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02.06.2009

Steinheber stemmt neuen Weltrekord

Klosterlechfeld "Ziiiiiieeeeeehhhh", hallt es laut durch das Klosterlechfelder Festzelt. Die Besucher des Lechfeld-Cups im Steinheben wissen nicht, was gleich passiert: Sie werden Zeugen eines neuen Weltrekords: Andreas Altmann hebt den 354-Kilo-Stein mehr als 80 Zentimeter hoch.

Den "normalen" - 508 Pfund schweren - Stein riss Altmann fast ohne Mühe in die Höhe. Aber Altmann hat noch nicht genug. Er will den Weltrekord. Auf 708 Pfund, also 354 Kilogramm wird der Stein beschwert. Die Verantwortlichen schütteln nur noch erstaunt mit dem Kopf. Innerhalb weniger Minuten hat er heute schon 2332 Pfund gehoben und will sich trotzdem noch einmal mit dem Stein messen. Unter tosendem Applaus zieht Altmann den Stein ein weiteres Mal in die Höhe. 80,6 Zentimeter: ein neuer Weltrekord und der Gesamtsieg.

Steinheben heißt der Sport, der jedes Jahr aufs Neue das Klosterlechfelder Festzelt füllt. Der Lechfeld-Cup ist einer der renommiertesten Wettbewerbe. In verschiedenen Gewichtsklassen wird darum gekämpft, wer den Stein am höchsten heben kann. Ein Meter ist die Messlatte. Für diejenigen, die es schaffen, werden anschließend in Schritten von je 50 Pfund weitere Steinplatten aufgelegt. Gefeiert aber wird jeder Teilnehmer. Selbst wenn nicht einmal die Qualifikationshöhe erreicht wird. Xaver Kennerknecht ist ein "alter Hase". Seit 1981 ist der mittlerweile 62-jährige Kemptener dabei. Fast nie hat er gefehlt. Kennerknecht hebt ebenso, wie der Garmisch-Partenkirchener Marco Wanke in Lederhosen: "Ich mag Traditionen und das Steinheben gehört für mich einfach dazu", sagt er.

Der kritische Moment ist beim Steinheben erreicht, wenn der Griff des Steins über die Knie herausgehoben wurde. Sackt man jetzt in sich zusammen, drohen schwerste Verletzungen, erklärt Franz Ritzer, Vorsitzender des Steinheber-Landesverbands: "Das kommt aber selten vor. Häufiger sind aufgeschürfte Finger und Muskelkater."

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