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Fasching

23.02.2020

Tausende Narren feiern im Aichacher Land

Das Aichacher Prinzenpaar hatte auf den Stadtplatz Süßigkeiten für die Kinder mitgebracht.
Bild: Erich Echter

Plus Der Aichacher Paartalia lacht Kaiserwetter, Zell ohne See notiert einen Teilnehmerrekord und in Pöttmes freuen sich die Veranstalter über rund 10.000 Besucher.

Fasching zwischen Frühling und Aprilwetter – das erlebte das närrische Volk am Wochenende im Aichacher Land. Während für die Paartalia beim bunten Faschingstreiben am Samstag auf dem Aichacher Stadtplatz die Sonne lachte, bekamen es die Teilnehmer der Umzüge in Griesbeckerzell und Pöttmes mit launischen Bedingungen zu tun. Das stürmische Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch. Tausende von Faschingsfans säumten in Griesbeckerzell und in Pöttmes die Straßen – zur Freude von Veranstaltern, Polizei und Hilfskräften ohne gravierende Vorkommnisse.

Originelle Ideen nehmen in den Zeller Straßen Gestalt an

Ein buntes Völkchen trieb sich in Griesbeckerzell herum. Viele Besucher des Faschingsumzugs hatten offensichtlich genauso viel Spaß am Kostümieren wie die Teilnehmer. Rund 35 Gruppen zogen durch den Aichacher Stadtteil. Als Motto hatten sie Themen wie „Insekten“, „Filme und Serien“ oder das „Chinesische Neujahrsfest“ gewählt. Vom „närrischen Balkon“ aus verfolgte wie immer die Prominenz den Umzug. Bürgermeister Klaus Habermann lobte: „Die Faschingsgesellschaft hat sich wieder Riesenmühe gemacht.“

Bild: Erich Echter

Nicht weniger aufwendig präsentierte sich der Fasching in Pöttmes. Hans Steiger vom organisierenden Verkehrs- und Verschönerungsverein Pöttmes sprach am Ende hoch erfreut von rund 10000 Besuchern, die den Umzug, der nur alle zwei Jahre stattfindet, sehen wollten. Die Stimmung war auch hier bestens.

Tausende Narren feiern im Aichacher Land

Auch die Aichacher Paartalia war zufrieden. Sie hatte am Samstag das beste Wetter erwischt. Auf dem Stadtplatz herrschte Kaiserwetter. Beobachter sprachen von etwa 700 Menschen.

Zells Feuerwehrkommandant spricht vom "ganz normalen Wahnsinn"

Nach dem Umzug in Zell zog der örtliche Feuerwehrkommandant Bernhard Höß ein Fazit: „Der ganz normale Wahnsinn.“ Er formulierte eine Klage, die nicht allein auf die närrischen Tage zutrifft: „Man möchte mehr Respekt von gewissen Personen gegenüber uniformierten Menschen erwarten.“ Kreisbrandrat Christian Happach konnte sich kurzfassen: „Mit dem Wetter haben wir noch mal Glück gehabt.“ Allgemein wurde bei der Bilanz am Sonntagabend im Feuerwehrheim die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen ( Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz, Security und THW) als hervorragend eingestuft. Erich Weberstetter, der Chef der Polizei Aichach, stellte fest: „Aus unserer Sicht war es ruhig.“ In einem Fall mussten die Personalien festgestellt werden. Ein 17-Jähriger habe einem Kollegen einen Kopfstoß verpasst und ihn geschlagen. Er wurde in Gewahrsam genommen.

Ein Zeller Besucher musste ins Krankenhaus gebracht werden

Mit 30 Einsatzkräften, darunter Notarzt Dr. Florian Brandes, und sieben Fahrzeuge war das Rote Kreuz vor Ort. Mario Pettinger berichtete als Einsatzleiter von zwölf Vorfällen. Dabei habe sich ein Mitglied der Paartalia bei einer Hebefigur eine Verletzung im Bereich der Lendenwirbel zugezogen. Bei einem Besucher, der offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol mit dem Kopf auf den Boden gestürzt war, wollten die Sanitäter nichts riskieren. Das führte zum einzigen Transport in ein Krankenhaus. „A’ saubere Sach’“, lautete die Bilanz von Pettinger nach einem „äußerst arbeitsreichen Tag“. Norbert Bachmann, der Vorsitzende von Zell ohne See, stellte fest: „Wir haben einen wunderschönen Umzug gehabt, farbenprächtig. Die Stimmung in Griesbeckerzell ist einzigartig. Wir haben was auf die Beine gestellt, das sich Sie schreibt.“ Er sprach ferner von knapp 15000 Zuschauern, von 1100 Teilnehmern (Rekord) und einem 600 Meter langen Zug. Bachmann nannte eine weitere Zahl: „Wir haben 1,5 Tonnen Gutzis verteilt.“ Welcher Aufwand mit dem Umzug verbunden war, das wird man auch beim Helferessen sehen, zu dem 260 Personen geladen werden – und das ohne Feuerwehr.

Die Bilanz in Pöttmes ließ sich auf diesen kurzen Nenner bringen: Polizei und BRK beklagten keinerlei Zwischenfälle. (mit drx, lice, jca)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar So klappt’s mit dem Fasching im Aichacher Land

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