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Kühbach

24.03.2020

Stichwahl in Kühbach: Schneider ist auf der Zielgeraden optimistisch

Stefan Schneider, Kandidat der Gruppierung GMK, ist Vorsitzender des TSV Kühbach. Unser Archivbild entstand auf dem Sportgelände.
Bild: Carmen Jung

Plus Kommunalwahl: Der Kandidat der neuen Gruppierung GMK will als Bürgermeister von Kühbach in Krisen auf Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft setzen.

Die Stichwahl um den Bürgermeisterstuhl im Markt Kühbach ist für Stefan Schneider natürlich wichtig und dennoch durch das Coronavirus in den Hintergrund gerückt. Den Sonntag sehnt er sich „ein wenig“ herbei, sagt der 48-Jährige, der für die neue Gruppierung „Gemeinsam für unsere Marktgemeinde Kühbach“ (GMK) antritt. „Ich bin froh, wenn das Thema Wahlkampf dann sein Ende findet.“

Schon nach der Nominierungsversammlung im vergangenen Jahr habe er viel Zuspruch und Rückhalt erfahren, sagt Schneider. Das tat dem Kühbacher, derzeit Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde, schon deshalb gut, weil er ein paar Wochen vorher, bei der Nominierungsversammlung seiner ursprünglichen Gruppierung, der Ortsgemeinschaft Kühbach (OGK), eine deutliche Niederlage hinnehmen musste. Karl-Heinz Kerscher, der kurzfristig und für Schneider überraschend ebenfalls für die OGK angetreten war, warf ihn zunächst als Bürgermeisterkandidat aus dem Rennen. Kerscher errang 202 Stimmen, Schneider nur 102.

Schneider: Ergebnis vom 15. März war motivierend

Das relativ ausgeglichene Wahlergebnis vom 15. März, bei dem er als Bürgermeisterkandidat 774 Stimmen (32,5 Prozent) und Kerscher 868 Stimmen (36,4 Prozent) erhalten hatte, sieht der Kühbacher als „motivierenden Erfolg“. Er sagt: „Ich blicke der Zielgeraden nun optimistisch entgegen.“ Angesichts der aktuellen Situation sei es im Wahlkampf im Moment natürlich ruhig geworden.

Die Frage, ob und wie er sich ablenkt, um die Zeit bis zur Stichwahl zu überbrücken, stellt sich für Schneider gar nicht. „Ablenkung ist im Moment allein durch das Thema Corona gegeben und der Fokus hat sich selbstverständlich verschoben.“ Die täglichen Geschehnisse würden alle gleichzeitig binden und fordern. „Im Moment stehen daher andere Ereignisse und Gedanken als der Wahlkampf an oberster Stelle.“ „Das Virus bringt für uns alle eine komplett neue und völlig unbekannte Gegebenheit mit sich.“ Die extremen Umstände des „Eingesperrtseins“ würden die Menschen unsicher machen. „Wir überlegen alle, wie wir mit dieser beängstigenden Situation umgehen können.“

Schneider: "Hilfsbereitschaft ist wichtiger denn je"

Erste unterstützende Maßnahmen seien in Kühbach bereits eingeleitet worden. Der 48-Jährige betont: „Gemeinschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft sind jetzt wichtiger, denn je.“ Da aber keiner wisse, wie lange diese Ausnahmesituation andauern wird, sei es auch wichtig, in dieser Problemlage „überlegt und ganzheitlich zu handeln“. Schneider sammelte in diversen Gesprächen bereits erste Ideen: „Ich denke beispielsweise an einen runden Tisch aller Betroffenen der Marktgemeinde, der Raum für Wünsche und Meinungen bietet.“ Versprechen könne er natürlich nichts, sagt er: „Aber ich will alles, was in der Macht eines Bürgermeisters steht, dann zur Verfügung stellen und umsetzen.“

Das ist Stefan Schneider:

  • Alter: 48 Jahre.
  • Aufgewachsen: in Kühbach.
  • Familienstand: zwei erwachsene Söhne und in einer festen Beziehung lebend.
  • Ausbildung und Beruf: Handelsbetriebswirt; aktuell selbstständiger Betreiber eines Schulkiosks.
  • Kommunalpolitik: Seit zwölf Jahren Mitglied im Gemeinderat, seit sechs Jahren Zweiter Bürgermeister.
  • Hobbys: Laufen, Lesen, Kochen und Bergtourengehen.

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