Newsticker

Lokale Ausnahmen von der Maskenpflicht für Grundschüler müssen in Bayern genehmigt werden
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Straße zum Gewerbegebiet zu schmal?

Bauausschuss

16.04.2015

Straße zum Gewerbegebiet zu schmal?

Die Peter-und-Paul-Straße in Ecknach wird nicht verbreitert.
Bild: Erich Echter

Die Zufahrt zur Erweiterung des Gewerbeparks Ecknach an der B300 wird nicht zwei Meter breiter. Die Mehrheit hält die bisherigen 4,50 Meter für ausreichend

Für die Erweiterung des Gewerbeparks Ecknach an der B300 laufen derzeit die Erschließungsarbeiten. Bis Ende Juli sollen sie fertig sein. Elf weitere Gewerbegrundstücke mit Flächen zwischen 900 und 1600 Quadratmetern entstehen dort (wir berichteten). Zehn davon sind schon verkauft.

Angefahren werden die neuen Grundstücke über die Peter-und-Paul-Straße. Diese ist ab der Einmündung der Industriestraße 4,50 Meter breit. Trotz der vorgesehenen Ausweichbuchten zu schmal, meinte der Ecknacher Stadtrat Erich Echter (Christliche Wählergemeinschaft). Er stellte jetzt den Antrag, die Straße auf 6,50 Meter zu verbreitern. Im Bauausschuss des Aichacher Stadtrats fand der Antrag jedoch keine Mehrheit.

Echter begründete seinen Antrag damit, dass der Verkehr auf der Straße zunimmt: Landwirte fahren dort, der Verkehr zu den neuen Gewerbegrundstücken läuft dort und es gibt viel Lastwagenverkehr wegen des Kiesabbaus im Blumenthaler Forst. Momentan kämen auf der Straße zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbei. Es komme immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bauamtsleiterin Martina Illgner hielt die Breite von 4,50 Metern für ausreichend. Wie sie erläuterte, hatte der Stadtrat 2013 bereits über das Thema gesprochen und beschlossen, es bei der bisherigen Breite zu belassen.

Die Straße bekommt aber eine neue Asphaltdecke, auf beiden Seiten befahrbare Bankette und Ausweichbuchten. Die jetzt beantragte Verbreiterung würde laut Illgner rund 130000 Euro mehr kosten, die die Stadt alleine tragen müsste, und der Bebauungsplan müsste geändert werden.

Echter plädierte dafür, diese Mehrkosten jetzt in Kauf zu nehmen. „Irgendwann muss das gemacht werden“, war er überzeugt. Unterstützung bekam er von der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Wie Echter meinte Georg Robert Jung, es sei günstiger, die Straße jetzt zu verbreitern.

Helmut Beck (CSU) hielt die Breite jedoch für ausreichend. Er sei nicht bereit, 130000 Euro für die kurze Strecke – etwa 200 Meter – draufzulegen. „Es ist jedem, der da fährt, zuzumuten, gegenseitig Rücksicht zu nehmen“, meinte er. „Ich glaube nicht, dass langsamer gefahren wird, wenn die Straße breiter wird.“ Auch Erich Friedl, selbst Landwirt, hielt die Verbreiterung zwar für wünschenswert, bei dem kurzen Stück und zwei Ausweichbuchten aber für verzichtbar.

Mit 9:3 wurde der Antrag abgelehnt. Dafür waren Echter, Jung und Manfred Schreier (FWG).

Bereits abgeschlossen ist die archäologische Voruntersuchung des Geländes, berichtete Martina Illgner. Die Firma ProArch aus Ingolstadt hat das für rund 6800 Euro erledigt. Laut Illgner gab es „kleinflächige Fundstellen“. Etwa 50 Scherben aus einer Grube seien bereits dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Thierhaupten übergeben worden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren