1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Sieg für Unterbernbach und Gundertshausen

Maibaumwettbewerb

22.05.2018

Sieg für Unterbernbach und Gundertshausen

IMG_9136.jpg
2 Bilder
Der schönste Maibaum im Wittelsbacher Land steht in Unterbernbach (über 400 Einwohner). Ein Pokal und 300 Liter Freibier winkten den überraschten Gewinnern.
Bild: Andreas Dengler

Beim Maibaumwettbewerb beim Brauereifest in Baar räumten der Kühbacher und der Schiltberger Ortsteil die ersten Preise im Kreis Aichach-Friedberg ab.

Wo stehen die schönsten Maibäume im Wittelsbacher Land? So lautete am Pfingstsamstag die Frage auf dem Brauereifest in Baar. Dann wurde das Geheimnis gelüftet: Die Schlossbrauerei Unterbaar kürte die schönsten Maibäume aus fünf Landkreisen. 77 Ortschaften aus den Landkreisen Aichach-Friedberg, Augsburg (mit Stadt Augsburg), Dillingen, Donau-Ries und Neuburg-Schrobenhausen hatten bei dem Wettbewerb mitgemacht.

Die Anspannung unter den angereisten Teilnehmern war dementsprechend hoch. Denn sie wussten zwar schon, dass ihr Traditionsstangerl den Sprung auf das Siegertreppchen schaffte. Aber die Platzierung war vor der offiziellen Verleihung noch geheim. Die Siegerbäume im Landkreis Aichach-Friedberg stehen in Unterbernbach (Kühbach) und Gundertshausen (Schiltberg).

Die Unterberabecka Hüttn war dieses Jahr wieder für das Aufstellen des Maibaums in ihrem Heimatort zuständig. Der 34 Meter hohe Baum mit Kreuz auf der Spitze wurde traditionell weiß-blau gestrichen. Nur alle drei Jahre werde in Unterbernbach ein neuer Baum aufgestellt, erzählten die stolzen Gewinner. Ganz neu war der Sprung aufs Siegertreppchen für die Unterbernbacher nicht, denn bereits in den vergangenen Jahren wurden sie mehrfach bei dem Wettbewerb geehrt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Anders bei den Gundertshausener Maibaumfreunden. Zum ersten Mal ergatterten sie bei der Maibaum-Aktion einen Preis. Sie hätten mit dem ersten Platz gar nicht gerechnet, sagten die Gundertshausener überrascht. Kurz vor dem Aufstellen war ihnen ihr Baum noch geklaut worden und musste erst wieder ausgelöst werden. Umso mehr freuen sie sich jetzt über den Titel.

Das Regenwetter minderte die ausgelassene Partystimmung nicht. Über 3000 Besucher drängten sich am Samstag ins Bierzelt, um endlich zu erfahren, wo die schönsten Maibäume stehen. Viele der Siegervereine brachten zur Verleihung Sirenen mit und kurbelten mit den anderen Gewinnern um die Wette. Aber auch Vereinsfahnen wurden wild geschwenkt. Die Prämierung der Maibäume gilt als Höhepunkt des viertägigen Brauereifestes.

Bereits Anfang Mai hatten die Vereine ein Bild von ihrem Baum auf der Internetseite der Schlossbrauerei Unterbaar hochladen und somit an der Online-Umfrage teilnehmen können. 7050 Stimmen wurden dieses Jahr nach Angaben der Brauerei per Mausklick bei dem Wettbewerb abgegeben. Für jeden Landkreis wurden insgesamt sechs Sieger ermittelt. Um kleinere Ortschaften nicht zu benachteiligen, wurden die Teilnehmer in zwei Kategorien eingeteilt: Orte mit über 400 Einwohnern und Orte mit unter 400 Einwohnern. Insgesamt 30 Pokale überreichte Gastgeber und Brauereibesitzer Franz Freiherr Groß von Trockau gemeinsam mit seiner Tochter Clarissa Freifrau von Schnurbein und der Bayerischen Maikönigin Verena I. aus Sinning (Kreis Neuburg-Schrobenhausen).

Aber nicht nur die Klicks bei der Online-Umfrage waren für einen Sieg entscheidend. Denn wie bereits im vergangenen Jahr lobten die Maibaumfreunde Neuburg-Schrobenhausen mit Lechgebiet drei zusätzliche Gewinner aus. Unter allen Fotoeinsendungen wählte eine Fachjury bestehend aus dem Vorstand der Maibaumfreunde und der amtierenden Maikönigin insgesamt neun Maibäume aus. Anschließend bewerteten sie die Auswahl vor Ort. Neben der Baumart seien auch der Grünschmuck, die Zunftzeichen, der Maibaumspruch und der Gesamteindruck beurteilt worden, erklärte der Vorsitzende der Maibaumfreunde, Egbert Wagner, die Kriterien für die Bewertung.

Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Cornelia Kranz kam Wagner auf das Brauereifest, um den drei Gewinnern zu gratulieren. Die Siegerbäume des Jurywettbewerbs stehen in Reimlingen (Donau-Ries), Ambach und Heinrichsheim (beide Neuburg-Schrobenhausen). Die Reimlinger sicherten sich den dritten Platz und erhielten dafür 50 Liter Freibier. In der Online-Abstimmung ging der Ort noch leer aus. Vor allem die Ambacher und Heinrichsheimer durften sich freuen, denn beide Orte holten bereits bei der Online-Abstimmung jeweils den ersten Platz. Ambach erreichte beim Jury-Wettbewerb den zweiten Platz, der mit 100 Litern Freibier belohnt wurde. Heinrichsheim sicherte sich das Doppelgold: Neben 150 Litern Freibier dürfen die Heinrichsheimer in der kommenden Saison auch die Maikönigin stellen.

Aber nicht nur die teilnehmenden Vereine bei der Maibaumprämierung wurden in diesem Jahr beschenkt, sondern auch die Abstimmer. Erstmals verloste die Schlossbrauerei 100 Bierfreizeichen bei der Online-Umfrage. Nach der Preisverleihung sorgte die Partyband S.O.S. für ausgelassene Stimmung.

Bei uns im Internet finden Sie viele weitere Bilder von den vier Festtagen beim Baarer Brauereifest.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20_DSC9509.tif
Ausstellung

JVA Aichach: Knast und Kunst harmonieren

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket