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Gemeinderat I

20.04.2018

Todtenweis braucht Rücklagen auf

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Für ihre kommunale Trinkwasserversorgung stellten die Todtenweiser Gemeinderäte knapp 240000 Euro in den Etat für 2018. Hier der neue Brunnen.
Bild: Martin Golling

Die Kommune plant außerdem mit einer hohen Summe neuer Schulden. Im schlechtesten Fall läge die Pro-Kopf-Verschuldung bis Jahresende bei fast 1000 Euro. Doch es muss nicht so kommen

Was waren das noch für Zeiten, als Bürgermeister Josef Kodmeir vor der Beratung des Haushalts der Gemeinde Todtenweis tönen durfte: „Eigentlich brauch ma so was ned. Mir macha koane Schulden.“ Diese Zeiten sind vorbei. Mit der einstimmigen Genehmigung der Haushaltssatzung für 2018 gab der Gemeinderat auch sein Ja zu einer Verpflichtungsermächtigung von 1,35 Millionen Euro. So tief könnte Todtenweis in der Kreide stehen, wenn alle negativen Eventualitäten zusammentreffen. Das wäre für die 1379-Seelen-Kommune eine Pro-Kopf-Verschuldung von 976 Euro. Und das, obwohl Todtenweis kräftig in die Rücklagen greift und dort alles rausholt, was geht: 340000 Euro. Dass es mit den Schulden nicht so kommen muss, zeigt der Haushalt des vergangenen Jahres. Dort war eine Schuldenaufnahme von 674000 Euro vorgesehen gewesen, von denen bislang lediglich 45000 Euro in Anspruch genommen wurden.

Insgesamt umfasst der aktuelle Todtenweiser Haushalt im Verwaltungshaushalt 3,2 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben. Im Vermögenshaushalt, also bei den Investitionen der Gemeinde, sind es 2,4 Millionen Euro. Größte Einnahmequellen bleiben die Gewerbesteuer, die Kämmerin Georgia von Kobyletzki „eher zurückhaltend“, so ihre Einschätzung, mit 900000 Euro festsetzte, und die Beteiligung an der Einkommens- und Umsatzsteuer in Höhe von 971000 Euro. Jeweils rund 325000 Euro fließen über Zuschüsse (Kita, Schule) und über Benutzungsgebühren (Wasser, Abwasser, Friedhof) in den Gemeindesäckel.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt steht der Landkreis ganz oben. Fast eine Million kassiert er über die Kreisumlage. Das sind 223000 Euro mehr als 2017 – „trotz der vom Landkreis beschlossenen Senkung des Umlagesatzes um 0,5 Prozentpunkte“, sagte Kämmerin Georgia von Kobyletzki. Franz Färber kritisierte: „Ich finde das sehr ungerecht. Wir müssen wie viele größere Gemeinden eine Schule und einen Kindergarten unterhalten.“ Bürgermeister Konrad Carl entkräftete Färbers Einwand: „Wer große Einnahmen hat, dem wird auch entsprechend mehr abverlangt.“

Die Hebesätze der Grundsteuern hatte die Gemeinde erstmals seit 1985 erhöht – von 330 auf 380 Prozent. Nun kann sie über 140000 Euro bei der Grundsteuer B für bebaute und 26000 Euro für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke verfügen. Schlüsselzuweisungen wird es heuer wie im vergangenen Haushaltsjahr nicht geben, dafür ist die Einkommenssituation zu gut.

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