an die 70 blank geputzte Oldtimer auf die Festwiese. Die stolzen Besitzer stammten aus dem Landkreis Aichach-Friedberg beziehungsweise aus dem Donaumoos. Mit dem Einzug des Patenvereins Oberbachern und dem Empfang einer ganzen Reihe weiterer Vereine begannen die eigentlichen Festlichkeiten zum 125. Jubiläum.

Seit 125 Jahren als Helfer in der Not für die anderen da

Erster Kommandant Xaver Wanner gab einen kurzen Rückblick zur Vereinschronik, Bürgermeister Franz Schindele schritt zum Bieranstich, die fleißigen Bedienungen kredenzten saftigen Ochsen- oder Schweinebraten und Kreisbrandrat Gerhard Orteld und Kreisbrandinspektor Erich Poisl nahmen die Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder vor (siehe Seite 4). Der Bürgermeister bezeichnete die Geehrten als "schlagkräftige Mannschaft", auf die man stolz sein könne.

Jugendkapelle startete um 6 Uhr

Am Sonntagvormittag schlug der "Wettergott" gnadenlos zu. Der traditionelle Weckruf der Festdamen musste kurzerhand ins Festzelt verlegt werden. Dort wartete seit 6 Uhr nicht nur die Jugendkapelle Pöttmes auf die Damen. Auch Xaver Wanner und seine Mannen bereiteten sich auf den Ansturm der über 50 Vereine vor, während Josef Vogl jeden Verein einzeln ausrief und begrüßte. Vor vollen Rängen zelebrierte Pfarrer Thomas Rein den Gottesdienst. In seiner Predigt erwähnte er all die Eigenschaften und Tugenden eines Feuerwehrmanns, die man an diesem Tag noch öfter hören sollte. Er sprach vom Gemeinsinn und der Verbundenheit mit dem Nächsten, von schneller, uneigennütziger Hilfe in der Not und davon, dass der Mensch seinen Verstand einschalten solle, bevor er vorschnell handelt.

Franz Schindele erwähnte in seiner Laudatio das vorbildliche Engagement des Vereins im sozialen und gesellschaftlichen Miteinander, ohne das es keine echte Dorfgemeinschaft gebe. Genau davon zeuge das Fest, ergänzte der stellvertretende Landrat Rupert Reitberger. Er betonte, dass es eines strikten Werte- und Regelkatalogs bedürfe, um effektive Hilfe zu gewährleisten.

Geschenke wurden ausgetauscht und zuletzt gedachte man all der Toten, die in den vergangenen Jahren dem Verein unschätzbare Dienste geleistet hatten, so auch des langjährigen Kommandanten Josef Schmid, der 1996 verstarb. Über 50 Vereine sowie vier Musikvereine aus Pöttmes, Baar, Kühbach und Obergriesbach gestalteten den farbenprächtigen Umzug.

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