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28.03.2009

Sorgenfalten im Stadtrat

Aichach (kar) - Der Haushalt der Stadt Aichach ist unter Dach und Fach, allerdings nicht ohne Sorgen. Sollte der Konjunkturaufschwung Mitte des Jahres nicht kommen, werde Aichach "ernsthafte Probleme bei der Bewältigung des Haushalts bekommen", sagte Kämmerer Willi Rottenkolber voraus.

Ein wichtiger Faktor sei die Gewerbesteuer: Die Stadt rechnet mit Einnahmen von 6,3 Millionen Euro. Um diesen Betrag zu erreichen, müsse heuer "noch etwas Positives passieren", sagte Rottenkolber. Nach Ansicht von Bürgermeister Klaus Habermann und aller Fraktionen ist der Haushalt 2009 "solide". Habermann sagte, er sei froh, dass die Stadt in den letzten Jahren Schulden abgebaut habe.

Franz Gutmann (CSU) lobte, dass die Investitionen für die Straßensanierung aufgestockt worden seien. Allerdings befürchtete Gutmann angesichts der Krise, dass 2010 ein "stürmisches Jahr" werde. Karl-Heinz Schindler (SPD) sah ebenfalls Warnzeichen. Erstmals seit 2002 gebe es eine Netto-Neuverschuldung. Außerdem sei die Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt deutlich geringer.

Georg-Robert Jung (Freie Wähler) fragte: "Was passiert, wenn wir diese Gewerbesteuer nicht erreichen?" Seiner Meinung nach müsse der Stadtrat in diesen Zeiten den Mut haben, auch einmal Nein zu sagen: "Wir werden bei jedem Euro, den wir ausgeben, überlegen müssen, ob es nicht günstiger geht."

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