1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Thomas Ritter will in Sielenbach als Bürgermeister kandidieren

Kommunalwahl 2020

03.10.2019

Thomas Ritter will in Sielenbach als Bürgermeister kandidieren

Thomas Ritter will bei der Kommunalwahl 2020 als Bürgermeisterkandidat in Sielenbach antreten.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Thomas Ritter aus Sielenbach will bei der Kommunalwahl 2020 als Bürgermeisterkandidat antreten. Für welche Wählergemeinschaft, weiß er noch nicht.

Kaum ist mit Heinz Geiling der erste Kandidat aus der Deckung gekommen, da steht auch schon der nächste auf. Thomas Ritter aus Sielenbach möchte ebenfalls als Bürgermeister kandidieren. Der 51-Jährige hat in seiner Heimatgemeinde Bankkaufmann gelernt und ist seit 13 Jahren selbstständig im Bereich Finanzdienstleistung tätig. Die Erfahrungen, die er dabei gesammelt habe, kämen ihm als Bürgermeister zugute, ist er überzeugt.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Gedanken darüber, ob er kandidieren soll, macht sich Ritter schon, seit er weiß, dass Martin Echter nicht mehr als Bürgermeister antreten will. Folgende Frage stellte Ritter sich selbst: „Kann ich mir mit dieser Erfahrung und dem Wissen, das ich in 20 Jahren Angestelltentätigkeit bei der Bank und 13 Jahren Selbstständigkeit gesammelt habe, diesen Posten zutrauen?“ Eine Frage, die der 51-Jährige für sich mit einem klaren Ja beantwortete.

Bauvorhaben sind eine Materie, in der er sich auskennt

Er kenne nicht nur beide Seiten – als Angestellter und als Selbstständiger –, sondern sei beruflich auch in ganz Bayern herumgekommen, sagt Ritter. Als Selbstständiger sucht er für Kunden, die bauen oder eine Immobilie kaufen wollen, die passende Bank und informiert über Fördermöglichkeiten. „Ich habe permanent mit Bauträgern Kontakt.“ Bauvorhaben seien eine Materie, in der er drin sei, betont Ritter. Eine berufliche Erfahrung, die er in das Amt einbringen würde. Der 51-Jährige sagt selbstbewusst: „Dieser einmaligen Chance würde ich mich stellen.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Der Sielenbacher beschreibt sich als lebensfroh, optimistisch und „vielleicht sogar spontan“. Auf den Mund gefallen ist der zweifache Familienvater auf jeden Fall nicht. Im Sport sei er mit 51 Jahren nicht mehr aktiv tätig, sagt er. Früher habe er Fußball gespielt, war Schriftführer im Sportverein und zwei Jahre lang auch Fußballtrainer. Heute besuche er gerne mal einen Berg oder einen Tennisplatz, sagt er und ergänzt: „Ich will mich nicht sportlicher machen, als ich bin, habe aber schon noch gewisse Aktivitäten.“ Dazu gehört zum Beispiel der tägliche Spaziergang mit Familienhund Edda.

Mit Gemeindepolitik hat er sich bisher kaum befasst

In der Politik hat Ritter sich bisher vor allem für die Weltpolitik interessiert. Hier vermisst er nicht nur Persönlichkeiten, sondern auch den Respekt voreinander. „Das ist alles gerade unterirdisch.“ Mit der Gemeindepolitik hat er sich dagegen bisher kaum befasst. Als Manko sieht Ritter das nicht. Als Selbstständiger sei er es gewohnt, sich immer wieder in neue Themen einlesen zu müssen. „Man muss sich den Aufgaben stellen“, sagt er.

Ein Kompliment macht er dem jetzigen Bürgermeister, Martin Echter: „In Sielenbach ist durch ihn viel gemacht worden.“ Infrastruktur, Kindergarten oder Glasfaser – das sei alles erledigt. „Jetzt geht es um neue Themen.“ Einen Schwerpunkt sieht Ritter in der Schaffung von Wohnraum.

Ob er an der bisherigen Praxis eines Einheimischenmodells festhalten würde, hängt für ihn vor allem davon ab: „Wie viele Sielenbacher bauen möchten und ob es dann auch noch für andere Menschen eine Möglichkeit gibt.“ Grundsätzlich solle ein Bürgermeister zuerst an die Gemeinde denken, sagt Ritter. „Aber ein paar Leute, die von außen kommen, schaden auch nicht und beleben die Kultur in einem Ort.“

Ritter: Bürgermeisteramt ist gut mit meinem Beruf vereinbar

Die ehrenamtliche Arbeit als Bürgermeister sei mit seinem Beruf gut zu vereinbaren, sagt Ritter. Als Selbstständiger könne er seine Termine nach Prioritäten legen. Ob er für die Einheit Sielenbach oder die Freie Wählergemeinschaft Tödtenried kandidieren will, weiß Ritter noch nicht. „Das entscheidet sich bei den Versammlungen.“

Sollte es mit der Kandidatur nicht klappen, hat sich der 51-Jährige noch nicht entschieden, ob er dann eine Funktion in der Gemeinde oder in einem Verein annehmen möchte. „Ich könnte mir den Gemeinderat sehr gut vorstellen.“

Lesen Sie dazu auch Kommunalwahl: Heinz Geiling will Bürgermeister werden

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren