Newsticker

Krankenkasse DAK: Corona-Krise hat Fehlzeiten bislang nicht erhöht
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Seit 25 Jahren Priester: Warum Eberhard Weigel seinen Beruf liebt

Adelzhausen

25.06.2020

Seit 25 Jahren Priester: Warum Eberhard Weigel seinen Beruf liebt

Beinahe 20 Jahre lang ist der 56-jährige Eberhard Weigel schon Pfarrer von Adelzhausen. Diese Woche feiert er sein 25. Priesterjubiläum.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Eberhard Weigel ist seit 25 Jahren Priester, seit fast 20 Jahren in Adelzhausen. Wie er zur Kirche kam und warum er den Augsburger Bischof seit langem kennt.

Zu seinen ersten großen Projekten gehörte die Renovierung des Pfarrhauses in Adelzhausen. Darin wohnt Pfarrer Eberhard Weigel seit 19 Jahren. Vor 25 Jahren wurde der heute 56-Jährige zum Pfarrer geweiht. Seit 20 Jahren ist er in der Pfarreiengemeinschaft Adelzhausen tätig. Sein Weihejubiläum wird Weigel am Sonntag, 28. Juni, mit Dankgottesdiensten feiern. Ob er im Herbst, wenn sich seine 20 Jahre in Adelzhausen jähren, größer feiern kann, hängt von den Corona-Auflagen ab. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt Weigel, wie er zur Kirche und zu seinem Beruf fand.

Adelzhausens Pfarrer Weigel: „Kirche ist etwas wunderbar Schönes“

Schon früh war Weigel bewusst, dass er Pfarrer werden wollte. Schon mit etwa 18 Jahren habe er das anvisiert, erinnert er sich und ergänzt: „Ich habe Kirche immer als etwas wunderbar Schönes erlebt. Schon von Kindesbeinen an.“ Seine Eltern engagierten sich in der Pfarrgemeinde von Neugablonz, einem Stadtteil von Kaufbeuren im Allgäu, wo der 56-Jährige aufwuchs. Weigel selbst war in der Jugendarbeit der Kirche aktiv. „Es war eine Zeit, wo man sich für den Glauben interessiert hat und interessante Persönlichkeiten traf.“

Der heutige Augsburger Bischof Bertram Meier war zum Beispiel damals Diakon in Weigels Pfarrgemeinde. An Meiers Priesterweihe kann sich Weigel, der damals schon katholische Theologie am Spätberufenengymnasium in Augsburg und Freiburg studierte, noch erinnern. Am 6. Juni war Bertram Meier zum neuen Bischof von Augsburg geweiht worden.

Mit einem feierlichen Weihgottesdienst erhielt der Augsburger Bischof Bertram Meier seine Bischofsweihe. Auch Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeisterin waren vor Ort.
26 Bilder
Bischofsweihe von Bertram Meier in Bildern
Bild: Silvio Wyszengrad

Nach seinem Abschluss als Diplomtheologe machte der heute 56-jährige Weigel ein einjähriges Pastoralpraktikum in Lindau am Bodensee. Dort arbeitete er auch, ebenso wie in der Wieskirche, als Aushilfspriester. Nach seiner Priesterweihe am 25. Juni 1995 war Weigel als Kaplan in Weilheim und zwei Jahre lang in der Pfarrei Aichach. Seit September 2000 ist der 56-Jährige Pfarrer in Adelzhausen. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören heute neben Adelzhausen auch der Ortsteil Heretshausen, Tödtenried (Gemeinde Sielenbach) und Hohenzell (Gemeinde Altomünster).

Schon als Kaplan in Weilheim begann Weigel, sich intensiver mit der Notfallseelsorge auseinanderzusetzen. Zu seiner zweiten Dienstprüfung 1998 verfasste er eine Arbeit mit dem Titel „Notfallseelsorge und Feuerwehr“. 1999 folgte eine Ausbildung zum Fachberater Seelsorge, dem sich 2003 ein Aufbaukurs Notfallseelsorge anschloss.

Adelzhausener Pfarrer ist Landkreisbeauftragter der Notfallseelsorge

Seit September 2005 ist Weigel Landkreisbeauftragter der Notfallseelsorge, die er gemeinsam mit Stefanie Drewes aufbaute. Gemeinsam organisierten sie 2009 die schrittweise Zusammenführung der Systeme mit der Notfallseelsorge Augsburg und den Kriseninterventionsteams der Malteser und dem Roten Kreuz.

Weigel sagt zur Entwicklung der Notfallseelsorge: „Aus dem ursprünglich sehr kleinen Kreis sind wir zu einer veritablen Gruppe gewachsen.“ Der 56-Jährige betont: „Ich empfinde es als eine unglaubliche Bereicherung, was an Laienseelsorge in dem Bereich geleistet werden kann.“ Bis es so weit war, habe man aber auch „viele dicke Bretter bohren“ müssen.

Renovierung des Pfarrhauses war eines seiner ersten Projekte

Zu seinen ersten Projekten, die er als Pfarrer in Adelzhausen in Angriff nahm, gehörte die Renovierung des Pfarrhauses. Beeindruckt war der Seelsorger vom Engagement der Adelzhauser, die innerhalb von rund neun Monaten um die 10.000 ehrenamtliche Stunden für die Renovierung leisteten. Bei den Arbeiten habe er auf dem Dachboden sowohl das ehemalige Altarbild der Kirche St. Elisabeth als auch ein Bild der Muttergottes in einem ganz schlechten Zustand gefunden, erzählt Weigel. Er ließ beide Bilder renovieren. Heute hängen sie wieder im Altarraum der Kirche.

Davor steht auf einem Provisorium eine Figur der Muttergottes mit einer Marienkerze. Anlässlich seines Jubiläums wünschte sich Weigel, den Notbehelf durch eine Mariensäule zu ersetzen. Der genaue Zeitpunkt wird für ihn eine Überraschung sein.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren