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Gachenbach

30.08.2020

Stüberl bei Maria Beinberg wird saniert: Darauf können sich Pilger freuen

Das derzeit gesperrte Wallfahrtstüberl bleibt erhalten. Es wird für rund 370000 Euro saniert und vom eigens gegründeten Verein betrieben.
Bild: Andrea Hammerl

Plus Das 40 Jahre alte Gebäude bei der Wallfahrtskirche entsprach nicht mehr den Auflagen und sollte abgerissen werden. Jetzt wird es doch saniert.

Fast ein halbes Jahrtausend kam die Wallfahrt in Maria Beinberg ohne ein Wallfahrtsstüberl aus. Das wurde zur Zeit Pater Waldemars errichtet und ist erst rund 40 Jahre alt. Dennoch hat es in und um Gachenbach (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) jede Menge Diskussionsbedarf entfacht, als es den bau- und brandschutzrechtlichen Vorgaben nicht mehr entsprach und sogar abgerissen werden sollte. Derzeit ist es deshalb auch gesperrt.

Mittlerweile ist eine Lösung gefunden worden: Die Diözese Augsburg, die einen einmaligen Zuschussbeitrag von 200000 Euro für die Instandsetzung des Stüberls in Aussicht stellt, verpachtet auf Erbpachtbasis an die Gemeinde Gachenbach. Die vermietet wiederum an den seit 23. Juli ins Vereinsregister eingetragenen Freundeskreis Wallfahrtsstüberl Maria Beinberg, der das Stüberl betreiben wird.

Stüberl bei Maria Beinberg: Von Brotzeit über Kaffee und Kuchen

„Der Kostenrahmen für die Sanierung liegt etwa bei 370000 Euro“, erklärt Bürgermeister Alfred Lengler. Dafür sollen ein Stüberl für 60 Wallfahrer entstehen, dazu ein Kellerraum für weitere 40, ein kleiner Außenbereich sowie behindertengerechte Toilettenanlagen. „Wir werden das ganz entspannt zu Ende bringen“, meint Lengler, der als Geburtshelfer für den Förderverein fungierte und ab Herbst, wenn der Verein Gemeinnützigkeit haben soll, mit dem Bau loslegen will. Hinzu kommt ein zweiter Fluchtweg. Die Abläufe sollen effizienter werden, um die Pilger schneller und reibungsloser zu versorgen. Die Teeküche wird verlegt, und die Tische werden im Uhrzeigersinn entlang der Fenster aufgestellt.

„Das wird gigantisch von den Lichtverhältnissen her“, schwärmt Freundeskreisvorsitzender Ulrich Städele schon jetzt, der betont, es handele sich nicht um eine richtige Gastronomie, sondern ein Wallfahrer-Stüberl mit Teeküche, in dem es nur warme und kalte Brotzeiten sowie Kaffee und Kuchen geben werde, weshalb die Brandschutzauflagen entsprechend geringer ausfielen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Städele, der seine Motivation aus der Überzeugung zieht, dass „Maria Beinberg eine so tolle Kirche ist, die so viel Kraft gibt“ – daher sei es ihm wichtig, die Wallfahrt zu unterstützen. „Kirchen sind Begegnungsstätten, und dazu gehört auch Essen und Trinken“, betont Städele.

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