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Aichach-Friedberg

02.01.2019

Startschuss für die Gelbe Tonne: Das müssen Sie beachten

Seit Dienstag leert die Firma Kühl die Gelben Tonnen im Wittelsbacher Land.   Der Müll wurde in Augsburg abgeladen.
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Seit Dienstag leert die Firma Kühl die Gelben Tonnen im Wittelsbacher Land.   Der Müll wurde in Augsburg abgeladen.
Bild: Sebastian Richly

Plus Erstmals werden die Gelben Tonnen im Wittelsbacher Land geleert. In Affing und Todtenweis sind beim Auftakt vier Mülltransporter im Einsatz. Was schon gut läuft und was nicht.

„Mal sehen, was wir heute alles finden“, sagt Rainer Pinno und steigt aus dem Auto aus. Zielsicher steuert er eine Einfahrt in Affing an. Ein kurzer Blick in die Gelbe Tonne und der 59-Jährige hat sein Urteil gefällt: „Alles einwandfrei.“ Zum Vergnügen wühlt Pinno nicht im Müll anderer Leute herum. Der Niederlassungsleiter der Firma Kühl ist heute auf besonderer Mission unterwegs. Zusammen mit Kollege Oliver Staffa inspiziert er die ersten Tonnen, die im Wittelsbacher Land geleert werden, und prüft, ob die Einwohner ihren Müll auch richtig trennen. Die Gelben Tonnen werden in Aichach-Friedberg ab diesem Jahr geleert. Als Erste waren am Dienstag die Tonnen in den Gemeinden Affing und Todtenweis dran.

Erstmals werden die Gelben Tonnen im Wittelsbacher Land geleert. In Affing und Todtenweis sind beim Auftakt vier Mülltransporter im Einsatz. Was zu beachten ist.
Video: Sebastian Richly


Was in Affing alles in der Gelben Tonne landet

Gegen 6 Uhr machten sich die vier Mülltransporter auf den Weg von Lechhausen in den Landkreisnorden. Keine leichte Tour für die Fahrer und ihre Ladehelfer, wie Pinno erklärt: „Das ist absolutes Neuland für uns. Bis man die Gebiete kennt und sich die Abholung einspielt, ist es Ostern.“ Die Firma Kühl kümmert sich im Landkreis Landsberg um die Gelben Tonnen und im Augsburg Land um die Gelben Säcke – in Aichach-Friedberg war sie aber noch nicht unterwegs. So kommt es an diesem Morgen auch das ein oder andere Mal vor, dass sich ein Anwohner per Telefon beschwert, weil seine Tonne vergessen wurde. „Das kann natürlich am Anfang vorkommen, gerade bei Häusern, die sehr abgelegen sind“, erklärt Pinno. Die Mitarbeiter erhalten dann einen Anruf aus der Zentrale und leeren die entsprechende Tonne. Nicht alle Tonnen bleiben versehentlich voll, manche lässt Pinno bewusst stehen. „Wenn etwas in der Gelben Tonne ist, was da absolut nicht reingehört. Der Klassiker sind Eierschachteln.“ Und genau die findet er in einer der ersten Tonnen. Zusammen mit einer Raketenspitze aus Plastik legt er den Karton neben die Tonne. „Wir leeren die Tonne zwar jetzt, aber derjenige wird hoffentlich beim nächsten Mal wissen, dass das da nicht reingehört.“ Bei einer anderen Tonne hat Pinno dann weniger Nachsicht. Ein Kalender sowie mehrere Sachen aus Pappe findet Pinno gleich ganz oben. Dann entdeckt er noch weitere Sachen, die nicht hineingehören.

Die Tonne wird nicht geleert, dafür bringt Pinno einen Aufkleber mit der Aufschrift Falsch befüllt an. „Wir müssen gerade am Anfang sehr streng sein, damit die Leute auch lernen, was reinkommt und was nicht. Das gefällt natürlich nicht allen.“ Derweil schiebt Matthias Schneid auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwei Tonnen in Richtung Müllfahrzeug. Der Ladehelfer ist zusammen mit Fahrer Önder Kurum seit 6 Uhr unterwegs. Lediglich drei Tonnen haben die beiden an diesem Tag aufgrund falscher Befüllung nicht mitgenommen. „Ich bin zufrieden“, so Schneid. Er hat einen Wunsch: „Es wäre schön, wenn die Einwohner die Tonnen mit den Griffen zur Straße rausstellen würden. Dann tun wir uns leichter.“ Alle rund 45000 Tonnen im Landkreis werden Pinno und seine Kollegen übrigens nicht überprüfen. „Ich bin zwar Müllmann durch und durch und schon lange im Geschäft, aber das ist gar nicht möglich. Wir sind gespannt, wie sich das entwickeln wird, der Anfang ist aber schon einmal vielversprechend.“ Die Affinger und Todtenweiser hätten schon einmal gut vorgelegt. „Wenn das alle Gemeinden so machen würden, hätten wir weniger Ärger.“

Dienststellenleiter Rainer Pinno prüft die Tonnen in Affing.
Bild: Sebastian Richly

Gelbe Tonne: In Todtenweis kommen drei Tonnen Müll zusammen

Zurück in Lechhausen: Eines der vier Müllfahrzeuge ist mittlerweile eingetroffen und lädt ab. Rund drei Tonnen Plastikmüll wurden heute in der Gemeinde Todtenweis gesammelt. „Wir haben mit mehr gerechnet, aber viele Tonnen waren leer. Viele haben wohl nach den Feiertagen aus Gewohnheit ihren Müll nochmals auf den Wertstoffhof gebracht“, so Pinno. Auch in den kommenden Tagen und Wochen sind er und seine Kollegen im Wittelsbacher Land unterwegs. Heute wird die Mülltrennung der Aindlinger und Petersdorfer auf die Probe gestellt. Friedberg ist ab dem 7. Januar dran. In Aichach wird dann eine Woche später geleert.

Leerungstermine sowie Informationen zur richtigen Befüllung finden Sie unter www.lra-aic-fdb.de/abfallwirtschaft. Wer eine volle Tonne vorfindet, kann sich an die Hotline der Firma Kühl unter Telefon 0800/4020040 wenden.

Lesen Sie auch den Kommentar: "Nicht alles gehört in die Gelbe Tonne"

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