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Paukenschlag für die Kommunalwahl

20.11.2013

Sepp Bichler will’s noch mal wissen

Sepp Bichler tritt für die Unabhängigen als Landratskandidat an.
Bild: Christian Lichtenstern

Der Unternehmer und Biolandwirt tritt für die Unabhängigen überraschend als Landratskandidat an. Der erfahrene Kommunalpolitiker will Wählern eine Alternative anbieten

Nicht nur die CSU kann mit einem Landratskandidaten überraschen. Gestern zogen die Unabhängigen nach, aber nicht mit einer Außenlösung, sondern mit einem kommunalpolitischen Schwergewicht: Sepp Bichler wirft bei der Kommunalwahl im März nächsten Jahres zum dritten Mal seinen Hut in den Ring. Der 63-Jährige aus Sielenbach ist seit insgesamt über vier Jahrzehnten im Kreistag und Gemeinderat, kommt aus der Umweltbewegung, ist Biolandwirt und seit einem Jahrzehnt erfolgreicher Unternehmer für erneuerbare Energien (Photovoltaik-Projekte).

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Favorit sei der designierte CSU-Kandidat Klaus Metzger, räumte Bichler gestern bei einem Pressegespräch ein. Aber er könne durch seine langjährigen Erfahrungen aus Kommunalpolitik und Wirtschaft den Wählern eine Alternative anbieten. Ein wichtiges Wahlziel der Unabhängigen sei es, mit einer starken Liste die Mehrheit der CSU im Kreistag zu brechen. Nach der Landratswahl 2002, als er gegen den bis heute amtierenden Landrat Christian Knauer (CSU) unterlag, habe er andere Prioritäten in seinem Leben gesetzt, sagte Bichler. Er baute die Energiebauern GmbH auf. Das Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitern stehe auch in der aktuellen Krise der Solarbranche gut da, betonte Bichler: „Weil wir immer auf die Kosten geachtet haben.“ In der Firma sind seine beiden Söhne mittlerweile federführend.

Im Sommer sei dann sein Entschluss gereift, in der Kreispolitik noch mal richtig anzugreifen. Initialzündung sei dabei die Diskussion um die europaweite Vergabe der Buslinien gewesen, die Bichler als mittelstandsfeindlich kritisierte. Die Unabhängigen gingen wie fast alle politischen Gruppierungen und die Öffentlichkeit davon aus, dass Knauer noch mal antritt. Bichler: „Gegen ihn wollte ich für einen anderen Politikstil eintreten.“ Nach dem Knauer-Verzicht hat Bichler aber doch noch abgewartet: „Wenn die SPD Klaus Habermann als Landratskandidaten nominiert hätte, würde ich nicht antreten, um seine Chancen nicht zu schmälern.“

Seine vier Kreistagskollegen sprachen gestern bei der Vorstellung von „absoluter Aufbruchstimmung“ (Anne Glas). Mitte Dezember sollen Bichler und die Liste nominiert werden. Der Mann an der Spitze formulierte bereits seine sachpolitischen Schwerpunkte: neue Wege und Kosteneinsparung bei kommunalen Bauprojekten, Stärkung der Wirtschaftskraft und des Mittelstandes, Unterstützung der Kommunen für schnelles Internet auf der Fläche, Stabilisierung der Krankenhauslandschaft mit dem Neubau in Aichach, Sicherung der Straßen-Infrastruktur und des ÖPNV, mehr Wohnungsbau im Kreis, Einbindung des Wittelsbacher Landes in den Großraum München, Vorbereitung auf den demografischen Wandel bei Pflege. Für die Themen erneuerbare Energie, ländlicher Raum, Landwirtschaft, Regionalität und Umweltschutz steht Bichler sozusagen als Person und Elektromobilität „ist mein Steckenpferd“.   

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