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Sitzung

20.09.2019

Teurer Klärschlamm, „günstige“ Feuerwehr

Affinger Gemeinderat vergibt Aufträge und zahlt mehr für den Schulbus

Im Bebauungsplan „Nördlich der Gebenhofener Straße“ in Affing wird eine Baulücke geschlossen. Dort soll auf einem Grundstück am Georg-Wurzer-Weg ein Einfamilienhaus gebaut werden. Im nördlichen Teil dieser Fläche soll es, wie im Bebauungsplan vorgesehen, bei einer größeren Bebauung mit Doppel-, Reihen- oder Mehrfamilienhaus bleiben. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung einer nötigen Änderung des Bebauungsplanes zu. Die Kosten muss der Antragsteller übernehmen.

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Außerdem fasste das Gremium diese Beschlüsse:

Gerechnet hatte Affing mit 24000 Euro. Tatsächlich kosten die Anschaffungen für die Feuerwehren der Gemeinde in diesem Jahr nur knapp 16000 Euro. Den Zuschlag erhielten die Firma Denzel Fireequipment aus Burgenrüden-Bühl (5600 Euro) und die Firma Fischer aus Dinkelscherben (gut 10000 Euro).

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Von jährlich 3500 Kubikmeter Klärschlamm kann Affing nur noch 2100 Kubikmeter an Landwirte abgeben. Der Rest geht in die Verbrennung. Diese Art der Entsorgung ist teuer. Sie kostet für 2020 und 2021 insgesamt 94000 Euro. Den Zuschlag erhielt die Firma Emter aus Altenstadt.

Die Gemeinde gibt den neuen staatlichen Zuschuss für betreute Kinder bis zum Alter von drei Jahren an die Eltern weiter. Im entsprechenden Beschluss vom März war nur von Kindergartenkindern die Rede. Das Gremium präzisierte nun, dass das auch für Krippenkinder gelte.

Seit März 2012 waren die Preise für die Schülerbeförderung konstant. Markus Jahnel bezeichnete das als „Traumkonstellation“. Dass das Busunternehmen nun um eine Preiserhöhung bat, war für den Gemeinderat keine Frage. So kostet zum Beispiel die tägliche Früh- und Mittagsfahrt zur Affinger Grundschule nun 220 statt bislang 201,40 Euro. Die Preise sollen bis zur nächsten Ausschreibung gelten, die ohnehin bald fällig ist, beschloss der Gemeinderat.

Der Bürgermeister dankte Vereinen, Anbietern und Jugendbeauftragten für das Ferienprogramm. 136 Kinder besuchten die 26 Angebote.

Der FC Affing erhält einen Zuschuss von 441 Euro für den Austausch einer Thermostatbatterie für die Dusche im Sportheim und rund 350 Euro für eine Beregnungsmaschine. Das sind jeweils 25 Prozent der Kosten. Vorerst steht nicht zur Debatte, diese Praxis zu ändern. Paul Moll hatte sich gefragt, ob da jeder Verein kaufen könne, was er wolle. Grundsätzlich müsse es um eine Sicherung der Vereinssubstanz gehen, erklärte ihm Bürgermeister Markus Winklhofer. Weil der im Haushalt eingeplante Betrag für Vereinszuschüsse nun überschritten wird, genehmigte der Rat überplanmäßige Ausgaben.

Immer wieder wird im Gemeinderat mangelnder Wettbewerb bei der Straßenbeleuchtung kritisiert. Die Aufträge gehen stets an die Lechwerke (LEW) in Augsburg. Bürgermeister Winklhofer sollte deshalb klären, ob auch ein anderes Unternehmen zum Zug kommen könnte. Die LEW bestätigten, das sei grundsätzlich möglich. Sollte aber zum Beispiel ein Dritter das Netz in einem Neubaugebiet aufbauen, müsse es einen Übergabepunkt samt Zähleinrichtung geben. Für dessen Unterhalt seien diese Firma und die Kommune zuständig. Der Gemeinderat nahm das zur Kenntnis. (jca)

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