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Aichach

24.02.2018

Stadt macht Druck beim Kreisverkehr

An der Kreuzung Franz-Beck-Straße und Bahnhofstraße soll ein Kreisverkehr entstehen.
Bild: Erich Echter

Das Projekt an der Einmündung der Franz-Beck-Straße in die Bahnhofsstraße soll schnellstens beginnen. Darin sind sich alle einig. Doch mancher hat Zweifel am Zeitplan.

Mit dem geplanten Kreisverkehr an der Einmündung der Franz-Beck-Straße in die Aichacher Bahnhofsstraße soll schnellstens begonnen werden. Einstimmig fasste der Aichacher Stadtrat am Donnerstagabend einen entsprechenden Beschluss. Weil zudem in der zweiten Jahreshälfte mit dem Beginn der Straßenbauarbeiten in der Oberen Vorstadt zu rechnen ist, soll bis dahin der genannte Kreisverkehr bereits fertiggestellt sein.

Auch der Ausbau der Bahnhofstraße in Richtung Altstadt bis zur Prieferstraße ist dann schnellstens erforderlich. Geschätzte Kosten des Gesamtpakets: 1,6 Millionen Euro.

Zunächst müsste vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen das Wasserleitungsnetz im Kreuzungsbereich und in Teilen der Bahnhofstraße erneuert werden. Diese Arbeiten würden voraussichtlich von Mitte April bis Mitte oder Ende Mai dauern. Der Baubeginn für den Kreisverkehr wäre gleich anschließend, die Fertigstellung für Ende Juli vorgesehen. Der Ausbau der Bahnhofstraße könnte laut Zeitplan von Mitte Juli bis Ende September dauern. Vor allem soll durch den Ausbau der Gehwege mehr Sicherheit für die Fußgänger erreicht werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts würde voraussichtlich bis in den Herbst hinein dauern.

In der Diskussion hatte Georg-Robert Jung (Freie Wählergemeinschaft) so seine Zweifel, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, weil wohl auch die Verlegung von Telekom-Kabeln tangiert sein werde.

Eine „Lanze“ für Fußgänger und Radfahrer

Einige Stadträte appellierten ans Gremium, „aufs Tempo zu drücken“. Karl-Heinz Schindler (SPD) sagte: „Wir sollten mit dem Gesamtpaket tatsächlich beginnen.“ Helmut Beck (CSU): „Ich bin ein Befürworter der Kreisverkehre, aber wir sollten später auch mit der Aufwertung der Bahnhofstraße Richtung Bahnhof beginnen.“

Eine Lanze für Fußgänger und Radfahrer brach Magdalena Federlin (Grüne): „Gerade die Situation für beide Gruppen müssten wir noch optimieren.“ Lothar Bahn (FWG): lobte die Gesamtplanung als „optimal“. In Zuge der Ausbauarbeiten soll der aufgekieste Parkplatz am Freibad größer werden. Derzeit reicht der Platz für 105 Autos, künftig sollen es etwa 220 sein.

Die Einmündung der Franz-Beck-Straße in die Bahnhofstraße gehört längst zu den neuralgischen Verkehrsknotenpunkten in Aichach. Laut einer Verkehrszählung wird die Kreuzung von rund 15000 Fahrzeugen pro Tag frequentiert. Damit ist sie fast so stark belastet, wie die Bahnunterführung mit etwa 18000 Fahrzeugen täglich. In den Spitzenzeiten am Abend sind an der Franz-Beck-Straße in Richtung des Hit-Supermarktes Staus von über 100 Metern keine Seltenheit.

Prognose: Mehr Verkehrsbelastung

An diesem Verkehrsknoten wird sogar eine Zunahme der Verkehrsbelastung prognostiziert. Wird der deshalb dringend nötige Kreisverkehr nicht in der ersten Jahreshälfte 2018 realisiert, könnte das Projekt erst 2021 nach der Landesausstellung in Angriff genommen werden. Wie bereits berichtet, müssen im Zuge der Bauarbeiten die noch bestehenden Alleebäume an der Bahnhofstraße aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Neupflanzungen sind vorgesehen.

Das Gesamtprojekt soll durch die Regierung von Schwaben mit bis zu 60 Prozent gefördert werden. Eine mögliche Anwendung der Straßenausbaustzung (Strabs) ist laut Bürgermeister nicht vorgesehen. Die geschätzten Gesamtkosten von 1,6 Mio Euro setzen sich wie folgt zusammen: Der Kreisverkehr beläuft sich auf 760000 Euro, Bahnhofstraße West 110000 Euro, Brückensanierung Paar 111000 Euro, Brückensanierung Griesbacherl 50000 Euro, Bahnhofstraße östlicher Bereich Richtung Stadt einschließlich Baumallee 542000 Euro, Gehwegverlängerung an Franz-Beck-Straße 30000 Euro.

Der Ausbau des Parkplatzes am Freibad mit geschätzten Kosten von 85000 Euro kommt hinzu. Er ist im Übrigen auch künftig nur für Autos vorgesehen.

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