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Jubiläum

25.05.2011

Sie bauten ihre Dorfschule zum Zuhause um

Zu ihrem 50. Jubiläum präsentieren die Spielhahnschützen Aulzhausen ihre neu renovierte Vereinsfahne und sich selbst in neuer Tracht.
Bild: Foto: Lorenz Drexl

Vor 50 Jahren hoben 26 junge Männer den Schützenverein „Spielhahn Aulzhausen“ aus der Taufe. Neben sportlichen Erfolgen gab es auch gesellschaftliche Höhepunkte. Am Wochenende wird die renovierte Fahne gesegnet

Affing-Aulzhausen Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass sich 26 junge Männer im Mai 1961 im Affinger Ortsteil Aulzhausen trafen, um einen Schützenverein zu gründen. Georg Mahl, Franz Schuhmeier, Anton Drexl und Georg Sturm waren die Initiatoren. Im Gasthof „Zur Sonne“ schlug die Geburtsstunde von „Spielhahn Aulzhausen“. Diesen Namen hatten der damalige Gauschützenmeister Christian Michl aus Wulfertshausen und Michael Winkler (Weberanderl) vorgeschlagen.

Als Vorsitzender stand bei dem neu gegründeten Verein Johann Schuhmeier an der Spitze. Unterstützt wurde er von 2. Schützenmeister Georg Mahl, Kassier Anton Drexl und Schriftführer Hubert Klarner. Beisitzer waren Josef Gail (Joslbauer) und Josef Hartl (Glenk). Kurz nach der Gründung verdoppelte sich die Mitgliederzahl: Weitere 27 Schützen traten dem „Spielhahn“ bei. Viele gesellschaftliche Ereignisse folgten, aber auch die ersten schießsportlichen Erfolge waren zu verzeichnen.

Wenige Monate später stellte sich der neue Verein bei der Fahnenweihe in Heinrichshofen der Öffentlichkeit vor. 1965, vier Jahre nach der Vereinsgründung, feierten die Spielhahnschützen Fahnenweihe. Der damalige Ortsgeistliche Pfarrer Paul Regner segnete sie.

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Zahlreiche sportliche Erfolge waren seitdem zu verzeichnen im Sportschützengau Friedberg, aber auch bei den oberbayerischen und bayerischen Meisterschaften. Damit machten sich die Aulzhauser Spielhahnschützen in Schützenkreisen einen klangvollen Namen.

Dreimal marschierten sie mit im Festzug zum Oktoberfest

Gesellschaftliche Höhepunkte waren die dreimalige Teilnahme am Festzug des Münchner Oktoberfestes als Vertreter des Schützenbezirkes Oberbayern. Für die jeweils 90 Spielhahnschützen, die in einheitlicher Vereinskleidung daran teilnahmen, war diese ehrenvolle Aufgabe ein unvergessliches Erlebnis. Sportliche Wettkämpfe in Coburg und Fridolfing (Salzburg) sowie in den Schützengauen Aichach, Pöttmes, Neuburg, Ingolstadt und Augsburg zeigen den Bekanntheitsgrad der Aulzhausener Schützen.

Dass die Spielhahnschützen neben dem Schießsport auch große Feiern ausrichten können, zeigte sich 1981 beim 20. Vereinsjubiläum, bei dem 76 Gastvereine den Spielhahnschützen die Ehre erwiesen. Das 25. Vereinsjubiläum 1986 wurde erneut vier Tage lang gefeiert.

Eine besondere Aufgabe stellten sich die Spielhahnschützen mit dem Umbau der ehemaligen Dorfschule zum Schützenheim. Gebiets- und Schulreform waren die Ausgangspunkte zum Erhalt des Gebäudes. In über 10000 freiwilligen Arbeitsstunden wurde die Aulzhausener Schule in ein schießsportliches Vorzeigeobjekt umgebaut. Die Firmen Josef Erber, Lorenz Utz, Josef Sturm, Georg Echerer, Lorenz Echerer junior (Daimas) und weitere 84 Helfer werden mit dieser Baumaßnahme in Erinnerung bleiben. Die Einweihung 1975 ist ein Meilenstein der Vereinsgeschichte.

Durch den Aufbau von Schüler- und Jugendmannschaften ging es auch mit den sportlichen Leistungen stetig aufwärts. Auf das 50. Vereinsjubiläum, das ab Freitag, 27. Mai, drei Tage lang gefeiert wird, hat sich der Verein unter der Leitung von Vorsitzendem Franz Reiter und Festleiter Konrad Hartl mit einer Vielzahl von Helfern bestens vorbereitet.

Mitglieder erscheinen in neuer Vereinstracht

Für den Festzug, aber auch für das künftige Erscheinungsbild des Vereins wurde Vorarbeit geleistet: 22 Damen und 24 Herren erscheinen in neuer Vereinstracht. Zum Jubiläum wurde auch die Vereinsfahne renoviert. Sie bekommt am Sonntag, 29. Mai, im Festzelt den kirchlichen Segen. Den Festgottesdienst und die Festpredigt hält Pfarrer i. R. Jakob Zeitlmeir.

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