Newsticker

Deutscher Ethikrat lehnt Corona-Immunitätsnachweis ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Stefan Schneider gibt Vorsitz beim TSV Kühbach ab

Kühbach

16.09.2020

Stefan Schneider gibt Vorsitz beim TSV Kühbach ab

Stefan Schneider kandidiert 2021 nicht mehr als Vorsitzender beim TSV Kühbach.
Bild: Carmen Jung (Archivbild)

Plus Beim TSV Kühbach wird im März 2021 gewählt. Vorsitzender Stefan Schneider tritt dann nach zwölf Jahren nicht mehr an. Der 48-Jährige findet, dass es nun genug ist.

Stefan Schneider findet: Zwölf Jahre sind genug. So lange ist er Vorsitzender des TSV Kühbach. Bei der nächsten Wahl tritt der 48-Jährige nicht mehr an. Das geschieht aber nicht etwa aus Frust, weil er im März bei der Bürgermeisterwahl knapp mit 48,2 Prozent gegen Karl-Heinz Kerscher unterlegen ist, wie es in Kühbach gemunkelt wird. Schneider betont auf Anfrage: Seine Entscheidung in Sachen TSV Vorsitz habe mit der Kommunalwahl nichts zu tun.

Schneider: Mit der Bürgermeisterwahl hat das nichts zu tun

Der 48-Jährige erklärt: „Das ist kein Kurzschluss.“ Es sei einfach nicht gut, wenn einer zu lange in einem Amt bleibe. „Irgendwann muss man abtreten“, findet er. Der richtige Zeitpunkt ist für Schneider im März 2021 gekommen. Dann werden die Neuwahlen nachgeholt. Sie sollten ursprünglich heuer im März stattfinden. Wegen der Corona-Krise hatte der TSV die Jahreshauptversammlung absagen müssen.

Schneider will sein letztes Projekt noch vollenden

Im vergangenen März wäre Schneider, wie er sagt, noch einmal als TSV-Chef angetreten. Und zwar nur, weil er fertig machen wollte, was er begonnen hatte: sein letztes großes Projekt, das Domizil der Tennisspieler am Sportpark an der B300. Die Maßnahme ist fast fertig. Es sind nur noch Sanitärinstallationen und Außenarbeiten nötig. Der TSV stehe gut da, er könne guten Gewissens abtreten, findet Schneider. Obwohl dem Verein Einnahmen fehlen wegen Corona, weil etwa das Brauereifest abgesagt werden musste, sei er finanziell stabil.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nicht nur Stefan Schneider hört beim TSV Kühbach auf

Mit Schneider verabschieden sich Stellvertreter Kaspar Wagner, Schriftführer Martin Richter und Schatzmeister Manfred Felber. Gerade die beiden Letzteren hätten schon längst aufhören wollen, erzählt Schneider. Er habe sie aber überredet, weiterzumachen. Den Wechsel an der Spitze sieht Schneider als Gelegenheit für neue Ideen. Wer nachfolgt, ist noch nicht bekannt.

In Schneiders Amtszeit ist der TSV von 570 auf 940 Mitgliedern gewachsen, und der 2006 eingeweihte Sportpark füllte sich mit Leben. Dafür war viel Engagement nötig. Schneider: „Der TSV ist eine kleine Firma, definitiv.“ Anfangs habe er sicher wöchentlich mindestens 15 Stunden investiert – neben seiner regulären Arbeit. Zusätzlich fungierte Schneider in der vorigen Legislaturperiode als Zweiter Bürgermeister. Bis heute ist er Gemeinderat.

Corona brachte Schneider eine berufliche Zwangspause

Corona legte auch Schneider eine Zwangspause auf. Beruflich betreibt er den Schulkiosk eines großen Münchener Gymnasiums. Jetzt ist er froh, dass dieser endlich wieder laufen kann. Sechs Monate musste Schneider überbrücken. Das war nicht nur schlecht. Schneider genoss auch die Auszeit. Schon jetzt freut er sich auf den Tag, wenn er die Sportanlage einfach mal nur genießen kann. Mit dem Tennisspielen hat er schon angefangen.

Lesen Sie auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren