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Aichach

02.07.2010

Standort für Rettungshubschrauber soll nach Augsburg

Peter Riegl, Vorsitzender der Aindlinger Feuerwehr, überreichte 2000 Unterschriften an die Initiatoren des Hubschrauberstandortes Klinikum Augsburg, Max Strehle (links) und Professor Dr. Edgar Mayr. Foto: Martin Golling
Bild: Martin Golling

Der künftige Standort des Rettungshubschraubers für die Region soll Augsburg sein und nicht Donauwörth. Das ist zumindest das Ergebnis einer Unterschriftenaktion. Von Martin Golling, Barbara Worschech und Evelin Ullmann

Der künftige Standort des Rettungshubschraubers für die Region soll Augsburg sein und nicht Donauwörth. Dies ist das Ziel einer Unterschriftenaktion des Landkreises Augsburg, die am Montag endet. Im Landkreis Aichach-Friedberg wurde die Aktion zwar auch unterstützt, doch mit sehr unterschiedlichem Erfolg: in Aindling wurden 2000 Unterschriften gesammelt, in Aichach lediglich zwölf.

"Und bei diesen zwölf waren die meisten auch noch Mitarbeiter des Rathauses", erzählte Aurelija Igel-Hauchwitz. In den meisten Gemeinden lag die Unterschriftenliste im Einwohnermeldeamt aus, in Aichach zusätzlich noch im alten Rathaus. Gestern Mittag wurden die Listen in fast allen Gemeinden geschlossen und ans Augsburger Landratsamt geschickt. Nur vereinzelt, etwa in Pöttmes und Baar, können sich die Bürger auch am Montag noch eintragen. Dort wurden bisher 14 Unterschriften gezählt.

Ähnlich schwach war die Beteiligung nur noch in Inchenhofen mit zehn Eintragungen. Besser sah es beispielsweise in Kühbach (37), Hollenbach (49) und in der VG Dasing (144) aus. Das alles ist aber natürlich kein Vergleich mit den 2000 gesammelten Unterschriften in der Marktgemeinde Aindling.

Standort für Rettungshubschrauber soll nach Augsburg

Dort sorgen seit dem Juli 2005 die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Aindling für schnelle Erste Hilfe in ihrer Region. Sie wissen also, wie wichtig genau dieses schnelle Eingreifen im Notfall ist. Sie sind rund 200 Mal im Jahr, allein im vergangenen Juni 31 Mal, im Einsatz. Darum war auch Aindling und dort speziell die Feuerwehr in den vergangenen Wochen sehr aktiv um Unterschriften für den Standort Klinikum des neuen Rettungshubschraubers bemüht. So wurden die Listen nicht nur im Rathaus, sondern beispielsweise auch in Geschäften ausgelegt.

Peter Riegl, Vorsitzender der FFW Aindling, übergab gestern diese 2000 Stimmen - allein aus dem Marktflecken im Westen des Wittelsbacher Landes - an die Initiatoren des Standortes Klinikum Augsburg, Max Strehle und Professor Dr. Edgar Mayr. Professor Mayr weiß als Chef der Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Augsburg, wie oft und wie dringend ein schonender und rascher Transport nötig wäre.

So bedankte sich Mayr "stellvertretend für die vielen, die sich hier reingehängt haben" bei Riegl. Zuversicht strahlte Strehle bezüglich des Hubschrauberstandortes aus im Hinblick auf den "beeindruckenden Schulterschluss der gesamten Region". Knapp fasste er seine erneute Forderung: "Der Hubschrauber muss hierher."

Marktgemeinde kämpft auch um eigenen Rettungswagen

Zwar nicht ganz 2000, aber immerhin 243 Unterschriften wurden in Affing gezählt. Der Trick der Verantwortlichen war ganz einfach: Die Listen lagen auch im Biergarten aus. Dennoch kommt es wohl nicht von ungefähr, dass der Wunsch nach guter Versorgung im Lechraingebiet besonders groß ist. Wie mehrfach berichtet, kämpfen die Aindlinger derzeit auch um die dauerhafte Stationierung eines Rettungswagens, der seit 2008 auf Probe dort installiert ist. Von Martin Golling, Barbara Worschech und Evelin Ullmann

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