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28.03.2009

Stadt strebt Kompromiss an

Region Augsburg (eva) - Bei der seit langem umstrittenen Erneuerung der 110-kV-Bahnstromleitung zwischen München und Augsburg will die Stadt noch kurz vor Baubeginn einen Kompromiss erreichen. Laut Kämmerer Hermann Weber will man der Bahn anbieten, zwei problematische Masten im Stadtteil Hammerschmiede auf Kosten der Stadt zu versetzen.

Die Träger sollen jeweils um 30 Meter verlagert und um drei Meter erhöht werden. Damit will man vermeiden, dass die Masten mitten in einem Fußballfeld und in einem Spielplatz stehen. Laut Weber würde sich die Stadt den Kompromiss unterm Strich 50 000 Euro kosten lassen. Bis Mitte kommender Woche will man ein Verhandlungsergebnis mit der Bahn erzielen. Falls es zu keiner Einigung kommt, werde die Stadt Einspruch gegen den Planfeststellungsbeschluss einlegen. Wie berichtet, klagt die Stadt Friedberg gegen die Trassenführung. Neusäß ist bereits vor Gericht gezogen, aber unterlegen. Die Stadt Gersthofen verzichtete auf Anraten ihrer Anwälte auf diesen Schritt.

Verlegung hätte Eingriff in Wald erfordert

Das Eisenbahnbundesamt hat kürzlich die Erneuerung der Bahnstromleitung auf der alten Trasse im Norden Augsburgs genehmigt. Eine Verlegung der Trasse parallel zur Autobahn, wie von Anwohnern der Firnhaberau und Hammerschmiede gewünscht, wurde verworfen. Begründung: Mit dieser Alternative wäre ein Eingriff in den Wald südlich der Autobahnabfahrt Augsburg unvermeidlich gewesen. Außerdem wären sensible Vogelarten gefährdet worden, teilte das Eisenbahnbundesamt dem Augsburger Bundestagsabgeordneten Dr. Christian Ruck (CSU) mit.

Stadt strebt Kompromiss an

Hinzu komme, dass beim Bau der neuen Leitung auf der alten Trasse die zulässigen Grenzwerte für Immissionen (elektrische oder magnetische Felder) deutlich unterschritten würden. Gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Bevölkerung seien nicht zu erwarten, auch nicht bei einem Daueraufenthalt unter der Leitung, so die Einschätzung des Eisenbahnbundesamtes.

Stadtrat Erwin Gerblinger sieht die Entwicklungsmöglichkeiten der Firnhaberau und Hammerschmiede durch die Hochspannungsleitung negativ beeinflusst. Anwohner befürchten mehr elektromagnetische Strahlung als bisher. Die Bahn habe die Alternativtrasse entlang der Autobahn nicht einmal überprüft, kritisiert Gerblinger.

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