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Petersdorf

22.07.2020

Staubbelastung in Peterdorf: Anwohner kritisieren Bachweg

Landwirtschaftliche Maschinen wirbeln auf Feldwegen viel Staub auf. Dieses Problem gibt es auch in Axtbrunn, wo ein Landwirt eine neue Halle bauen will. (Symbolbild)

Plus Ein Bauantrag für eine landwirtschaftliche Lagerhalle am Bachweg in Axtbrunn machte den Bachweg selbst zum Thema. Nicht nur der Staub stört die Anwohner.

Mit einer ganzen Reihe an Bauthemen befassten sich die Gemeinderäte von Petersdorf am Montagabend – und dabei ging es nicht ausnahmslos um unbekannte Projekte. Ein Bauantrag für eine landwirtschaftliche Lagerhalle am Bachweg in Axtbrunn machte den Bachweg selbst zum Thema.

Gemeinderat Helmut Huber meldete sich in der Diskussion zu Wort und erklärte „aus Sicht eines Anwohners“, wie er erklärte, dass der Bauantrag nicht korrekt sei. Die Versickerung passiere nicht etwa auf dem Grundstück, sondern in die Axt. Auch die Halle, die im Anschluss an ein bestehendes Getreidelager gebaut werden soll, würde vermutlich – ähnlich wie das Bestandsgebäude – nicht etwa zum Lagern von Stroh verwendet, sondern, um dort landwirtschaftliche Maschinen unterzubringen, die dann gewerblich vermietet werden. Und genau an dieser Stelle liege das eigentliche Problem, erklärte der Gemeinderat. Die Staubbelastung, die durch die Vielzahl an landwirtschaftlichen Maschinen aufgewirbelt wird, sei enorm. Daran habe auch die Deckschicht auf dem Bachweg nichts ändern können. Seitdem diese Schicht die Schlaglöcher überdeckt, würden die Fahrzeuge nur noch schneller fahren, so Huber.

Gemeinderat Petersdorf: Bachweg stand nicht auf der Tagesordnung

Die Anmerkung von Robert Langenegger und Bürgermeister Dietrich Binder, diese Hinweise an die Genehmigungsbehörde, das Landratsamt, weiterzugeben, war Huber jedoch nicht genug. Willi Niedermeier erklärte mit Blick auf die Tagesordnung: „Der Feldweg ist hier nicht das Thema.“ Vom Tisch war das Thema dennoch nicht. Der Bauantrag des privilegierten Landwirts zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Lagerhalle wurde mit dem Verweis auf die Versickerung und die Nutzung der Halle beschlossen – mit einer Gegenstimme von Gemeinderat Huber.

Die einzigen beiden Zuhörer der Gemeinderatssitzung waren wegen eines anderen Tagesordnungspunktes da. Bürgermeister Binder verabschiedete sie mit den Worten: „Nach einem Jahr Kampf können Sie beginnen.“ Damit spielte Binder darauf an, dass das Paar, das ursprünglich aus dem Ort stammt und nun wieder in die Gemeinde zurückkehren will, jetzt weitere Schritte einleiten kann – auf dem Weg zurück nach Petersdorf.

Gemeinderat Petersdorf: Satzung für Grundstück an der Deutschherrnstraße beschlossen

Ziemlich genau vor einem Jahr, am 29. Juli 2019, beschloss der Gemeinderat, die Bebauung eines Flurstücks südlich der Deutschherrnstraße nur über eine Einbeziehungssatzung zu ermöglichen. Diese regelt ähnlich, aber weniger streng als ein Bebauungsplan die Bebauung und Entwicklung. Die Satzung lag nun vor; einstimmig beschlossen die Räte diese und stießen damit die öffentliche Auslegung an.

Helmut Huber stellte dann zum Ende der Sitzung zwei Anträge und erinnerte damit an zwei Themen, die er bereits zu Beginn des Jahres platziert hatte: Zum einen sorge er sich um die Anstauung der Axt; zum anderen beantragte er, den Bachweg in Axtbrunn noch einmal zu besprechen. Einst sei der Antrag unter Binders Vorgänger als Bürgermeister, Richard Brandner, mit dem Hinweis abgeschmettert worden, dass ein Weg nahe dem Bach nicht asphaltiert werden dürfe. Doch Huber hatte nun selbst beim Wasserwirtschaftsamt diesbezüglich nachgefragt und eine andere Stellungnahme zu dem Thema erhalten.

Bachweg in Axtbrunn: Thema kommt erneut ins Gremium

Robert Langenegger fragte nach, ob sich der Sachverhalt denn verändert habe, und erinnerte sich, dass der erste Antrag „aus Kostengründen“ abgelehnt worden sei. Binder erklärte, dass der Sachverhalt derselbe geblieben sei. Vor der weiteren Beratung wird die Verwaltung die alten Protokolle noch einmal an die Räte aushändigen. Dann kommt das Thema erneut ins Gremium.

Zwei weitere Bauanträge zum Umbau eines Untergeschosses in eine Einliegerwohnung in Alsmoos und zur Umsetzung einer Havariemaßnahme für die Biogasanlage wurden einstimmig beschlossen.

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