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Energie

25.01.2019

Stromversorger befreit Leitungen von Ästen

Spezialfirmen, wie z. B. der Forstservice Haid aus Haldenwang, sind im Auftrag von LVN von Herbst bis Ende März im gesamten Netzgebiet unterwegs, um Bäume und Sträucher zurückzuschneiden.
Bild: LEW/ Michael Hochgemuth

Ausastarbeiten beugen Stromausfällen vor. Dank isolierter Werkzeuge muss dafür nur selten der Strom abgeschaltet werden. Grundstücksbesitzer sollten nicht selbst ausschneiden

Mit Motorsäge und Astschere beugt die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) als Betreiber des regionalen Stromverteilnetzes derzeit Stromausfällen vor. Dabei werden Bäume und Sträucher entlang der Stromleitung mit Motorsäge und Astschere zurückgeschnitten beziehungsweise je nach Gehölzart ebenerdig gekürzt, heißt es in einer Pressemitteilung der LEW.

Somit soll vermieden werden, dass Äste zu nah an die Leitung wachsen und so, aufgrund von Stromüberschlag oder bei schlechter Witterung, die Stromversorgung beeinträchtigen. LVN investiert in diese Arbeiten mehr als zwei Millionen Euro. Die Summe geht an 17 Betriebe aus der Region, darunter Garten- und Landschaftspflegebetriebe sowie Forstbetriebe. Die Spezialfirmen sind seit Herbst und noch bis Ende März im gesamten LVN-Netzgebiet unterwegs. Berücksichtigt werden Stromleitungen aller Spannungsebenen des Verteilnetzes von 400 Volt (Niederspannung) bis zu 110000 Volt (Hochspannung). Netzkunden merken von den Arbeiten in der Regel nichts, nur in einzelnen Fällen müssen Leitungen vorübergehend spannungslos geschaltet werden.

Um die Zahl der nötigen Stromabschaltungen möglichst gering zu halten, wird bei LVN in der Nieder- und Mittelspannung außerdem ein besonderes Verfahren angewandt: Durch den Einsatz isolierter Abstandsmessstangen und Stangensägen kann auch bei Bewuchs, der Sicherheitsabstände zu Leitungen unterschreitet, ohne Abschaltung gearbeitet werden. Falls trotzdem vorübergehend einzelne Leitungsabschnitte spannungslos geschaltet werden müssen, informiert LVN betroffene Haushalte vorab.

Die Maßnahmen finden im Einklang mit den geltenden Bestimmungen des Natur- und Vogelschutzes statt. Daher werden die Arbeiten in der vegetationsarmen Winterzeit und vor Beginn relevanter Vogelbrutzeiten abgeschlossen.

Aus Sicherheitsgründen warnt LVN Grundstücksbesitzer davor, Bäume, die zu nahe an Stromleitungen herangewachsen sind, selbst auszuschneiden. Stattdessen sollte die zuständige Betriebsstelle verständigt werden.

Die Kontaktdaten sind zu finden auf www.lew-verteilnetz.de/kontakt. (AN)

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