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Aichach-Friedberg

31.07.2018

Sommerhitze: Aichacher suchen die Abkühlung

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Die Schwestern Fine (links) und Lene essen ein Eis in der Aichacher Innenstadt. Später geht's dann noch ins Freibad.
Bild: Ulrike Eicher

Die einen zieht’s zum Wasser, die anderen in die Eisdiele – so trotzen die Menschen den hohen Temperaturen zum Ferienbeginn.

Der Kuhsee muss noch warten. Erst einmal will Garred seine neue Wasserpistole testen. Am Griesbacherl in Aichach hat er ausreichend Gelegenheit dazu. Da spritzt das Wasser, bis die Oma quietscht und lacht. Sie ist froh, denn ihren Enkel aus Frankfurt hat sie nur in den Ferien bei sich in Aichach.

Und weil’s so heiß ist, hat sich Manuela Sigl für diese Woche ein spezielles Programm überlegt. Zum Baden soll’s meist gehen, zuerst an den See im Augsburger Stadtteil Hochzoll, dann an den Ammersee. Vielleicht ist auch ein Besuch im Aichacher Freibad drin, das jetzt, in den Ferien, nicht mehr ganz so voll sei. „Man muss halt ans Wasser, dann ist die Hitze erträglich“, sagt die 55-Jährige. Garred freut sich über die Pläne – und den Sommer: „Ich finde das Wetter richtig toll“, sagt der Sechsjährige.

Ans Wasser zieht es auch die 15 Kinder vom Ferienclub des Landratsamts Aichach-Friedberg mit ihren drei Betreuerinnen. Sie lassen die Füße in den Teich baumeln, der gleich neben dem Abenteuerspielplatz am Heini-Baronner-Weg liegt. Hier ist es schattig – und genügend Platz zum Toben gibt’s auch. Dabei ist dem zwölfjährigen Thomas gar nicht so danach. „Die Hitze macht voll k.o.“, stöhnt er. Dafür kann man im Sommer Eis essen oder schwimmen gehen und sich oft mit Freunden treffen, entgegnet die elfjährige Julia. Dominik, 10, verbindet etwas anderes mit dem Hochsommer: Sein Onkel ist Landwirt, und das Mähdrescherfahren, das gefällt ihm derzeit besonders gut. Die zehnjährige Stella trinkt viel kaltes Wasser, wenn die Hitze so richtig anstrengend für sie wird – und Theresa springt daheim gerne in den Pool: „Das ist ziemlich cool“, sagt die Achtjährige.

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Den Ferienauftakt genießen auch die beiden Schwestern Lene und Fine. Sie sitzen im Schatten auf der Bank vor dem Eiscafé Milano in Aichach und schlecken genüsslich ihr Eis. Die siebenjährige Fine hat sich für Bitterschokolade entschieden. Das Gefrorene schmilzt bei den hohen Temperaturen so schnell, dass ihr Mund schon nach kurzer Zeit ganz schokoladenverschmiert ist. Lene, 14, mag lieber was Fruchtiges: Sie hat für sich ein Erdbeereis gekauft. Damit liegt sie im Trend, wie der Eisdielenbesitzer Xhavit Hajdari sagt. „Fruchteis ist gerade sehr beliebt, weil es so erfrischend ist.“ Erfrischen wollen sich auch die beiden Schwestern: „Wir gehen später noch ins Freibad“, kündigt Lene an.

Peter und Roswitha Rieg genießen derweil ihre kühlen Getränke im schattigen Außenbereich einer Bar in der Nähe. Die beiden Kühbacher sind mit dem Rad bis nach Aichach gefahren, wo sie das eine oder andere erledigen wollen – und dabei ganz schön ins Schwitzen gekommen. „Im Auto aber wär’s noch heißer gewesen“, sagt Roswitha Rieg. Bei bis zu 35 Grad fühle sie sich zwar schon erschlagen, eigentlich aber möge sie den Sommer. „Nur die Natur, die braucht mal wieder Regen“, fügt Peter Rieg hinzu. Zwei Mal am Tag gießt das Paar seinen Garten daheim in Kühbach. Das Wasser in der Regentonne aber sei längst alle. Also greifen die Riegs wie viele andere Gartenbesitzer im Moment auch zum Schlauch, „damit nicht alles vertrocknet“.

Eine nasse Abkühlung täte jetzt auch Ronald gut. Den Strohhut tief ins Gesicht gezogen, arbeitet der Mitarbeiter des Bauunternehmens Strabag auf der Baustelle an der Bahnhofstraße in Aichach. Der Schweiß läuft ihm das Gesicht hinunter, während er kurz vor zwölf einen großen Holzbalken quer über die Baustelle trägt. Vormittags sei die Arbeit ja noch gegangen. „Jetzt in der Mittagsglut ist das aber schon anstrengend“, sagt der braun gebrannte Arbeiter. Da wäre eine längere Siesta wie in südlichen Ländern wünschenswert, findet Ronald. Seine eigene Mittagspause dauert eine halbe Stunde – Zeit, in der er sich in den Bauwagen zurückzieht. Viel Wasser trinken sei außerdem Pflicht, ebenso wie eine Sonnencreme mit ausreichendem Schutz und ein T-Shirt, das die Schultern bedeckt.

Doch obwohl er in seinem Beruf schon so viel an der Sonne ist – in der Freizeit darf’s gerne noch ein bisschen mehr davon sein: „Im September fahren wir trotzdem in den Süden“, sagt Ronald und grinst.

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