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19.12.2017

Selbstkritisch und kämpferisch

Neuwahlen bei den Jusos Aichach-Friedberg (von links): Daniel Lichtenstern, Sandra Lederer, Fabian Kreutmayr, Christian Gerold, Landtagsabgeordneter Herbert Woerlein, Dominik Lichtenstern und Julia Rieger.
Bild: Joseph Nemeth

Jusos im Landkreis wählen einen neuen Vorstand. Was der Vorstand mit Skepsis verfolgt und was es zu verbessern gilt.

Die SPD-Jugend im Landkreis stellt sich neu auf. Bei der Jahreshauptversammlung der Jusos wurden dem wiedergewählten Vorsitzenden Christian Gerold aus Mering stehen mit Julia Rieger (Mering) und Dominik Lichtenstern (Friedberg) zwei neue Stellvertreter zur Seite gestellt. Als Beisitzer gehören dem Vorstand außerdem Sandra Lederer (Kissing), Daniel Lichtenstern (Friedberg), Fabian Kreutmayr (Dasing), Andreas Santa (Kissing), Wolfgang Holzhauser (Aichach) und Andreas Widmann (Mering) an.

Selbstkritisch zeigten sich die jungen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Bezug auf die verlorene Bundestagswahl. „Wir haben es verpasst, die Leute mit Themen, die sie bewegen, abzuholen und Antworten zu geben. Die Partei war spät dran und teilweise unorganisiert. Trotz guter Aktionen vor Ort konnten wir thematisch nicht punkten“, zog Christian Gerold Bilanz. „Bei der Landtagswahl im kommenden Herbst müssen wir neue Wege gehen.“

Der derzeit diskutierten Neuauflage der Großen Koalition im Bund stehen die Jusos äußert skeptisch gegenüber. „Wir sind nicht der natürliche Koalitionspartner von Frau Merkel. Das Grundgesetz eröffnet ausdrücklich die Möglichkeit einer Minderheitsregierung. Eine Bundesregierung, die auf wechselnde Mehrheiten angewiesen ist, ist zu besonnenerem Handeln angehalten. Ich sehe hier eine klare Chance für eine Stärkung der parlamentarischen Demokratie“, meint etwa Dominik Lichtenstern und fügt hinzu, dass von der SPD auch in einer solchen Konstellation eine „konstruktive Zusammenarbeit“ zu erwarten ist.

Im Anschluss diskutierten die Jungpolitiker über die Chancen und Herausforderungen der Digitalen Revolution. „Künstliche Intelligenz und Roboterisierung klingt für viele nach Science-Fiction. Dabei wird sich die Arbeitswelt der Menschen hierdurch in nur wenigen Jahren bis Jahrzehnten komplett verändern. Wir dürfen nicht glauben, dass Künstliche Intelligenz und Künstliche neuronale Netzwerke vor unserem betrieblichen und privaten Alltag haltmachen werden“ argumentiert Julia Rieger. „Hier muss gerade die Sozialdemokratie Vordenker sein“, sagte Gerold. „Die SPD ist die alte und die neue Arbeiterpartei. Das gilt es zu vermitteln!“ (AN)

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