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Auftritt

05.12.2017

Sogar ein Kleinkind will beim Gospel mitsingen

Gut 100 Besucher kamen ins Gemeinschaftshaus zum Adventskonzert des Musikvereins Obergriesbach. Weitere Konzerttermine stehen bevor.
Bild: Bernd Broll

Beim Adventskonzert sorgt der Musikverein Obergriesbach mit Blasorchester und Chören für Stimmung.

Etwa 100 Gäste und Fans des Musikvereins Obergriesbach und des Gartenbauvereins bekamen am Samstagabend im Gemeinschaftshaus in Obergriesbach etwas Außergewöhnliches geboten: Ein gut aufgelegtes Blasorchester mit einem teils modernen, teils traditionellen Konzertprogramm traf auf einen weihnachtlich eingestimmten Frauen- und Kinderchor, der die Zuhörer regelrecht begeisterte. Experimentell und nicht jedermanns Sache war dagegen die biblische Geschichte um den Turmbau zu Babel, die der Erzähler Gerd Aresin im tiefsten schwäbischen Dialekt und in fünf Teilen vortrug.

Den Startschuss des Abends lieferte das Orchester mit dem „Posaunen-Express“ und den Solisten Hans Rast, Yvonne Durner und Stefan Lindermeir, die einmal mehr ihr Können an der Posaune unter Beweis stellen durften. „Im Advent lässt man aber nicht nur den Express-Zug auf der Modelleisenbahnanlage fahren“, so der Chef des Musikvereins Bernd Broll in seiner Begrüßung, „sondern lauscht auch erfolgreichen musikalischen Hits der vergangenen Jahre oder verschenkt sie.“ Damit spannte er den Bogen zu den beiden nächsten Beiträgen des Blasorchesters, ein modernes Medley der britischen Pop-Band One Direction und ein Arrangement der beliebtesten Musikstücke aus der amerikanischen Musical-Serie „Glee“. Unter der Leitung von Joseph Rast mussten die Musiker dabei einige schwierige Tempo- und Rhythmusänderungen hinbekommen. Diese meisterte auch der erst 13-jährige neue Schlagzeuger Severin Jung mit Bravour, der zusammen mit seinem Trompete spielenden Vater seit Mitte des Jahres den Musikverein verstärkt.

Als Nächstes waren dann die Kleinen vom Kinderchor Cantabella Kids an der Reihe und präsentierten mit Begeisterung die drei traditionellen Gospels „Down By The Riverside“, „Mary Had A Baby“ und „Kumbaya, My Lord“. Das taten sie so gut, dass sogar ein Kleinkind aus der ersten Reihe spontan versuchte, aus dem Kinderwagen heraus mitzusingen. Witzig war auch der Einfall der Chorleiterin Sandra Tucker, auf den Kinderchor-Gospel „Kumbaya, My Lord“ das mit den Stimmen des Frauenchors vorgetragene „Christmas Kumbaya“ folgen zu lassen.

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Für die Liebhaber der traditionellen böhmischen Blasmusik präsentierte das Blasorchester danach die mal fein und nicht in Bierzelt-Lautstärke dargebrachten Edel-Polkas „Schöne Serenade“ und „Slavonická-Polka“, bevor der Frauenchor ein zweites Mal die Bühne betrat und mit dem weihnachtlichen „In The Bleak Midwinter“ (Mitten im kalten Winter) und dem Medley „Christmas Pops Trio“ sein Meisterstück ablieferte.

Mit den festlich vorgetragenen altniederländischen Tänzen „Rondo – Saltarello – Rondo“ neigte sich das diesjährige Obergriesbacher Adventskonzert dem Ende zu. Wie üblich verabschiedete die Chefin des Gartenbauvereins Walli Freudling das Publikum, das anschließend mit den Musikern zum traditionellen, gemeinsam gesungenen „Macht hoch die Tür“ ansetzte. (AN)

Termin Ein weiteres Konzert des Orchesters ist für den zweiten Advent, Sonntag, 10. Dezember, ab 17 Uhr in der Affinger Kirche geplant; eine Woche später tritt der Frauenchor im Stadel des Affinger Christkindlmarkts ebenfalls ab 17 Uhr auf.

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