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Pfingstwallfahrt

29.05.2015

Tausende pilgern nach Altötting

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Einzug der Pilgergruppe 3 in die Basilika St. Anna im Gnadenort Altötting.

650 Teilnehmer, unter ihnen viele aus dem Landkreis, nehmen bei durchwachsenem Wetter einen dreitägigen Fußweg von Baldham aus auf sich. Auch die Organisatoren brauchen einen langen Atem

Unter dem Motto „Er hält das Leben in der Hand“ lud die Legio Mariens zur 59. Pfingstwallfahrt nach Altötting ein. Neben Tausenden Wallfahrern machten sich auch rund 650 Gläubige, darunter viele aus dem Wittelsbacher Land, von Baldham aus in der Gruppe 3 auf den dreitägigen Marsch zum Gnadenort.

Für Hildegard Deuse und ihren Sohn Manuel, die Organisatoren der Gruppe 3, beginnen die Vorbereitungen schon im Februar. Um die nötigen Genehmigungen zu erhalten, müssen sie Bürgermeister und Landratsämter kontaktieren. Zudem sind 1300 Briefumschläge zu frankieren. Für die Gottesdienste in Baldham und Schnaitsee müssen sie Priester finden.

Heuer erklärte sich Pallottinerpater Alexander Holzbach aus Friedberg bereit. Er würdigte das Engagement der Pilger, die sich trotz des durchwachsenen Wetters auf den Weg nach Altötting machten. Eine Freude war es für ihn, die zahlreichen Kinder, die mitgingen, in der Kirche von Schnaitsee einzeln zu segnen.

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Damit die Teilnehmer aus den Landkreisen Aichach-Friedberg und Dachau rechtzeitig zum Ausgangspunkt Baldham kommen, werden im März die Buspläne ausgearbeitet. Im April werden die Einladungsschreiben verschickt. Hilfreich ist, dass viele Pilger sie sich inzwischen per E-Mail zusenden lassen. Anschließend bearbeiten die Organisatoren die Anmeldungen. Quartiere für Neulinge werden bereitgestellt. Im Mai beginnt die heiße Phase. Die Organisatoren versenden die Teilnahmeunterlagen. Danach gehört das Wohnzimmer wieder Hildegard Deuse allein.

Es folgt eine Besprechung mit dem Priester. Auch die Gaststätten müssen noch grünes Licht geben. Zum Schluss fahren die Verantwortlichen die Wallfahrtsstrecke ab, um sicherzugehen, dass der Weg nicht durch äußere Einflüsse oder Baustellen beeinträchtigt ist.

Von Baldham aus führte am Pfingstsamstag der Weg durch den Ebersberger Forst. Nach einer Rast in Ebersberg und Forsting bezogen die Pilger in Edling und Umgebung nach 35 Kilometern Fußmarsch die ersten Nachtquartiere. Andere Wallfahrer pilgerten weiter und erreichten nach 43 Kilometern ihre Unterkünfte in Wasserburg.

Am Pfingstsonntag machten sich die Gläubigen auf den 33 Kilometer langen Weg nach Garching an der Alz. In Schnaitsee zelebrierte Pater Holzbach den Gottesdienst. Heuer konnte nachmittags wieder in Peterskirchen Halt gemacht und so ein Umweg vermieden werden. Nach der Nachmittagsrast traf die Gruppe unterwegs mit rund 350 Rosenheimer Pilgern zusammen. Gemeinsam führte der Weg nach Garching. Heuer empfing Gemeindeassistentin Marianne Meisinger in Vertretung für den erkrankten Pfarrer Günter Eckl die Pilger.

An den beiden ersten Tagen der Wallfahrt hatte es immer wieder geregnet. Am Pfingstmontag ließ sich beim Abmarsch aus Garching zum 17 Kilometer entfernten Gnadenort Altötting erstmals die Sonne blicken. Rund 5000 Pilger zogen mittags von Heiligenstatt aus in die Basilika in Altötting ein und feierten mit Weihbischof Engelbert Siebler vom Erzbistum München-Freising den Abschlussgottesdienst.

Der Chor Undique (lateinisch für: von überall her, von allen Seiten) unter der Leitung von Alex Nadler aus Baiern gestaltete das Hochamt musikalisch. Der Chor begeisterte die Gläubigen auch nach dem Auszug aus der Basilika mit seinen Liedern.

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