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Rehling

14.07.2020

Sicherheit und Co.: Woran es am Radwegenetz in Rehling hapert

Ein Radfahrer östlich von Au (Gemeinde Rehling) bei einer Tour durch das Wittelsbacher Land.
Bild: Josef Abt

Plus An vielen Stellen besteht laut Radwegekonzept in Rehling Verbesserungsbedarf. Wo dringend gehandelt werden muss und warum das auch finanziell Vorteile hat.

Am Radwegekonzept im Landkreis wird schon seit Längerem fleißig gearbeitet. Jetzt stand das Thema auf der Tagesordnung des Rehlinger Gemeinderates. Ulrike Schmid, die sich als Beauftragte des Landkreises seit 2017 mitverantwortlich mit dem Radwegekonzept befasst, erläuterte die Eckpunkte des Projekts. Auch in Rehling hapert es demnach an einigen Stellen.

In dem Konzept sind 15 punktuelle Mängel aufgelistet, überwiegend Markierungen und Beschilderungen betreffend, aber auch Fahrradabstellanlagen (Park-and-ride-Platz bei Bushaltestellen). Gleich 57 Punkte an möglichen Maßnahmen zur Netzinfrastruktur findet man hier für die Lechrainkommune. Darunter Konflikte an Bushaltestellen, fehlende Überleitungen vom Radweg auf die Fahrbahn oder falsch aufgestellte Beschilderungen der Vorfahrtsregelung und vieles mehr.

Bürger beteiligen beim Radwegekonzept in Rehling

Viele Bürger, Kommunen und Arbeitskreise arbeiten bei dem großflächigen Vorhaben mit. Wie Schmid betont, soll die Bevölkerung durch gute Radwegenetze noch mehr zu diesem gesunden Verkehrsmittel bewegt werden. Dadurch könne gerade auf Kurzstrecken Sprit, sprich Stickoxide und Feinstaub, gespart werden, was ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz sei. In dem Radwegekonzept sollen alle Radwege kartiert werden.

In dem Radwegekonzept kommen neuralgische Punkte, wie dieser im Rehlinger Ortsteil Oberach, auf den Prüfstand.
Bild: Josef Abt

Das oberste Ziel ist es, möglichst viele Fahrradfahrer von den autoreichen Straßen zu bringen, doch dafür müssen noch eine ganze Reihe von Fahrradwegen gebaut oder bestehende Feldwege ausgebaut werden, wie aus dem Papier hervorgeht. Ob es für die Gemeinden Zuschüsse zu den Maßnahmen gibt, hängt mit davon ab, wie weit der geplante Radweg von der Straße, die man entlasten will, entfernt ist. Ein negatives Beispiel dafür ist der Radweg am Wald entlang zwischen dem Rehlinger Ortsteil Unterach und dem Todtenweiser Ortsteil Sand, wo der Abstand zur Staatsstraße so groß ist, dass der Radweg nicht gefördert werden kann. Anders sieht es zwischen dem Soccerpark bei Scherneck und dem Affinger Ortsteil Anwalting aus. Die Beteiligten wünschen sich diesbezüglich natürlich, dass hier gesetzlich noch etwas geändert wird – gerade in Zeiten, in denen die Kommunen durch die Corona-Krise finanziell keine großen Sprünge mehr machen können.

Sicherheit der Radfahrer als Schwerpunkt in Rehling

Für die Sicherheit der Radfahrer besteht in Rehling noch großer Bedarf. Ein Schwerpunkt ist hier der fehlende Radweg von Sägmühl nach Oberach an der sehr stark befahrenen Staatsstraße oder die Weiterführung bis zum Radweg nach Sand am Wald. Auch die Verbesserung des maroden Belags bestehender Radwege steht auf der Wunschliste sowie die Verwirklichung der Radwege Allmering-Stotzard oder Allmering-Aindling. Hier sind auch größere Grundstückserwerbe notwendig, was die Sache erschwert.

Die Hilfe und die Tipps der Kommunen braucht das Landratsamt auch für mögliche Lösungsvorschläge, wie man einen Radweg vielleicht auch bei fehlenden Grundstücken etwas abseits der Hauptstraßen, vielleicht sogar auf einem Feld- oder Anwandweg realisieren kann. „Doch solche Vorschläge müssen von den Gemeinden kommen, die dann von uns geprüft werden“, so die Vertreterin des Landratsamtes.

Das Landratsamt sei bei allen Fragen gerne behilflich, so Ulrike Schmid. Das Ziel zur Umsetzung des Radwegekonzeptes ist für die nächsten 15 Jahre vorgesehen, wobei Corona rund ein halbes Jahr der Planumsetzung gekostet hat. Man will den Radwegenetzschluss vorantreiben, und dafür werden auch sehr interessante Förderungen für die Kommunen in Aussicht gestellt. „Die Fördertöpfe sind voll und es sind bis zu 80 Prozent Zuschüsse möglich“, sagte Schmid.

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