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Asyl

10.03.2016

Stadt will Wohnraum schaffen

335 Flüchtlinge leben derzeit in Aichach. In nächster Zeit will die Verwaltung konkrete Vorschläge zum sozialen Wohnungsbau machen

335 Asylbewerber leben derzeit in Aichach. Drei Gemeinschaftsunterkünfte gibt es und 20 weitere Einrichtungen. Das geht aus dem Bericht zur Asylsituation in Aichach hervor, den es auf Antrag der CSU im Stadtrat gab.

Gefragt ist nach wie vor Wohnraum. Für die Stadt habe weiterhin die dezentrale Unterbringung Priorität, hieß es. Das habe sich bewährt. Nicht außer Acht lassen dürfe man, wo die anerkannten Asylbewerber nach Abschluss ihres Verfahrens wohnen sollen. Sie müssen eigentlich aus den Unterkünften ausziehen. In Aichach gibt es aktuell 27 solcher „Fehlbeleger“, so Bürgermeister Klaus Habermann. „Die müssen derzeit aber nicht raus.“

Dessen ungeachtet arbeitet die Stadt an langfristigen Lösungen, denn auf dem freien Wohnungsmarkt haben die Flüchtlinge schlechte Karten. Wie berichtet, hat die Stadt bereits frühere Wohnungen an der Martinstraße wieder aktiviert. Den weiteren Bedarf könne die Stadt aber nur mit sozialem Wohnungsbau decken. Wie Habermann erläuterte, könne das die Stadt entweder selbst tun, was hohe Investitionen bedeuten würde, oder man arbeitet mit der Baugenossenschaft oder der Kreis-Wohnungsbaugesellschaft zusammen. Vorschläge will die Verwaltung bald dem Stadtrat unterbreiten.

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Betreut werden die Asylbewerber im Wesentlichen ehrenamtlich, unterstützt von Hauptamtlichen der Caritas. Dem Asylkreis, den Habermann mit der Verwaltung koordiniert, gehören etwa 100 Leute an. Sie übernehmen Patenschaften, geben Deutschkurse, helfen bei den Hausaufgaben und helfen, wo nötig. Mehr wären willkommen, so Igel. Neuerdings gibt es auch das Begegnungscafé „Buntes Wohnzimmer“. Mit dem Landratsamt sei man in ständigem Kontakt. An den Schulen werden derzeit laut Igel 51 Asylbewerber unterrichtet, die meisten an der Grundschule Mitte und an der Mittelschule. Kindertagesstätten besuchen 18 Kinder.

Bei der Stadt rechnet man mit weiter steigenden Zahlen von Flüchtlingen, sodass der Betreuungs- und Verwaltungsaufwand zunehmen wird. Nimmt auch die Zahl der Ehrenamtlichen zu, ohne die vieles nicht möglich wäre, müsse man über eine Verwaltungskraft nachdenken, so Igel. Nach der Erstunterbringung werde künftig um die Nachfolgeunterbringung und die Integration gehen. (bac)

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