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23.03.2009

Sie managen das Unternehmen Haushalt

Aichach-Friedberg (ech) - "Das bisschen Haushalt" will gelernt sein. Am Freitag, einen Tag vor dem "Welttag der Hauswirtschaft", verabschiedete die Landwirtschaftsschule Friedberg, Abteilung Hauswirtschaft, 13 Absolventinnen. Bis die jungen Frauen ihre Zeugnisse in Empfang nehmen konnten, mussten Schulaufgaben, Referate, Präsentationen und praktische Unterweisungen bewältigt werden. Die Schule gab das Rüstzeug, um das Unternehmen Hauswirtschaft erfolgreich zu führen.

Die Absolventinnen waren recht ehrgeizig und erfolgreich: Christine Dallinger (Obergriesbach), Veronika Glas (Klingen) und Martina Keller (Ried b. Mering) erreichten die Gesamtnote von 1,09. Zu den fünf Besten gehörten ebenfalls Bettina Brugger (Gebenhofen) und Maria Hörmann (Allenberg/ Schiltberg) mit einer Gesamtnote von 1,27.

Hohen Stellenwert verdient

Bei der Abschlussfeier in Untergriesbach ging Schulleiterin Ulrike Rauberger auf den Unterrichtsalltag der Absolventinnen ein. Durch die Schule soll besonders darauf hingewiesen werden, dass die Hauswirtschaft endlich den Stellenwert erlange, den sie verdiene. Begonnen hat das Schuljahr am 3. September 2007 und es endete am 16. März 2009. "Damals als der Schulunterricht begann, waren es 18 Schülerinnen. Aus gesundheitlichen Gründen schieden fünf Teilnehmerinnen aus", bedauerte Ulrike Rauberger, dass nicht alle bis zum Abschluss mitmachen konnten. Die Schultage erstreckten sich wöchentlich auf einen Montag und einmal monatlich einen zusätzlichen Schultag an einem Mittwoch. Dazu kamen noch drei Blockwochen. Nach den Worten der Schulleiterin waren die zurückliegenden eineinhalb Jahre für die Teilnehmerinnen nicht einfach. Es musste ein Spagat zwischen Beruf, Familie und Weiterbildung geschafft werden.

Sie managen das Unternehmen Haushalt

In einer Power-Point-Präsentation zeigte Ulrike Rauberger, dass zur Theorie sehr viel praktischer Unterricht gehörte. So mussten unter fachlicher Anleitung Fische geschlachtet werden oder in einer Großküche ein Stück Fleisch zerlegt werden. Familien- und Eheberatung, Kindergartenbesuche, Einblicke in Milcherzeuger- und Verarbeitungsbetriebe sowie Behinderteneinrichtung gehörten genauso zum Stundenplan.

"Was man lernt, hält ein Leben lang", war sich stellvertretender Landrat Matthias Stegmeir sicher. Den Abschluss bezeichnete er als eine enorme Kraftprobe. Er ließ keinen Zweifel daran, dass das Thema Hauswirtschaft aktuell sei wie noch nie zu vor. Den ausgebildeten Hauswirtschafterinnen würden jetzt Weiterbildungsmöglichkeiten offen stehen. Dass es in Friedberg noch eine Landwirtschaftsschule gibt, dafür habe der Landkreis viel gekämpft, so Stegmeir.

"Sie haben sich alttagstaugliche Kompetenzen angeeignet und Ihre gute Ausbildung ist krisensicher", gab Kreisbäuerin Martha Brunnenmeier den Absolventinnen mit auf den weiteren Weg. Lob zollte Brunnenmeier den Frauen für ihr Rezeptheft, das sie während ihrer Schulausbildung zusammengefasst haben.

Gewinn für die Gesellschaft

Behördenleiter Anton Högenauer erklärte, dass die Absolventinnen insgesamt 740 Unterrichtstunden hinter sich gebracht hätten. "Ihre Ausbildung ist auch ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft", war sich der Chef des Amtes für Landwirtschaft und Forsten sicher.

Natürlich hatten die Schülerinnen zum Abschied für ihre Lehrkräfte eine Überraschung parat. Mit einem Sketch und mit netten Beiträgen über Lehrer und das "bisschen Haushalt".

Info Der neue Kurs beginnt im September 2009. Der dafür vorangehende Informationsabend findet am 27. April um 19.30 Uhr in der Landwirtschaftsschule Friedberg statt.

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