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Gemeinderat

11.04.2015

Sielenbach übernimmt Trägerschaft des Kindergartens in Tödtenried

Die Gemeinde Sielenbach ist ab September Träger des Kindergartens St. Katharina in Tödtenried.
Bild: Gerlinde Drexler

Die Entscheidung fällt einstimmig. Doch nicht nachvollziehbare Zahlen irritieren die Mitglieder des Gremiums

Lange diskutiert haben die Sielenbacher Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung über die Trägerschaft für den Kindergarten St. Katharina im Ortsteil Tödtenried. Dabei waren sich alle einig, dass ab September, wenn die Kirche die Trägerschaft abgibt, die Gemeinde Träger von Kindergarten und Krippe werden soll. Doch die Gemeinderäte irritierte was ganz anderes.

Das Thema hatte sie schon in mehreren Sitzungen beschäftigt. Die Alternative, dass die Gemeinde als Träger für den bis jetzt kirchlich geführten Kindergarten einspringt, stand von Anfang an im Raum. Als möglicher neuer Träger hatten sich die Johanniter dem Gemeinderat vorgestellt und ein Angebot vorgelegt. Schon ein erster Blick auf das Angebot in der März-Sitzung hatte in dem Gremium Verwirrung ausgelöst. Weil die Zahlen deutlich von der Kostenaufstellung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dasing abwichen und nicht nachzuvollziehen war, auf welcher Basis sie errechnet worden waren.

Irritiert war Stefan Stocker am Mittwoch auch von der überarbeiteten Version, bei der die Zahlen der VG nicht mit denen im Haushalt übereinstimmten, die Kämmerin Claudia Michl dem Gremium vorgelegt hatte. Danach betrug das Defizit für den Kindergarten im vergangenen Jahr 114000 Euro und rund 91000 Euro für die Krippe, bei der die Gemeinde bereits Träger ist. Für das aktuelle Jahr schätzt die Kämmerin ein Defizit von rund 119000 Euro beim Kindergarten und 63000 Euro bei der Krippe. Werte, die so aber nicht in der Aufstellung standen.

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Johann Straßer sprach von einem „Zahlenwirrwarr“, und auch die anderen Gemeinderäte konnten die Beträge nicht nachvollziehen. „Eine vernünftige Datenbasis“ wünschte sich Jürgen Oswald und Josef Kreppold regte an, die Entscheidung zu vertagen, bis die richtigen Zahlen vorliegen.

Ob die Johanniter tatsächlich, wie es die Aufstellung auswies, günstiger wären, bezweifelte Heinz Geiling. Um zu sehen, wie es läuft, solle die Gemeinde den Kindergarten ein bis zwei Jahre führen, schlug Andreas Schneider vor. „Dann haben wir Kosten vorliegen und können überlegen, ob wir einen Träger suchen oder nicht.“ Auch Johannes Finkenzeller hielt es für besser, sich nicht für mehrere Jahre an einen Träger zu binden, sondern sich diese Option für die Zukunft offen zu halten. Dem schloss sich der komplette Gemeinderat an. Einstimmig beschloss das Gremium, dass ab September die Gemeinde der alleinige Träger des Kindergartens in Tödtenried ist. (drx)

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