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Aichach-Friedberg

31.08.2019

Sommer-Serie: Was Willprechtszell so lebenswert macht

Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung prägt die Ortsansicht von Willprechtszell. Doch auch die Nähe zur Natur schätzen die Bürger im Petersdorfer Ortsteil.
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Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung prägt die Ortsansicht von Willprechtszell. Doch auch die Nähe zur Natur schätzen die Bürger im Petersdorfer Ortsteil.

Plus Im Petersdorfer Ortsteil wird in den Sommerferien überall fleißig gewerkelt: Sanierung der Schule wird in der unterrichtsfreien Zeit vorangetrieben, aber auch im Neubaugebiet ist viel los.

Marie und Madleen Hagenbucher machen gemeinsam mit Nachbar Adrian Zirnhöld ihre neue Heimat unsicher. Gemeinsam düsen die zwei Schwestern, sieben und vier Jahre alt, und der Vierjährige auf ihren Fahrrädern durch den Lilienweg in Willprechtszell. Dort ist aktuell bereits die Hälfte der Bauplätze bebaut. Die Familie Hagenbucher und die Familie Zirnhöld sind im April in ihr neu errichtetes Eigenheim eingezogen. Beide hatten es nicht weit: Zuvor hatten sie in Axtbrunn gelebt – dem Petersdorfer Ortsteil, der von Willprechtszell lediglich durch die Axtstraße getrennt wird. Nun sind sie „Willprechtsbrunner“, erklären Maike Hagenbucher und Monika Zirnhöld lachend, während ihre Kinder im Neubaugebiet umherfahren.

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Radfahren und mehr: Das ist in Willprechtszell alles geboten

Für Maike Hagenbucher war Axtbrunn im Jahr 2009 die Lösung, um sich mit ihrem Mann „in der Mitte“ zu treffen, verrät sie. Sie stammt nämlich aus Bad Tölz, er aus Burgau (Landkreis Günzburg). Für Töchterchen Marie bot die Wohnung in Axtbrunn noch ausreichend Platz. Doch mit Madleen wurde es einfach zu eng. So entschied sich das Paar, sich um einen Bauplatz zu bemühen. Marie, die nach den Sommerferien die zweite Klasse in Willprechtszell besuchen wird, freut sich über das neue Zuhause ganz besonders. Stolz verrät sie: „Endlich habe ich wieder ein eigenes Kinderzimmer.“ Nachbarin Monika Zirnhöld hingegen stammt aus Axtbrunn und hat sich – nach einiger Zeit in Augsburg – nun dafür entschieden, in der Heimat sesshaft zu werden.

Nur wenige Straßen weiter, ebenfalls mit Blick auf die Grenze zwischen Axtbrunn und Willprechtszell, lebt Sonja Haneberg mit ihrem 17-jährigen Sohn Samuel. Um in den nahe gelegenen Wald zu gelangen oder für einen Spaziergang entlang der Axt muss sie nur wenige Meter laufen. Aufgewachsen ist die Willprechtszellerin neben der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung. Dort sind die berühmten Chorfresken von Ignaz Baldauf aus Inchenhofen zu sehen, die auf das Jahr 1766 zurückgehen. Der Grundstein für die Wallfahrtskirche wurde im Jahr 1732 gelegt, verrät die Informationstafel an der Kirche. Damals ließ der Ortspfarrer Franz Bizl die kleine Kirche abbrechen, um eine neue Kirche zu errichten. Der Stuck im Chorraum stammt noch aus der Zeit der Erbauung. Sonja Hanebergs Sohn Samuel schätzt hingegen eher die Bikestrecken rund um Willprechtszell, die schnell erreichbar sind. In Abstimmung mit den jeweiligen Waldbesitzern konnte der passionierte Biker mit seinen Freunden sogar eigene Bikestrecken errichten. Allerdings musste eine davon aus versicherungstechnischen Gründen wieder geschlossen werden. „Nun fahren wir über Feldwege oder springen mit den Bikes über den Bach“, verrät der 17-Jährige.

Sommer-Serie: Was Willprechtszell und Axtbrunn verbindet

Stefan Schmid hat den Sommer über hingegen einiges zu tun. Er errichtet eine neue Einfriedung um das elterliche Grundstück. Mutter Hilde Schmid erzählt währenddessen: „Wir sind vor 23 Jahren nach Willprechtszell gezogen.“ In Blickweite zu dieser kleinen privaten Baustelle wird ebenfalls gearbeitet. Denn die Hauptarbeiten im Rahmen der Schulsanierung in Willprechtszell laufen jetzt, in der schulfreien Zeit, auf Hochtouren (wir berichteten). In Sichtweite von Stefan Schmid steht der Axtbrunner und Willprechtszeller Maibaum. „Die Ortsteile machen immer alles zusammen“, erzählt Hilde Schmid. Selbst die Tafeln am Maibaum sind ein Werk der Bürger. Aufgestellt wird der Maibaum von der Feuerwehr, die Schulkinder sorgen für den feierlichen Rahmen. Auch das alljährliche Pfarrhoffest ist Hilde Schmid zufolge längst ein fester Termin für viele Willprechtszeller.

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