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Sitzung I

26.09.2019

So wandelt sich der Schlossberg

Die alte Brauerei und der Biergarten am Schlossberg in Obergriesbach verfallen. Die Gebäude werden abgerissen. Stattdessen ist auf dem Gelände eine Wohnbebauung geplant.

Der Obergriesbacher Gemeinderat beschäftigt sich damit, wie das Zentrum neu gestaltet wird. Die höchsten Gebäude dürfen vier Stockwerke haben. Was sonst noch geplant ist

Die Bauthemen der Obergriesbacher Gemeinderatssitzung am Dienstagabend konnte Zweiter Bürgermeister Daniel Schulz schnell abhandeln. Abermals übernahm er den Vorsitz, weil sich Gemeindechef Josef Schwegler noch im Krankenstand befindet.

Um den Bebauungsplan „Schlossberg“ in der aktuellsten Variante vorzustellen und den Weg zur ersten Auslegungsrunde zu ebnen, waren Planer Hans Brugger und der Besitzer des Grundstücks, Marian Freiherr von Gravenreuth, gekommen. Brugger erläuterte den aktuellen Planungsstand und gab einen Abriss darüber, wie der Schlossberg künftig bebaut werden soll.

Im nördlichen Teil sollen Einzel- und Doppelhäuser sowie eine Parkanlage mit Spielplatz entstehen. Auch zwei Gebäude für den sozialen Wohnungsbau sind geplant. Im Zentralbereich sind die höchsten Gebäude mit vier Geschossen und einer maximalen Firsthöhe von 14,5 bis 14,75 Metern erlaubt. Westlich des zentralen Bereichs sind drei Geschosse möglich.

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Die zwei Einzelhäuser im Süden dürfen lediglich zwei Geschosse haben. Der Bebauungsplan legt Sattel- und Walmdächer fest.

Die Eindeckung darf rot oder rot-braun sein. Pro Wohneinheit muss ein Stellplatz nachgewiesen werden. Bezüglich der Einfriedung gilt: Holz- und Metallzäune sind erlaubt. Sie dürfen 1,5 Meter bis zur Oberkante messen.

Die Entwässerung soll im Mischsystem erfolgen. Dafür wird ein neuer Kanal angelegt, der genug Stauraum vorhält, dass bei einem Starkregen die Wassermassen nicht ungebremst in den Kanal am Tannenweg, in die Schloßstraße oder in den Erlenweg fließen. Bezüglich der Lärmemissionen wird die Nähe zur Kirche notiert, die 50 Meter entfernt von der Wohnbebauung sein wird. Lorenz Mahl regte an, auch den landwirtschaftlichen Betrieb an dieser Stelle mit aufzunehmen.

Einstimmig beschlossen die Räte, dass in einem ersten Schritt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen soll. Zeitgleich könne die artenschutzrechtliche Prüfung ablaufen, erklärte Brugger. Hans Greppmeier regte an, den Maibaumplatz und dessen Erhalt zu berücksichtigen.

Zügig vergaben die Gemeinderäte die Erschließungsaufträge für das Baugebiet Am Bahnhof: Die Firma Weigl Tief- und Straßenbau GmbH erhielt für einen Angebotspreis von rund 358000 Euro den Auftrag für den Kanalbau. Die Schweiger Straßenbau GmbH wird für rund 309000 Euro den Straßenbau übernehmen. Die Strabag AG erhielt für rund 86000 Euro den Zuschlag für den Wasserleitungsbau. Laut Schulz soll der Kanalbau Ende November starten.

Die Diskussion ist geschlossen.

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