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Bauprojekt

02.12.2018

Stadtpfarrkirche Aichach: Chor und Altar neu saniert

Der Chorraum der Stadtpfarrkirche in Aichach ist fertig restauriert. Gestern bauten die Arbeiter noch das Gerüst ab. Heute ist der erste Gottesdienst.
Bild: Gerlinde Drexler

Sanierung des Chorraums in der ist jetzt abgeschlossen. Im Frühjahr geht es im Langhaus weiter. Den Schlussakkord setzt dann ein Musikinstrument.

Monatelang war der Chorraum der Aichacher Stadtpfarrkirche verhüllt. Dahinter liefen die Restaurierungsarbeiten. Seit gestern ist das Gerüst abgebaut und Chor und Altar präsentieren sich in frischem Glanz. Eine erste Gelegenheit, den restaurierten Altarraum zu sehen, bietet sich heute Abend um 18 Uhr beim Gottesdienst.

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Im Deckengewölbe ist schon auf den ersten Blick zu sehen, welcher Bereich renoviert ist. Die Wände des Chorraums leuchten beinahe in frischem Weiß. Stufenweise sei der neue Anstrich aufgebaut worden, erzählt Kirchenpfleger Günter Füllenbach. Was vielleicht nicht jeder weiß: Im Inneren der Kirche dürfen nur Kirchenmaler arbeiten. In der Stadtpfarrkirche Aichach führte die Arbeiten der Kirchenmalermeister und Restaurator Reinhard Binapfl aus Friedberg aus. Füllenbach verrät: „Schon sein Vater hat in der Kirche gearbeitet.“ Was aber wurde nun genau gemacht? Die Raumschale wurde von Schmutz und Ruß gereinigt und bekam einen neuen Anstrich. Auch der Altar und das Altarbild wurden gereinigt und die Skulpturen erhielten eine Auffrischung.

Zwei Veränderungen gibt es bei den Heiligenfiguren: Ihre Namen sind jetzt mit Blattgold leserlich gemacht worden. Und ihre Anordnung wurde verändert. Das geschah laut Stadtpfarrer Herbert Gugler „auf Anregung eines sehr engagierten Pfarrangehörigen“. Nachdem die Anordnung der Figuren in den 1970er-Jahren durcheinandergebracht worden war, habe sich der Pfarrangehörige die Mühe gemacht und ihre ursprüngliche Reihenfolge rekonstruiert. In der stehen sie nun wieder im Chorraum.

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Besucher müssen im vorderen Bereich momentan auf Stühlen sitzen

Im vorderen Bereich der Kirche müssen Besucher des Gottesdienstes momentan auf Stühlen sitzen. Die Kirchenbänke sind zwar schon restauriert, aber noch so lange eingelagert, bis die Podien aufgebaut sind. Das ist für Mitte Januar geplant.

Sobald das Wetter es im Frühjahr zulässt, soll es mit den eigentlichen Renovierungsarbeiten im Langhaus weitergehen. Waren die Arbeiten im Chorraum in zwei Abschnitte eingeteilt, sollen sie im Langhaus in einem Zug durchgeführt werden. Das Kirchenschiff und die Empore werden gereinigt und bekommen einen neuen Anstrich, die Kreuzwegtafeln werden saniert.

Zu den auffälligsten Veränderungen wird die Umgestaltung der Seitenaltäre gehören. Die sollen wieder zu echten Seitenaltären werden. „Aber in einer schlichten Ausführung in Anlehnung an den Jugendstil“, sagt Füllenbach. Außerdem werden sich zwei markante Punkte in der Kirche ändern.

Die Pietà aus der Beichtkapelle wird wieder an ihren angestammten Platz im rechten, die Kreuzigungsgruppe in den linken Seitenaltar kommen. In der Beichtkapelle werden die Beichtstühle und die Bestuhlung entfernt und der Raum zu einer Taufkapelle umgestaltet. Der Taufstein wird einen zentralen Platz bekommen und das Fenster farbig werden.

Die österreichische Künstlerin Inge Dick arbeitet an einem Entwurf, der farblich an das runde Glasfenster im Altarraum angelehnt sein wird. Die Arbeit der international renommierten Künstlerin werde bei der Landesausstellung 2020 Besucher in die Stadtpfarrkirche ziehen, kann sich Stadtpfarrer Gugler gut vorstellen.

Der eigentliche Schlusspunkt der 1,3 Millionen Euro teuren Innenrenovierung ist die Generalsanierung der Klais-Orgel. Sie wird komplett ausgebaut und gereinigt werden. Etwa 2020 rechnet Kirchenpfleger Füllenbach, wird es so weit sein. „Mit Sicherheit nicht vorher.“ Den Großteil der Renovierungskosten muss die Pfarrei selbst aus Rücklagen und Spenden aufbringen.

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