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20.07.2010

Selten wird ein großes Fest so friedlich gefeiert

Auf Wiedersehen! Mädchen aus der Tanzwerkstatt winken dem achten Friedberger Altstadtfest hinterher. Ob sie in drei Jahren bei der nächsten "Friedberger Zeit" wieder mittanzen? Foto: Andreas Schmidt
Bild: Andreas Schmidt

Friedberg Ein bisschen müde waren gestern viele Friedberger nach Abschluss der zehn Altstadtfesttage. Doch für Bürgermeister Peter Bergmair überwog ein anderes Gefühl: "Wir alle sind rundum zufrieden." Und dies, obwohl mit etwa 160 000 Besuchern der Ansturm von 2007 nicht erreicht wurde. Insbesondere die vergleichsweise schlecht besuchten Samstage machten sich bemerkbar: Am ersten war es ein heißer WM-Tag, am zweiten war es zu nass. Doch Bergmair geht es eh nicht um Besucherrekorde.

Für den Bürgermeister zählt anderes mehr: Beispielsweise, dass auswärtige Freunde, die Kenner von historischen Festen sind, begeistert und beeindruckt von der "Friedberger Zeit" gewesen seien. Dem Altstadtfest sei deutlich anzusehen, dass sich immer mehr Friedberger historisch eingekleidet haben. Darunter mehr junge Leute. Wichtig ist dem Bürgermeister auch die Innenwirkung: "Die Friedberger sind sich nähergekommen." Während sonst oft Trennendes im Vordergrund stehe, sei das Miteinander gepflegt worden.

Für ein Fest dieser Größenordnung gab es erstaunlich wenige Zwischenfälle. "Es war ein friedliches Fest", dies hat sich der städtische Organisationsleiter Frank Büschel von Polizei und Rotem Kreuz bestätigen lassen. Diskussionsstoff bietet das Thema Historientreue. Dass Frank Büschel das im Vorfeld hochgekochte Thema Tomaten nicht zu verbissen sieht, bewies er bei seiner Aburteilung. Dass er dabei in die "verbotene" Frucht biss, ist ihm nicht auf den Magen geschlagen. An der Tomaten-Diskussion könnte es aber aus seiner Sicht mit liegen, dass diesmal viele kritischer hingeschaut haben. "Die Historientreue wurde nicht mehr, aber auch nicht weniger eingehalten als vor drei Jahren", spricht Büschel von "wenigen Ausreißern". Während des laufenden Festes sei es aber schwierig einzugreifen. "Wenn gewünscht, werden wir künftig strengere Maßstäbe anlegen", sagt Büschel. Für die Beraterin der Stadt in Sachen Historientreue, Gabriele Raab, können die Ausreißer das positive Gesamtbild nicht trüben: "Wir hatten noch nie so viele schön geschmückte Stände." Erschrocken ist sie allerdings über manche Elektrobeleuchtung. Sie wünscht sich wieder mehr Kerzenlicht. Die Historientreue wird nach Ansicht von Bürgermeister Bergmair eine Daueraufgabe bleiben.

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