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Sielenbach

17.08.2017

Sielenbach und St. Fraimbault: Freunde seit 25 Jahren

Enthüllung der Partnerschaftstafel mit dem Bild von Maria Birnbaum vor dem Maibaum: (von links) Maggy Janvier, Heinz Geiling, Martin Echter, Hubert Moll, Valerie Moutel, Michael Ritter. Rechts sind lokale Künstler zu sehen, die für die Gestaltung der Tafel verantwortlich waren und ganz rechts Helmut Friedl, der die Tafel gemacht hat.
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Enthüllung der Partnerschaftstafel mit dem Bild von Maria Birnbaum vor dem Maibaum: (von links) Maggy Janvier, Heinz Geiling, Martin Echter, Hubert Moll, Valerie Moutel, Michael Ritter. Rechts sind lokale Künstler zu sehen, die für die Gestaltung der Tafel verantwortlich waren und ganz rechts Helmut Friedl, der die Tafel gemacht hat.
Bild: Thomas Weinmüller

Zahlreiche Sielenbacher haben die Partnergemeinde St. Fraimbault besucht. Die Gastgeber erwarteten ihre Gäste mit einer besonderen Überraschung am Maibaum.

Seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Sielenbach und Saint-Fraimbault-de-Prières inzwischen offiziell. Bei einem Besuch in der französischen Partnergemeinde, der gespickt war mit kulturellen, kulinarischen und emotionalen Höhepunkten, feierten beide Seiten das Jubiläum miteinander.

40 Mitglieder des Partnerschaftskomitees Sielenbach unter der Leitung des Vorsitzenden Michael Ritter machten sich auf den Weg in das 1070 Kilometer entfernte Dorf im Departement Mayenne. Am Gemeinschaftshaus erwarteten die Sielenbacher bereits die Gastfamilien und die Vorsitzenden des französischen Partnerschaftsvereins, Valérie Moutel und Maggy Janvier.

Einer der Höhepunkte des Besuchs war der gemeinsame Gottesdienst in der örtlichen katholischen Kirche. Lesung und Fürbitten trugen die Gäste aus Sielenbach vor. Pfarrer Henri Le Dauphin ging in seiner Predigt auf die Freundschaft und Partnerschaft der beiden Gemeinden ein. Er habe persönlich zum ersten Mal die Freundschaft zu Deutschland vor rund 60 Jahren erfahren, als er seinen Vater in der Kriegsgefangenschaft am Rhein besuchte, erklärte der Seelsorger.

Im Anschluss gab es eine Überraschung, vorbereitet von den französischen Freunden am bayerischen Maibaum in der Ortsmitte. Im Beisein der beiden Bürgermeister, Hubert Moll aus St. Fraimbault und Martin Echter aus Sielenbach, wurde ein Bild von Maria Birnbaum enthüllt, gemalt von einheimischen Künstlern. Aber auch die Sielenbacher hatten am Abend zuvor am Maibaum eine Tafel angebracht, die an die offizielle Unterzeichnung der Gemeindepartnerschaft vor genau 25 Jahren erinnert.

Am Nachmittag folgte das traditionelle Bouleturnier am Parkplatz vor der Kirche. Gespielt wurde größtenteils in gemischten Teams, doch bis auf Centa Echter aus Tödtenried behielten zum Schluss ausschließlich die französischen Freunde die Oberhand im Turnier.

Am Montag besuchte man die nahegelegene Textilmanufaktur „Toiles de Mayenne“ in Fontaine-Daniel. Es ist einer der wenigen Betriebe in Frankreich, die noch halbmaschinell arbeiten und auf eine lange Tradition in der Produktion hochwertiger Stoffe zurückblicken können. Der bereits pensionierte Werksleiter führte die Gruppe durch die historischen und teilweise sehr alten Fertigungsgebäude.

Der vierte Tag der Reise führte zunächst in das Seebad Dinard an der Nordwestküste von Frankreich. Dort besuchten die Gäste den Stadtmarkt mit seiner Vielzahl an Meeresfrüchten. Anschließend setzte man mit einem Wassertaxi nach St. Malo über. Die Altstadt ist nach wie vor von einer mächtigen Mauer umgeben, durch die nur wenige Tore Einlass gewähren. Nach einer ausgiebigen Stadtführung und einem Bummel entlang von Geschäften, Restaurants und Lokalen bezog man Quartier in der Jugendherberge.

Am nächsten Morgen hieß es für die Teilnehmer dann schon sehr früh aufstehen, um die Fähre zur Insel Jersey zu erreichen. Die Größte der britischen Kanalinseln bietet schöne Natur, weite Strände, blumenreiche Gärten und hübsche Dörfer. Bei der rund dreistündigen Inselrundfahrt konnten die Sielenbacher dies allerdings nur bedingt genießen, da den ganzen Tag „flüssige Sonne“– so die dortige Bezeichnung für starken Regen – vorherrschte. Beeindruckend war vor allem der enorme Unterschied des Meeresspiegels von bis zu 13 Metern zwischen Ebbe und Flut.

Bei der Abschiedsfeier hatte man sich kulinarisch wie kulturell wieder etwas einfallen lassen. Es gab ein Spanferkel vom Grill und die beiden Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins von St. Fraimbault führten zusammen mit zwei weiteren Freundinnen einen originellen Cancan-Tanz auf. Mit schwungvoller Musik, französischem Wein und bayerischem Bier ließ man dann den Abend ausklingen. Michael Ritter lud bei dieser Gelegenheit die französische Partnergemeinde zum Gegenbesuch im kommenden Jahr ein, die freudig angenommen wurde.

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