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Aindling

03.10.2019

Soll in ganz Aindling künftig nur noch Tempo 30 gelten?

Über Tempo 30 wurde im Aindlinger Rat diskutiert.
Bild: Symbolfoto: Alexander Kaya

Plus Der Aindlinger Gemeinderat hat über mehrere Varianten für Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ort diskutiert. Laut einer von ihnen wäre nur noch Tempo 30 erlaubt.

Es gibt mehrere Straßen im Siedlungsbereich der Marktgemeinde Aindling mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30. Erst im Mai hat der Rat auf Antrag aller Anwohner des Kobeswegs im Ortsteil Binnenbach eine solche Zone beschlossen. Einige Ratsmitglieder befürchteten damals zwar, dass ein Ja weitere Anträge zur Folge haben könnte, aber letztlich stimmten zwölf von 15 zu. Tenor: Über jeden Antrag müsse separat befunden werden.

Keine Mehrheit für generelles Tempo 30

In der jüngsten Sitzung wurde jetzt trotzdem das große Fass aufgemacht: Soll Tempo 30 für alle Innerortsstraßen im Gemeindebereich mit Ausnahme der Kreisstraße gelten. Nach intensiver Diskussion fielen alle Vorschläge und Varianten für generelle Tempo-Beschränkungen in den Abstimmungen durch. Das heißt: Es bleibt zunächst bei Einzelfallentscheidungen.

Bürgermeister Tomas Zinnecker soll nun Angebote für die Kosten von digitalen Geschwindigkeitsmessanlagen (Tempoanzeige oder Smileys) einholen und sich über eine Mitgliedschaft beim Zweckverband für Kommunale Verkehrsüberwachung informieren. Diese könnte die Geschwindigkeitsüberwachung im Gemeindebereich übernehmen. Im Wittelsbacher Land sind zum Beispiel Aichach, Affing und Pöttmes Mitglied dieses Zweckverbands.

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Bürgermeister zeigt sich offen für Geschwindigkeitsbegrenzung

Im Bauausschuss des Gremiums war vor Kurzem vorgeschlagen worden, das Thema generell zu diskutieren. Bürgermeister Zinnecker zeigte sich offen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Nicht im Zuständigkeitsbereich der Kommune sind die Kreisstraßen AIC 8 (Hauptdurchgangsstraße) und die AIC9 in Richtung Rehling. Ausgenommen wären also auf jeden Fall Haupt- und Peter-Sengl-Straße beziehungsweise Marktplatz, Krankenhausstraße und Gamlinger Straße.

Diskutiert wurden dazu mehrere abgewandelte Modelle: Geschwindigkeitsbegrenzungen nur in Siedlungen, nur in den Ortsdurchfahrten oder nur dort, wo eine Gefährdung vorliege. Die Einstufung und Klassifizierung aller Straßen sei aber eine Mammutaufgabe für die Verwaltung, warnte Zinnecker.

Ein Vorschlag fällt nur ganz knapp durch

Bei der Abstimmung fand sich dann für keinen Vorschlag eine Mehrheit. Für die weitestgehende Variante, Tempo 30 im gesamten Gemeindebereich außer den Kreisstraßen, stimmte nur Gertrud Hitzler. Nur die Ortsdurchfahrten beschränken wollte gar kein Gemeinderat. Tempo 30 auf allen Nebenstraßen, aber nicht für die Ortsdurchfahrten, unterstützte nur Zinnecker. Der Vorschlag von Josef Gamperl, alle Straßen in kommunaler Zuständigkeit zu untersuchen und nach ihrem Gefährdungspotenzial zu bewerten und dann über ein Tempolimit zu beraten, fiel ganz knapp mit 7:9-Stimmen durch.

Salzlager Der Bauhof bekommt zwei Salzsilos für den Winterdienst. Eines mit 50 Kubikmeter Fassungsvolumen soll am Bauhof stehen, das Zweite mit 30 Kubikmeter am Rande des Feuerwehrübungsplatzes in Stotzard. Der Rat stimmte der Investition von rund 60000 Euro zu. Die Silos ersetzen das bisherige Streugutlager. Die Winterdienstfahrzeuge können jetzt schneller und einfacher beladen werden, und durch die zwei Standorte werden Wege und Fahrtzeiten eingespart.

Bauplatz Der Rat hält an einem Beschluss von vor über einem Jahrzehnt für ein Baurecht im Ortsteil Hausen fest. Dort kann durch eine Änderung des Bebauungsplans „Schusterberg“ ein Einfamilienhaus am Ortsrand gebaut werden. Jetzt hatte die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt vorgeschlagen, den Bauplatz zu verschieben. Für den Rat war das keine Option.

Im Aindlinger Bauhof dürfen weiterhin Partys stattfinden

Party im Bauhof Im Aindlinger Bauhof sollen weiterhin ein oder zwei Partys im Jahr stattfinden dürfen. Der Rat sprach sich gegen eine Beschränkung aus. Nach der letzten Party des Musikvereins vor einem Monat gab es Anwohnerbeschwerden über die Lärmbelästigung, berichtete Bürgermeister Zinnecker. Wie soll die Gemeinde weiter verfahren? Antwort: Unterstützung für Vereine und die jungen Leute, aber auch Verständnis für Anwohner. Die Party-Veranstalter sollen auf die Einhaltung der erlaubten Lärmwerte hingewiesen werden.

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