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Aichach

07.05.2018

Theater gibt es überall im Landkreis Aichach-Friedberg

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Die Referenten der Tagung von links Nicoletta Kindermann (Theater Augsburg), Louisa Grötsch und Andreas Gärtner (Neues Theater Mering)
Bild: Michael Schmidberger

Amateurschauspieler des Wittelsbacher Landes stehen in Schulen, Wirtshäusern, Hallen, und unter freiem Himmel auf den Bühnen. Jetzt treffen sich 58 von ihnen

58 Mitglieder von 21 Theatergruppen waren der Einladung von Kreisheimatpfleger und Laienspielberater Michael Schmidberger ins Landratsamt gefolgt. Mit großem Interesse haben sich die Theatermacher aus dem Landkreis an der 35. Amateurtheater-Tagung beteiligt. Landrat Klaus Metzger dankte ihnen für ihr ehrenamtliche Engagement: „Sie sind diejenigen, die das Wittelsbacher Land in den Vordergrund rücken.“ Er bat darum, sich mit der Regelung der so genannten stillen Tage zu arrangieren. An diesen Tagen sollen keine Theaterveranstaltungen mit lustigem Charakter stattfinden. Metzger lud die Theater des Landkreises ein, sich mit Inszenierungen am Rahmenprogramm der Landesausstellung 2020 zu beteiligen. Das Theaterstück sollte inhaltlich mit den Wittelsbachern zu tun haben.

Die Theaterleute im Wittelsbacher Land seien eifrige Komödien-Spieler, sagte Schmidberger, wobei „Komödie-Spielen“ nicht eingeengt sei auf den modernen Begriff Komödie, sondern das Theaterspiel in seiner Gesamtheit umfasse. Die Bretter, die die Welt bedeuten seien im Landkreis überall zu finden: draußen und drinnen, vor dem Sisi-Schloss und nahe der Autobahn, im Wirtshaussaal und in der Mehrzweckhalle, im Bürgerhaus und im Pfarrheim, im Dachtheater und im Theaterstadel, in der Schulaula und auf der Bühnenburg.

Der Laienspielberater lobte die Theatervereine weiter: „Betrachtet man die Theaterszene im Landkreis, so begegnet man einer Vielfalt und Vielschichtigkeit, die ein breites Spektrum an Spielgattungen biete. Schmidberger legte eine positive Jahresbilanz vor. Die Leistung der 35 vereinsmäßig organisierten Bühnen bliebe in Qualität und Quantität nahezu konstant. Die wichtigste Größe der Bilanz sei die Anzahl der Produktionen. 33 auf den Bühnen bedeuteten eine geringe Abnahme im Vergleich zum Vorjahr

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Von den 35 erfassten Amateurtheatern waren 30, eines weniger als im Jahr zuvor, aktiv. Hinter diesen absoluten Zahlen stehe ein Heer engagierter Menschen. Zwischen Stückauswahl und Premierenapplaus liege viel Arbeit, so Schmidberger. „Dafür verdienen alle Mitwirkenden Anerkennung und Applaus. Für das Bühnenbild und die Ausstattung klatschen die Zuschauer in manchen Sälen bereits dann Beifall, wenn sich der erste Vorhang hebt“, so Schmidberger.

Höhepunkte des Theaterjahres hätten die Theaterfreunde Ried und die Theaterfreunde Wittelsbach geliefert. In Ried gab es die Welturaufführung der Komödie „Da gierige Grantler“ der Autorin und Kabarettistin Alexandra Stiglmeier und die Theaterfreunde Wittelsbach leisteten eine „Herkulesarbeit“ und spielten vor dem Sisi-Schloss in Unterwittelsbach „Die Feuerzangenbowle“. Trotzdem ereigne sich auch im Theater Unvorhergesehenes. Schmidberger erinnerte an die akute Erkrankung der Hauptdarstellerin des Aichacher Volkstheaters eineinhalb Stunden vor der Premiere, die die Absage der ganzen Spielzeit nach sich zog.

Die Liste der meistgespielten Autoren führte 2017 Ralph Wallner mit vier Dreiaktern an („Deifi Sparifankerl“, „RegnWurmOrakl“, „Der Vampir von Zwicklbach“, „QuadratRatschnSchlamassl“). An zweiter Stelle steht Wolfgang Bräutigam („Eine himmlische Beförderung“, „Wer nicht wirbt, der stirbt“, „ Der entführte Selbstmordeinbruch“). Auf Rang drei kamen Peter Landstorfer („Da Leftutti“, „Da Rauberpfaff“) und Sebastian Kolb und Markus Scheble („Da Himme wart net“, „Im Pfarrhaus is da Deife los“).

Im Literaturtheater kamen die Nibelungen, „Pension Schöller“ von Wilhelm Jakoby und Carl Lauf, „Neue Punkte für das Sams“ von Paul Maar, „Die Mausefalle“ von Agatha Christie, „Vom Fischer und seiner Frau“ der Gebrüder Grimm und „Die Feuerzangenbowle“ von Heinrich Spoerl auf die Bühnen.

In den Vereinen wurde nicht nur das Theaterspiel gepflegt. Neben Vereinsausflügen habe es im vergangenen Jahr „etwas ganz Exklusives“ gegeben. Theatervereine aus dem Landkreis hätten weit über 2000 Euro beim Kaltwasser-Grillen gesammelt und damit soziale Projekte unterstützt.

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