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Stadtentwicklung

02.08.2019

So soll Aichach schöner werden

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"Aichach blüht" heißt das Konzept, mit dem Aichach zur Bayerischen Landesausstellung 2020 schöner gemacht werden soll. Eine pflegeleichte Bepflanzung mit Stauden, wie hier am Verwaltungsgebäude am Tandlmarkt, soll das Stadtbild verschönern.
Bild: Carola Küspert/Bauamt

„Aichach blüht“ heißt das Konzept, mit dem die Bauamtsleiterin für höhere Aufenthaltsqualität sorgen will. Dazu zählen Pflanzen und neue Sitzbänke.

Aichach blüht“ soll es zur Bayerischen Landesausstellung 2020 heißen – aber auch darüber hinaus. Mit dem gleichnamigen Konzept von Bauamtsleiterin Carola Küspert soll die Stadt langfristig schöner werden. Dazu zählen ein Farbkonzept, neue Sitzbänke und Abfalleimer, aber vor allem auch die Bepflanzung von Grünflächen und Pflanztrögen. Im Bauausschuss des Stadtrats stieß ihr Konzept auf einhellige Zustimmung.

Bislang wächst auf Verkehrsinseln und Grünstreifen in Aichach meist nur Gras, und das oft eher spärlich. Das will Küspert mit blühenden Stauden ändern. Die Pflanzen würden so nicht nur das Auge der Betrachter erfreuen, sondern auch im Sinne des Artenschutzes Nahrungs- und Lebensraum für Tiere bieten. Inspiration für die Bepflanzung von Grünflächen und Pflanztrögen hat sie sich in Pfaffenhofen an der Ilm geholt. Dort haben sich die Stadtwerke zur Landesgartenschau 2017 ein Bepflanzungskonzept ausgedacht, das nicht nur attraktiv aussieht, sondern auch wenig Pflege braucht. Bürgermeister Klaus Habermann, Küspert und Mitarbeiter des Bauhofs haben sich in Pfaffenhofen ein Bild von der Bepflanzung gemacht. Dieses Konzept soll nun auch Aichach zum Blühen bringen.

Vom Frühjahr bis zum Herbst soll immmer etwas blühen

Wie Küspert erläuterte, werden die Pflanzen so ausgewählt, dass vom Frühjahr bis in den Spätherbst immer etwas blüht. Ausgewählt werden Stauden mit einem niedrigen Wasserbedarf, so dass nach dem Jahr der Anpflanzung normalerweise nicht gegossen werden muss. Im Herbst werden die Stauden zurückgeschnitten und die Stauden aufgebunden. Das gebe auch bei Reif und Schnee im Winter noch ein ansehnliches Bild ab, sagte Küspert.

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Auch Bäume im Stadtgebiet sollen mit Stauden unterpflanzt werden. Dazu kommen verschieden große Pflanztröge aus Stahl, für die Küspert insgesamt etwa 15000 Euro veranschlagte. Wie Küspert gegenüber unserer Redaktion sagte, soll das Bepflanzungskonzept nach der Landesgartenschau möglichst auf das ganze Stadtgebiet ausgedehnt werden. Dafür könnte sie sich eine Beteiligung von Bürgern oder auch Unternehmen durch Pflanz- oder Pflegepatenschaften vorstellen.

Erstbepflanzung kostet 40 Euro pro Quadratmeter

Die Kosten für die Erstbepflanzung belaufen sich laut Küspert auf etwa 40 Euro pro Quadratmeter. Um das Stadtgebiet und einen Kreisverkehr für die Landesausstellung zu bepflanzen, sind etwa 60000 Euro notwendig. „Die Mitarbeiter des Bauhofs würden das gerne machen“, sagte Küspert. Vier Mitarbeiter haben kostenlos bei den Stadtwerken Pfaffenhofen an einem Workshop für Pflanz- und Pflegetechnik teilgenommen.

Habermann war begeistert. Zur Landesausstellung, sagte er, „wollen wir uns schön präsentieren“. Auch im Bauausschuss kam das Konzept gut an. Georg Robert Jung (FWG) sagte sogar: „Das brauchen wir, das müssen wir haben.“ In den vergangenen Jahren sei in Aichach in dieser Richtung wenig geschehen, sagte er. Er wollte dafür gern „ein paar Euro in die Hand nehmen und die Stadt verschönern“. Helmut Beck sagte für die CSU „volle Unterstützung zur Aufhübschung unserer Stadt“ zu. Zustimmung gab es auch von Erich Echter (CWG). Nicht nur Marion Zott (Grüne), sondern allen Ausschussmitgliedern gefiel besonders, dass das Konzept nicht nur auf die Landesausstellung ausgelegt ist, sondern die Aichacher langfristig erfreuen soll.

Auch neue Sitzbänke soll es geben

Für eine höhere Aufenthaltsqualität sollen auch neue Sitzbänke sorgen aus Stahl mit Sitzflächen aus Douglasienholz, mit oder ohne Lehne. Es handelt sich um das gleiche Modell, wie es in der Oberen Vorstadt aufgestellt wird. Die vorhandenen Sitzbänke werden ausgetauscht. Für zehn Sitzbänke fallen etwa 30000 Euro an. Die Bänke sollen ebenso wie die Pflanztröge in einem Grauton namens „Eisenglimmer“ lackiert sein.

Ebenfalls erneuert werden die Abfalleimer. Küspert empfahl das Modell „Abfallhai“ aus Chromstahl: Der Behälter kann nur durch einen seitlichen Schlitz befüllt werden. Damit soll verhindert werden, dass in den städtischen Mülleimern ganze Tüten mit Hausmüll landen. Zum Leeren können sie seitlich geöffnet werden, was den Bauhofmitarbeitern die Arbeit erleichtert. Die jetzigen Behälter erfüllten teilweise nicht die Arbeitsschutzregelungen, merkte Küspert an. „In manche müssen die Mitarbeiter mit der Hand reingreifen“. In den Abfallbehälter integriert ist ein Aschenbecher für Zigarettenkippen. Es gibt auch Modelle mit einem Spender für Hundekotbeutel. Der Behälter kostet knapp 1200 Euro pro Stück.

Auf dieser Grundlage soll das Konzept weiter ausgearbeitet werden, war sich der Ausschuss einig. 150000 Euro sind dafür vorerst eingeplant.

Lesen Sie dazu den Kommentar Aichach soll blühen

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